Technik im Museum

Dienstag, 27. März 2012

Wunschmaschine von Katharina Unger

The Wishing Machine from Katharina Unger on Vimeo.

Wunschmaschine von Katharina Unger. Gezeigt 2010 im Technischen Museum Wien.

Montag, 19. März 2012

Das Quai Branly + die Zukunft der Informationsvermittlung

Hört sich spannend an:

"Le musée du Quai Branly créée l’évènement du 14 avril au 22 avril 2012 avec une série d’activités regroupées sous l’intitulé Le Musée Numérique. Réalité augmentée, 3D, NFC, outils nomades… sont parmi les outils de demain pour étudier et approcher de plus près les collections des musées. Lors de cette semaine high-tech, des activités sont proposées sous forme d’ateliers, de dispositifs interactifs ludiques et participatifs à partir d’expérimentations autour des collections. Une invitation à vivre le musée de demain."
Mehr Informationen dazu hier.

[Bedauere, dass ich keinen direkten Link beim Quai Branly fand.]

Sonntag, 4. Dezember 2011

Das Deutsche Museum/Bonn: Ein Triebstauwerk

Schon vor'm Betreten des Museums, ahnt man, was einen erwartet.

Ein trüber Dezembertag. Nörgelnde Kinder. Was liegt näher, als ein Museum zu besuchen, das ihren Interessen entsprechen könnte?

Unsere heutige Wahl fiel deshalb auf das Deutsche Museum in Bonn. Nicht zuletzt, weil eine Modelleisenbahn im Programm stand.

Um es vorweg zu nehmen: Die Modelleisenbahn diente offenbar lediglich dazu, Familien anzulocken. Ein primitiver 15-Meter-Parcours, der ästhetisch von jeder Modelleisenbahn im Fenster einer Apotheke mühelos übertroffen wird. Enttäuschend!

So enttäuschend, wie das gesamte Museum überhaupt. Wer denkt, das wäre ein Museum für die Familie, der wird ebenso enttäuscht, wie der, der denkt, er könnte hier einen Zugewinn an Erkenntnis erlangen. Mag sein, dass man mit einer Führung etwas klüger das Haus verlässt, als man hinein gekommen ist. Wer sich als Individualbesucher die Ausstellung ansieht, geht mit dem Gefühl nach Hause, in naturwissenschaftlicher Hinsicht ein Analphabet zu sein. Nix gelernt, außer dass man doof ist.

Pardon, das ist aber nicht die Aufgabe eines Museums. Jedes Museum sollte man mit dem erhebenden Gefühl verlassen können, dass man schlauer ist als vor dem Besuch. Oder wofür zahlt man das Eintrittsgeld?

Das Deutsche Museum in Bonn leistet das nicht.

Schlimmer noch: Die Kinder, mit denen wir unterwegs waren, zwei zehnjährige Technikfreunde, äußerten unisono, dass das wieder einmal ein Museum war, das überhaupt keinen Spaß gemacht hat.

Was nahmen sie mit nach Hause?

1. Museen sind doof, weil sie unseren Trieb nach Erkenntnis nicht befriedigen.

2. Naturwissenschaften sind nicht für uns, sondern für irgendwelche anderen. Hornbebrillte, intellektuelle Südstadtfreaks etwa, deren Kinder auf Schulen gehen, wo sie dazu erzogen werden, nichts zu fordern, aber alles zu erdulden. Sogar diese Präsentation.

Ich finde, das Deutsche Museum in Bonn sollte sofort geschlossen werden, um weiteren Schaden zu vermeiden und noch mehr Interessen zu zerstören.

Die vorhandenen Mitarbeiter - die haben sicher mehr drauf, als sie zeigen dürfen - könnten ihre Energien zum Beispiel einsetzen, um interessante Wissenschaftsshows in der Bonner Region anzubieten und Kinder an Naturwissenschaften heranzuführen.

Das wäre sehr viel nutzbringender als dieses Museum, das mehr kaputt macht als erzeugt.

So sorry!

Mittwoch, 9. Februar 2011

Kinder und die Technik von damals



Eine Idee, die Museen sympathisch machen könnte. Alle Museen!

[via Kulturwissenschaftliche Technikforschung via Sociological images]

Mittwoch, 24. Februar 2010

Videoüberwachung in Museen ist illegal!

Um Diebstähle von Museumsgut, ja auch das Fotografieren in Museen zu verhindern, setzen nicht wenige der Museen, die es sich leisten können auf Videoüberwachung.

"Doch der Hamburger Datenschutzbeauftragte Professor Johannes Caspar hat damit ein Problem: "Es gibt keine allgemeine rechtliche Grundlage für die Kameraüberwachung öffentlicher Gebäude, das gilt auch für die Museen der Hansestadt. Deshalb ist die Nutzung der Kameras dort zurzeit rechtlich unzulässig.""

Das und noch mehr lesen wir in einem Artikel des Hamburger Abendblatts vom 24.02.2010.

Samstag, 3. Oktober 2009

Das Cabaret Mechanical Theatre/London ist zu Gast in Deutschland

Die, die mich kennen, wissen, dass ich Kulturformen schätze, die nicht alltäglich sind. Zu diesen gehören Automaten, die von einer Handkurbel angetrieben, wohl Jedem und Jeder ein kleines Lächeln ins Gesicht zaubern.

