Museum digitalis

Samstag, 15. März 2008

Websites von Museen und ihre Besucher

Zu diesem Thema hatte OCIM (Office de Coopération et d'Information Muséographiques) letzten November im Palais de la Découverte/Paris einen Workshop mit dem Titel "Sites Internet : quelles ressources pour les visiteurs ?" ausgerichtet.

Nun sind die Beiträge dieses Workshops online. Und wie! Toll! Man kann sich die Beiträge anhören, oftmals auch die Diskussionen dazu, und zusätzlich werden die Powerpoint-Folien/PDFs bereit gestellt. Darüber hinaus werden Ergebnisse übergreifender Untersuchungen und Statistiken, eine Bibliographie, Linkempfehlungen en masse und andere nützliche Dinge angeboten. Alle die, die sich für die Umsetzung musealer Inhalte im WEB interessieren, bekommen hier eine Fülle von interessanten Hinweisen.

Hier geht es zur entsprechenden Seite von OCIM.

[via Buzzeum]

PS: Na Nina, angefixt mehr zu schreiben?

Mittwoch, 30. Januar 2008

Computergestützte Informationssysteme im Museum: eine Dissertation von Elke Möllmann

Aus der Zusammenfassung:

"Empirische Evaluationen über den Einsatz des Mediums "Computer" in Ausstellungen sind kaum vorhanden. Deshalb ist es notwendig, empirisch quantifizierbare Daten zu evaluieren, auf deren Grundlage übertragbare Empfehlungen zum Einsatz von Computern in Ausstellungen getroffen werden können. In der Evaluationspraxis gibt es mehrfach erprobte, empirisch quantifizierbare Merkmale zur Beurteilung der Wirkung einer Ausstellung bzw. einzelner Exponate. Zwei maßgebliche Merkmale sind: Attracting Power und Holding Power. Oder anders formuliert: "Wie oft bleiben Besucher vor einem bestimmten Exponat stehen und wie lange fesselt es sie?" Diese beiden Parameter, die Besuchshäufigkeit und die Verweildauer, werden in der vorliegenden Arbeit genutzt, um die Attraktivität des Ausstellungsmediums "Computerterminal" zu bestimmen.Hierzu bot der Umbau des Naturmuseums Senckenberg in Frankfurt a.M. die Gelegenheit. Das Museum war im Jahr 2003 für 8 Monate wegen Umbaumaßnahmen geschlossen, dabei wurden u.a. auch neun multimediale Informationsterminals im Ausstellungsbereich installiert. (...)"

Die ganze Disse aus dem Jahr 2007 können Sie in Bielefeld herunterladen. Viel Freude bei der Vermehrung an Erkenntnissen.

Sonntag, 21. Oktober 2007

Objekte in Frankreichs Museen

Zu welchem Thema Sie auch immer Objekte suchen, die wissenschaftlich oder museal verwertbar sind - vorausgesetzt sie dürfen auch französischer Provenienz sein - dann sollten Sie einmal in der entsprechenden Rubrik des französischen Kulturportals "culture.fr" vorbeischauen. Dort können Sie eine Recherche starten, die aktuell etwa 20 Datenbanken zu Objekten der Kunst und Kultur abgrast.

Zu einem der von mir bevorzugten Suchwörter, dem Blitz (foudre), bekam ich sehr schnell 490 Treffer mit Bildern (ohne Wasserzeichen!) und fast 1200 Treffer überhaupt. Toll! Das macht Freude. So kann man arbeiten.

Schade, dass so etwas in Deutschland nicht realisierbar zu sein scheint.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

PRIMUS 1.0: ein Tool zur Inventarisierung

Die Landesstelle für Museumsbetreuung Baden Württemberg unterstützt die nichtstaatlichen Museen, Sammlungen und musealen Einrichtungen in vielerlei Hinsicht. Unter anderem bei der Inventarisierung.

Mit dem "Programm zur Inventarisierung
kulturgeschichtlicher Objekte in Museen" stellt die Landesstelle ein auf Access basierendes Tool zur Verfügung, das sicher nicht nur kleinen Museen eine wertvolle Hilfe bei der Inventarisierung sein dürfte, sondern auch für all die interessant ist, die etwa eine Ausstellung vorbereiten oder Ordnung in ihre kleine Privatsammlung bringen wollen.
.
Hier bekommen Sie Informationen, das wertvolle Helferlein sowie ein Handbuch dazu. Alles kostenlos. Prima!

Samstag, 13. Oktober 2007

Relaunch: Palais de Tokyo/Paris

Das Palais de Tokyo hat mit Marc-Olivier Walher nicht nur einen neuen Direktor bekommen, sondern seit September auch ein neues Outfit seiner Webseite.

Freitag, 5. Oktober 2007

Virtuelles Museum zu Totenmasken

Totenmasken aus Russland, der Ukraine und aus aller Welt sind in dem kleinen, aber feinen virtuellen Museum (mit realem Sitz in Kiew) "Virtual Museum of Death Mask" zusammengeführt. Besuchenswert!

