Social Media

Donnerstag, 16. Mai 2013

Zum erstem Mal: TweetUp im Kunstmuseum Bonn

Am Mittwoch, den 15.5. 2013, hatte ich die Gelegenheit und die Zeit an einem TweetUp in einem Museum teilzunehmen. Endlich mal!

Wer nicht weiß, was das ist, dem hilft vielleicht das, was Helge David schrieb, als er zu dieser Veranstaltung einlud. Zur Heimsuchung im Bonner Kunstmuseum.

Ich war also höchst neugierig.

Er schrieb nicht, dass Tweetups ein Deal sind. Warum auch? Ein Deal zwischen dem jeweiligen Museum und denen, die gerne twittern.

Die Twitterer bekommen neben dem freien Eintritt ins Museum eine kostenlose Führung und die Erlaubnis, weitgehend hemmungsfrei fotografieren zu dürfen. Das ist in Museen ja nicht selbstverständlich. Vor allem dann, wenn sie zeitgenössische Kunst zeigen. Das allein dürfte manche Teilnehmer dieses Tweetups sehr gefreut haben. Zu Recht!

Für die Museen sind solche TweetUps interessant, weil sie ohne große Mühen, vor allem aber ohne nennenswerte Kosten binnen weniger Stunden viel mehr Menschen erreichen können als etwa mit einer Werbeanzeige. Klar, eine Sendung im Regionalfernsehen sorgt für mehr eintrittszahlende Besucher. Aber die Teilnehmer eines solchen TweetUps beeinflussen die Stimmung im Netz. In einem Bereich, der so tief wie der Atlantik und so wenig erforscht ist, wie der Mond. Auch wenn die Social-Media-Vertreter schon alle Zweifel über Bord geworfen haben. Doch wer wird da wirklich erreicht? Wie wirkt sich das aus? Bringt das was? Und wenn ja, was?

Deswegen war ich heute dabei. Um ein Gespür dafür zu bekommen, was Twitter für Museen leisten kann.

Auf der Heimfahrt rechnete ich mal kurz durch. Völlig grob. Mal angenommen, die 10 Top-Twitterer des Abends hätten im Durchschnitt nur 500 Follower - selbst ich hab ja mehr und manche mehr als 3.000 - , dann erreichte jeder Tweet schon 5000 Menschen. Die restlichen 30 Teilnehmer und Kleintwitterer blende ich erstmal aus. Nun nehme ich mal an, dass diese Top Ten jeweil nur 10 Tweets abgesendet hätten, dann gelangten binnen einer Stunde 50.000 Tweets die Follower innerhalb der engen Grenzen der Stargemeinde. Pas mal!

Klar, die wurden nicht alle wahrgenommen. Wie Zeitungsanzeigen oder Werbebanner an Straßen auch nicht von allen wahrgenommen werden.
Sie merken aber auch, dass ich das sehr kleingerechnet habe. In meiner Grobrechnung blendete ich die aus, die auch twittern, aber noch nicht mit großen Follower-Zahlen glänzen. Alle Teilnehmer des TweetUps zur Ausstellung "Heimsuchung" im Kunstmuseum Bonn werden die Ausstellung weiter empfehlen. Weitere Tweets senden, andere Kanäle wie etwa Facebook nutzen, um auf die Ausstellung aufmerksam zu machen oder einfach nur im Freundes- oder Familienkreis darüber berichten, wie nett sie im Kunstmuseum Bonn von Stephan Berg und Volker Adolphs empfangen worden sind.

Die Reichweite eines sochen TweetUps sollte man also nicht unterschätzen.

Ach ja, die Ausstellung. Die gab's ja auch noch. Eine großartige Ausstellung, die viel zu schnell an mir vorbeigerauscht ist. Hören, Sehen, Fotografieren und dann noch Twittern. Mit einem iPad, das der Frau gehört und nur selten von mir genutzt wird. Hard Stuff.

Was ich trotzdem mitgenommen habe, obwohl ich etwas überfordert war?

1. Das Kunstmuseum Bonn ist ein Ort, der sich unter der Ägide von Stephan Berg so entwickelt, dass deutlich wird, was er leisten kann. Gerade im Zusammenspiel mit der KAH und Fantasien, die publikumstauglich sind.

2. Kunst kann, muss aber nicht an der Wand hängen. Je mehr man sinnlich und körperlich in sie einbezogen wird, um so mehr berührt und bewirkt sie.

3. Endlich! Eine Kunstausstellung in Bonn, die man auch mit Kindern besuchen kann. Eine Ausstellung ohne das Diktum, sie geniessen zu müssen. Da kann man in Höhlen krabbeln, sich verirren, seltsame Räume betreten, sich irritieren lassen oder mal über den Alltag nachdenken. Einfach mal nur so.

Und überhaupt: Eine Ausstellung mit Zelt spricht mich immer an.

zelt


Zum Kunstmuseum Bonn geht es HIER.

Samstag, 15. September 2012

Pinterest: Ein wichtiges Instrument für Ausstellungsmacher

Haben Sie eigentlich schon mitbekommen, dass ich regelmäßig Bilder bei Pinterest einstelle? Meine Bilder finden Sie hier.

Pinterest

Nee, ich mach nicht jeden Hype mit. So einer bin ich nicht. Was mir an Pinterest gefällt, ist, dass da das Sprichwort "Bilder sagen mehr als tausend Worte" Realität ist. Da zählen nicht klug geschnitzte, undurchdringbare Wortdschungel, sondern allein die visuellen Eindrücke, die Aufmerksamkeit erregen - oder eben auch nicht.

Wer kluge Worte lesen will, der sollte auf Pinterest verzichten. Ausstellungsgestalter, Museumskuratoren und alle anderen, die Ausstellungen planen, sollten Pinterest allerdings sofort in ihren Radar einbeziehen. Denn dort gibt es - neben vielem Anderen - auch eine Fülle visueller Anregungen für alle, die Ausstellungen planen oder realisieren wollen. Mit Bildern von Ausstellungen und Museen aus aller Welt und vielen Überraschungen.

Mehr dazu bei Edgital.

Machen Sie bei Pinterest mit! Zu ihren Gunsten...

Freitag, 17. August 2012

stARTcamp Köln 2012

startcamp_160x250_2012

"Social Web ist schön, macht aber viel Arbeit: Die Arbeitsbedingungen und Strategien für Social Media von Kulturschaffenden, Künstlern und Kultureinrichtungen stehen im Mittelpunkt dieses Barcamps."

Wenn das zweite Barcamp wieder so interessant und freudvoll wie das erste wird, dann blüht den ca. 140 Teilnehmern ein guter Tag. Ich freu' mich drauf.

Alle Infos zum stARTcamp gibt's unter http://startcampk.posterous.com/

mehr bei

http://www.facebook.com/stARTtcampK
http://twitter.com/startcampk
http://startcamp-koeln.mixxt.de/
http://www.flickr.com/groups/startcampk/

Die Pressemitteilung

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museologie(at)gmx.de

Kommentare

Danke sehr!
Danke sehr!
Joern Borchert - 2015-01-14 00:42
Toller Artikel!
Hallo Herr Borchert, ich fand den Artikel sehr interessant. Herzlichen...
Perfectrix - 2014-11-20 09:37
Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50

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