Museen der Schweiz

Dienstag, 5. Juli 2011

Sommerlicher Ausstellungs-Ausflugstipp: Lötschentaler Landschaft (Schweiz)

open-air - open brain
<br />
Eine Ausstellung in der Landschaft


Sie kommen diesen Sommer in die Schweiz - oder wohnen gar dort? Ja?
Dann haben Sie die Gelegenheit, eine Ausstellung über die Landschaft in der Landschaft erleben zu dürfen. Eine außergewöhnliche Ausstellung.

Die Veranstalter sagen:

"Landschaft ist politisch, ökologisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich aktuell, mitunter gar brisant. Was aber ist eigentlich Landschaft? Wer definiert sie, wer braucht sie und welche Bedeutungen hat sie? Die Ausstellung ‹Landschaft?› geht allen Facetten von Landschaft nach und wirft Fragen auf, die zum Nachdenken anregen sollen. Wir hinterfragen Selbstverständlichkeiten und Klischees und bieten Möglichkeiten, zu neuen Ein- und Aussichten zu kommen."

Und
Nina Gorgus schreibt -etwas konkreter:

"Es handelt sich um eine Ausstellung über Landschaft in der Landschaft – im Lötschental auf dem Höhenweg von der Lauchner- bis zur Fafleralp und umgekehrt. Geöffnet ist Tag und Nacht, und wer es nicht zur Eröffnung am 9. Juli schafft, hat noch bis zum 4. September Zeit.

Die Ausstellung ist ein Projekt des interdisziplinären Vereins ‹muk› aus Basel, Frankfurt und Zürich. Landschaft ist, wenn man sie einmal näher betrachtet, mit allen möglichen Bedeutungen und Interpretationen besetzt. Mit diesen verschiedenen Bedeutungen setzte sich die open-air-Ausstellung auseinander – in Form von vielen Fragen und einigen Antworten, und das mitten in der Landschaft selbst. Schauen Sie doch einfach selbst! Im Lötschental, oder hier zunächst auf dem Landschaftsblog."

Wahrscheinlich kommt nur der geringste Teil meines Publikums diesen Sommer ins Lötschental. (Ich auch nicht.) Schade!
Der Rest muss sich an Ninas Landschaftsblog erfreuen.

Immerhin lässt dieser Blog die Frage aufkommen, warum es eigentlich nicht zu jeder Ausstellung einen Blog wie diesen gibt?
Mir machen solche Blogs Ausstellungen sehr sympathisch. Sie bauen Barrieren ab, geben Einblicke in Ausstellungen, die glaubwürdiger als viele der offiziellen Pressemitteilungen sind und bieten noch dazu den Besuchern die Möglichkeit, die Artikel/die Ausstellung zu kommentieren.

Ich mag das! Den Blog und das Konzept! Ich mag alles was nicht gewöhnlich ist. Diese Ausstellung gehört dazu.

Bis zum 4. September!

Alle praktischen Infos HIER.

PS: Oops, gerade sehe ich, dass die Szenografin Trinidad Moreno zum Ausstellungsteam gehört. So bin ich mir ziemlich sicher, dass die Ausstellung ihrem Publikum Freude macht und Überraschungen bietet.

In die Stiefel und los! Nichts wie hin: Landschaft erfahren....

Dienstag, 20. April 2010

Zur Zeit hab ich's mit der Zeit: nonstop

Dafür gibt es viele Gründe. Neben denen, die Sie nichts angehen, gehören dazu das Theaterstück "Im Wettlauf mit der Zeit", auf das ich ja schon hingewiesen habe und die Ausstellung im Stapferhaus/Lenzburg, auf die ich jetzt nun hinweise. Sie trägt den Titel "Nonstop - eine Ausstellung über die Geschwindigkeit des Lebens". Wenn Sie diesem Link folgen, bekommen Sie zunächst ein Video zu sehen, das wirklich Lust macht die Ausstellung zu besuchen. Darüber hinaus finden Sie dort u.a. auch eine kurze Beschreibung des Ausstellungsparcours, der ihnen zeigt, was sie dort erwartet. Dass die Pressemappe ebenfalls vorbildlich ist, erscheint einem da schon fast selbstverständlich.

Eine Ausstellung auch für die, die noch viel Zeit haben....

Internetseiten wie diese, mit einem breiten Spektrum an Informationen für Laien und Experten, wünsche ich mir häufiger. Sie zeigen mir, dass in Lenzburg Leute arbeiten, die sich darum bemühen, mir Freude an Erkenntnis zu vermitteln. Orientiert an meinen Interessen. Ich denke, wer kann, der sollte diese Ausstellung unbedingt besuchen.

Das ist sicher keine Zeitverschwendung!

Und wenn ich einen Blick auf's Team werfe, hoffe ich, mit so einem auch einmal zusammenarbeiten zu dürfen.