[via Athanasius Kircher Society]

Mittwoch, 26. September 2007

Stadtgeschichtliches Museum Leipzig: Objektdatenbank online

database-stadtgeschichtliches-museum-leipzig

Seit dem 20. September ist nun die Objektdatenbank des Stadtgeschichtlichen Museums Leipzig online. Mehr als 21.500 Objekte sind zur Zeit darin vorhanden. Etwa 10 Prozent des Sammlungsbestandes. Es sollen noch mehr werden.

Sehr sympathisch ist es, dass die Inhalte der Datenbank - im Gegensatz zu den meisten anderen deutschen Objektdatenbanken - unter einer Creative-Commons-Lizenz stehen, das heißt sie können unter bestimmten Bedingungen kostenlos weiterverwendet werden. Das bringt unter anderem mit sich, dass die Abbildungen nicht mit störenden Wasserzeichen versehen sind.

Diese Objektdatenbank gefällt mir. Mit ihr kann man arbeiten. Und eine gute Werbung für dieses Museum ist sie noch dazu. Beispielgebend.

Nachtrag: Aber auch gut, dass es Archivalia gibt. Dort kämpft Klaus Graf mit seinen Knappen, offenem Visier und vor allem zu Recht für die Gemeinfreiheit der Dinge, die uns ohnehin gehören. Den Essig in den von mir ausgeschenkten Wein gibt es in unten stehendem Kommentar.

Mehr Infos dazu in der Leipziger Internet-Zeitung

Dienstag, 25. September 2007

Etat de l'Art: Audioguides und Podcasts

Eine Zusammenstellung von Links zu Audioguides und Podcasts von Museen und Bibliotheken, vor allem solchen aus dem französischen und englischen Sprachraum, finden Sie hier.
Dahinter steht die aufstrebende Firma Briq/Issy-les-Moulineaux, die unter anderem einen interessanten Podcast zum Schloss von Versailles anbietet. Lohnenswert ist auch ein Besuch bei Podibus, einer Plattform wo sie neben Podcasts auch Videos und Panoramen der Schlösser von Versailles und Chenonceau finden. Einige Angebote sind kostenlos herunterzuladen.

Außerdem gibt es dort auch gratis einen 45-minütigen Podcast zu Meudon. Eine der Städte, wo Hans Arp lebte.

[via Carnet d'Ana]

Freitag, 22. Juni 2007

Geschenke vom Museum Ludwig

Audioguide museum ludwigDas Museum Ludwig in Köln zeigt sich generös und schenkt Ihnen Audioführungen zu aktuell 157 Kunstwerken, die Sie sich gratis auf Ihren MP3-Player herunterladen und so beim nächsten Museumsbesuch nutzen können. Zu der Orientierung der Texte an einem "großem Publikum" könnte mir viel einfallen . Hören Sie selbst.
Ermöglicht wurde dieser Service übrigens durch die Firma soundgarden audioguidance GmbH.

Prima!

[Dank an die Kulturtussi]

Montag, 23. April 2007

Das Sensorama

1962 erfand der Filmemacher und Kameramann Morton Heilig eine Maschine, die nicht nur Vorläufer der aktuellen Motion Rides ist, sondern diesen durchaus das Wasser reichen kann: das Sensorama. Eine multisensorische Stereo-Filmkabine. Dem Betrachter wurden, während er sich einen Film anschaute, Sinneseindrücke vermittelt, die ein Film normalerweise nicht vermittelt: Wind wehte ihm aus verschiedenen Richtungen in unterschiedlicher Stärke um die Nase, Gerüche drangen in dieselbe und wenn sinnvoll, vibrierte der Sitz. Das Sensorama ist also ein Vorläufer der Motion Rides, die heute in vielen Erlebniswelten und wenigen Museen so beliebt sind. Allerdings ohne die soziale Komponente, da der Konsument allein im/vor'm Sensorama saß.

Obwohl er einige Filme dafür drehte (darunter “I’m a Coca Cola Bottle”) und noch einige Jahre diese Maschine weiter entwickelte, ging sie nie in die kommerzielle Produktion. Schade eigentlich!

BILDER (unbedingt ansehen!), weitere Informationen und den Hinweis auf die Magisterarbeit von Joseph Kaye: “Symbolic Olfactory Display" (Massachusetts Institute of Technology 1999) gibt es bei der Athanasius Kircher Society.
Etwas auch im Medienkunstnetz oder bei P.M.

Kulturelle Welten

Dies und das aus der Welt der Kulturvermittlung: etwas über Museen und Ausstellungen, Lichter in der Nacht und was Jörn Borchert sonst noch so ge-, miss- und auffällt. Ein Klick auf den Header bringt Sie zu den neuesten Meldungen. Eine mail an museologie[at]gmx[Punkt]de direkt zu mir.

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Kommentare

Schlafen im Museum
Da bin ich ja mächtig gespannt, was man außer...
Nina (anonym) - 2008-06-30 17:19
Aber, aber...
Lieber GP, dass man in der französischen Diaspora...
Joern Borchert - 2008-06-24 23:32
Sperrgut
Natürlich ist Denken wichtig. Und Erinnern auch....
GP-F (anonym) - 2008-06-23 21:30
Noch nie so viel
In Paris wird diese Ausstellung immer wieder erwähnt,...
Madeleine (anonym) - 2008-06-16 22:50

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