Museum nasalis

Dienstag, 5. Februar 2008

Plants in Culture: Nasen in Blüten

In ExhibitFiles, dem Blog für alle, die Ausstellungen entwickeln und gestalten, besprach Wendy Pollock vor wenigen Wochen Plants in Culture, eine neue Dauerausstellung des U.S. Botanic Garden.

Olfaktorische Installation
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US Botanical Garden
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Photo by Wendy Pollock

Installation
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US Botanical Garden
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Photo by Wendy Pollock
Diese Ausstellung spürt dem Zusammenhang von Mensch und Pflanzen nach. Natürlich interaktiv und multisensoriell. So wie man das heute halt macht. Da bekommen nicht nur die Augen und die Ohren etwas zu tun, auch die Nase wird beansprucht. Während die olfaktorischen Installationen ganz gut zu funktionieren scheinen, steht Wendy Pollock den anderen Interaktionen etwas kritisch gegenüber.

Mittwoch, 19. Dezember 2007

Ein Interview mit Sissel Tolaas

"Sissel Tolaas kämpft für die Befreiung unserer Nasen. Die 46-Jährige ist als Duftforscherin, Künstlerin und Linguistin dem Zusammenhang von Geruch und Kommunikation auf der Spur." [... das Interview in der taz vom 17.12.2007....]

Angeblich hat sie 7800 Gerüche in ihrem Archiv.

[Dank an Archivalia für den Hinweis]

Übrigens: Der STERN brachte schon in der Ausgabe 15/2006 ein Interview mit ihr.
Und die WELT berichtete 2004 über sie.

Muss also wohl eine bedeutende Künstlerin sein.

Freitag, 6. Juli 2007

Mit ICOM-Card Hände waschen und duftende Salben im Museum Schloss Hohentübingen

Tübingen, Mittwoch, zwischen 16:45 Uhr und 19:00 Uhr. Zwei Stunden freie Zeit. Was tun? In memoriam alter Zeiten dachte ich, es sei eine gute Idee, mal wieder im Stadtmuseum vorbeizuschauen. Blöderweise schließt das allerdings um 17:00 h und zwei junge Damen verwehrten mir also um kurz vor Dienstschluss den Eintritt. Gut zu verstehen. Auf die Frage, ob ich mir denn wenigstens die Hände waschen dürfte, gab's die wenig freundliche Antwort, dass das Museum im Kornhaus keine öffentliche Toilette sei. Also zückte ich meine ICOM-Karte. Händewaschen war da kein Problem mehr. Aber klar doch! Tssss...

Derartig gereinigt ging ich alten Spuren nach und stieg zum Schloss auf, um mir das dortige Museum mit seinen Ausstellungen anzusehen. Da gab es viel Interessantes und viele Texte, und daneben auch Sensationelles zu sehen. Die originalen Figuren aus Mammutelfenbein vom Vogelherd wollte ich mir immer schon mal zu Gemüte führen. Alles über alles ein Museum, dass es sicher verdiente, länger als von mir, dem auch sonst schnellsten Museumsbesucher Deutschlands, besichtigt zu werden.

Besonders gut gefiel mir die kleine Duftbar in der Abteilung "Klassische Archäologie".

Duftbar

Diese Installation macht keine Sauerei und beschert zugleich ein angenehmes Riecherlebnis. Eines dass nachhallt. Noch Stunden später in der Bahn erfreute es meinen Geruchssinn.
So einfach ist es also, nachhaltige Museumserlebnisse zuzubereiten.

Sonntag, 2. Juli 2006

Gerüche in Museen und Ausstellungen

Da alle, die kulturhistorische Ausstellungen planen, früher oder später einmal auf den Gedanken kommen, Gerüche gezielt einzusetzen, um die Imagination zu fördern, beginne ich hier Ausstellungen und Lieferanten aufzulisten, die Gerüche einsetzen oder produzieren. Informationen zu Parfum-Ausstellungen und Lieferanten von Parfum bleibt hier weitesgehend ausgespart.

  • Transens/Paris liefert eigentlich fast alle Gerüche, die man haben will: neben denen von Obst, Gemüsen, Lebensmitteln und Speisen, auch solch interessante wie "Alte Kirche", "Straße nach dem Regen", "Herbstlaub" und viele andere. Zu riechen waren ihre Düfte u.a. 1996 im Museum für Gestaltung/ Basel in der Ausstellung "Aroma, Aroma - Versuch über den Geruch" (Bilder ). Ausserdem bietet Transens auch die Mittel und Geräte an, die die Düfte in die/an die Nase bringen.
(Noch bis 29. Oktober 2006 zu sehen und zu riechen!)
  • Ebenfalls von Roman Kaiser stammen die Düfte von 15 verschiedenen reifen Äpfeln. Offenbar ist er ein vielgefragter Mann: 2004 präsentierte das Kunsthaus Zürich während seiner "Kunsthausnacht für alle Sinne": Düfte und Pflanzen aus Monets Garten , zu der Kaiser nicht nur einige Düfte, sondern auch seine Anwesenheit beisteuerte.
 
"Essence de Provence.
Plantes, parfums et arômes."

bis 7 Januar 2007
  • Stellen Sie sich vor, Sie wären in der Lage, einen Geruch zu speichern und später dann wiederzugeben.Genauso wie sie das mit Bildern und Tönen schon lange können. Ingenieure des Tokyo Institute of Technology in Japan arbeiten gerade an einem "Geruchs-Recorder", der genau das kann oder können soll.
Mehr dazu in Science Buzz oder besser noch bei NewScientist.com. Gefunden im immer besuchenswerten blog namens "we-make-money-not-art".
Dieser Artikel wird laufend ergänzt.

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Kommentare

Schlafen im Museum
Da bin ich ja mächtig gespannt, was man außer...
Nina (anonym) - 2008-06-30 17:19
Aber, aber...
Lieber GP, dass man in der französischen Diaspora...
Joern Borchert - 2008-06-24 23:32
Sperrgut
Natürlich ist Denken wichtig. Und Erinnern auch....
GP-F (anonym) - 2008-06-23 21:30
Noch nie so viel
In Paris wird diese Ausstellung immer wieder erwähnt,...
Madeleine (anonym) - 2008-06-16 22:50

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