Ab heute können 40 solcher Automaten aus der Sammlung des "Cabaret Mechanical Theatre" in der DASA/Dortmund bewundert werden.



Alle die, denen es nicht gelingen sollte, bis zum Ende des Jahres nach Dortmund zu fahren, können sich mit den Videos im Internet trösten, die andeuten, wie schön einfache Technik sein kann.

Youtube macht's möglich. Sie sehen dort sogar 52 der Maschinchen, die das "Cabaret Mechanical Theatre" im Angebot hat, wenn Sie HIER klicken.

Zur Homepage des "Cabaret Mechanical Theatre"

[Dank an BlachReport museum]

PS: Ja, ich weiß, dass das nicht zuletzt auch eine Verkaufsausstellung ist. Hier geht es zum Shop.

Freitag, 10. August 2007

Klingendes, singendes, sprechendes Papier

Kann Papier sprechen? Ja! Aber nur an der Universität von Mittelschweden in Sundvall. Dort wird daran gearbeitet, dem Papier das Klingen, Singen und Sprechen beizubringen. Der Prototyp hat es bereits gelernt. Er ist allerdings nur von Pappe. Berührt man ihre Oberfläche bringt sie Geräusche und Texte zu Gehör. Ziel ist eine Miniaturisierung, die es erlauben soll, normale DinA4-Blätter mit einfachen Druckern und leitfähiger Tinte so zu behandeln, dass sie Töne von sich geben und ein Versand im Briefumschlag möglich wird.

Hoffentlich gelingt das - und zwar bald. Mir würden zahlreiche sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten in Museen und Ausstellungen einfallen. Und natürlich nicht nur da.

Wie das funktionieren soll? Hier die Links:
+ Deutschlandfunk
+ Homepage der Entwickler: Projektname "PaperFour" (incl. Presseinfo, Video und Fotos)

Übrigens: Der Fisch-Blog mag das gar nicht.

Die Rolltreppe

Rolltreppe in Braunschweig

Auf diese interessante, reich bebilderte und vor allem im Internet veröffentlichte Dissertation wollte ich schon lange hinweisen:

Mihm, Andrea:
Die Rolltreppe.
Kulturwissenschaftliche Studien zu einem mechanisch erschlossenen Zwischenraum.


Titel (eng): The escalator. Cultural study of a space defined by mechanical motion.
Erscheinungsjahr: 2005
Fachbereich: Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie, Universität Marburg
Institut: Europäische Ethnologie / Kulturwissenschaft
Format: Portable Document Format (PDF 13M)
URL: http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2007/0061/

Für obiges Bild danke ich charmbutterfly75 bei flickr.

Dienstag, 28. November 2006

Ausstellungstechnik: Erfindungen für Empfindungen

Jedes Jahr im November gibt das TIME Magazine eine Sondernummer heraus, in der die besten Erfindungen des Jahres vorgestellt werden.

Zu denen, die mir besonders gut gefallen,gehören diese:

CEELITE: eine dünne Folie, die leuchtet. Sie kann auf alle Flächen montiert werden. Auf Wände, Decken, Böden, Bretter und 3D-Körper. Indoor und Outdoor. Toll!

Science on a Sphere (offizielle Seite bei NASA, Honeywell):
Vier computergesteuerte Film-Projektoren werfen Bilder auf eine Kugel, die im Raum zu schweben scheint. Was sich so simpel liest, erzeugt ein wahrhaft beeindruckendes visuelles Erlebnis.
(hier gibt es einen Filmchen dazu und hier weitere Anwendungsbeispiele) Wunderbar!

Wann sehen wir so etwas das erste Mal in einem deutschen Naturkundemuseum, Planetarium oder an einem anderen Ort?

[Fundort: Le Carnet d'Ana, interessanter Blog einer Kanadierin in Paris]

Samstag, 11. März 2006

Eilt! Anmeldung für Dibner Award 2006

DIBNER AWARD FOR EXCELLENCE IN MUSEUM EXHIBITS
SOCIETY FOR THE HISTORY OF TECHNOLOGY

Deadline for applications extended to April 1, 2006!

"The Society for the History of Technology invites nominations for its Dibner Award, established in 1985 to recognize excellence in museums and museum exhibits that interpret the history of technology, industry, and engineering to the general public. Winning exhibits, in addition to being well designed and produced, should raise pertinent historical issues. Artifacts and images should be used in a manner that interests, teaches, and stimulates both the general public and historians. The winner will be announced at the Society's Annual Meeting in Las Vegas, Oct. 12-15, 2006. The award consists of a plaque and up to $1000.00 to cover expenses for a member of the design team to accept the award at the SHOT awards banquet. The Society especially encourages nominations from local and regional historical societies. "Virtual" exhibits are not eligible for the award."

Das Anmeldungsformular gibt es hier.

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Kommentare

;-)
;-)
Joern Borchert - 2012-05-02 22:40
Es ist heute der erste...
Da kann man Heinrich Heine zum Glück auch viel...
Wilhelm Eschershausen (Gast) - 2012-05-01 11:06
Pardon, Herr Eschershausen
es hat etwas gebraucht, bis ich begriffen habe, dass...
Joern Borchert - 2012-03-15 03:43
Zitronenfalter
Und da man mit Schutzhandschuhen schlecht schreiben...
Wilhelm Eschershausen (Gast) - 2012-03-13 14:27

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