Produktionsleitung >>> Beat Hächler
Szenografie >>>Philipp Clemenz
Architektur >>>groenlandbasel / Matthias Schnegg, Bernhard Schweizer
Grafik >>> Atelier Philipp Clemenz, Luzern / Christian Stern
AV-Technik >>> lynx multimedia productions ag, Zofingen/ Marcel Ming, Willi Duss
Licht >>> massvoll Bern / Andrea Rüegg; Städt. Werke Lenzburg swl

Montag, 11. Mai 2009

"2009 European Museum of the Year Award": Gewinner sind die Kunst und das Alter

Der „2009 European Museum of the Year Award“ wurde am 9. Mai diesen Jahres in Bursa/Türkei verliehen.

Als Museum des Jahres ist das wurde das Salzburg Museum Neue Residenz ausgezeichnet. Wer sich für Kunstvermittlung interessiert, der sollte demnächst wohl mal nach Salzburg reisen, um dieses Museum, das offenbar am Puls der Zeit ist, zu besuchen.



Die „Special Commendation“ ging an das Museum für Lebensgeschichten (mfl) in Speicher/Schweiz. Und das, obwohl diese Einrichtung nicht wirklich der ICOM-Definition eines Museums entspricht. Denn die Sammlung scheint eher einem Archiv als einem Museum zu entsprechen. Wie auch immer, das mfl scheint mir das innovativste Ausstellungsprojekt zu sein, das in Europa zur Zeit zu finden ist. Denn dieses visionäre Projekt des in Museumsbelangen nicht ganz unerfahrenen Schweizer Künstlers H.R. Fricker + verschafft einer Seniorenresidenz aka Alterszentrum eine neue Bedeutung im Leben. Als Kompetenzzentrum für Erinnerung. Geniale Idee! Genial deshalb, weil diese Idee, wie alle genialen Ideen, auf der Hand liegt. Man muss sie nur wahrnehmen und wirksam werden lassen.

EMYA 2009: Sonderpreis
Aus der Pressemitteilung:
"Professor Dr. Hermann Schäfer, Gründungsdirektor des Hauses der Geschichte der BRD in Bonn und Jurymitglied des EMF/EMYA zum Museum für Lebensgeschichten: „Es ist eine sensationelle Idee, die noch nirgendwo anders realisiert wurde – ein Museum, das seinesgleichen sucht und ein beispielgebendes Modell für die Zukunft ist; dies nicht zuletzt in einer alternden Gesellschaft. Das „Altersheim“ bekommt eine völlig neue Dimension; es ist nicht mehr letzter Wohnsitz, sondern Aufbruch in die Erinnerung.“
Ich stelle mir vor, dass ein derartiges Konzept in allen Städten und Altersheimen umgesetzt würde. Was für ein Pool an Wissen könnte da entstehen? Und welche Bedeutung für das Gemeinwesen käme damit den "Alten" zu? Welche Befriedigung könnten sie daraus schöpfen, der nächsten Generation ihre Erfahrungen mitteilen zu können.

Wir sollten aufmerksam die Entwicklung in Speicher beobachten. Wird das Projekt an Kinderkrankheiten sterben oder ist es die Keimzelle für eine kleine Museumsrevolution?
Beides ist möglich. Letzteres wünschenswert.

Mehr:

Samstag, 18. April 2009

Steffen Blunk bloggt aus der Schweiz

Dass es in der Schweiz Museen gibt, die nicht nur in Schönheit sterben, sondern auch solche, die einen das Leben lustvoll genießen lassen und manchen Gedanken anstossen, ist bekannt.

Wer keine sehenswerte Ausstellung in der Schweiz verpassen will, der sollte deshalb ab und an im Blog von Steffen Blunk vorbeischauen.

Montag, 1. Dezember 2008

Das Alimentarium sucht einen neuen Direktor

Irgendwann zwischen September 2009 und Juni 2010 ist die Amtszeit von Martin R. Schärer im Alimentarium/Vevey (Ch) endgültig vorbei.

Schon jetzt beginnt das Haus mit der Suche nach einem ebenso charismatischen Nachfolger und lädt per Stellenausschreibung Interessenten ein, die der Ansicht sind, der Aufgabe gewachsen zu sein, das Alimentarium doch einmal inkognito zu besuchen. Die sollten sich allerdings beeilen, denn bis Ende Januar 2009 muss die Bewerbung auf dem Tisch liegen.

Das Alimentarium macht vor, wie eine Stellenausschreibung aussieht, die Sympathien für eine Einrichtung erzeugen kann. Nachahmenswert!

Dienstag, 4. März 2008

Die 5 besten Kultur-Websites der Schweiz

Wie jedes Jahr im Februar so hat auch in diesem Jahr das Schweizer Magazin anthrazit die seiner Ansicht nach zwei besten Websites der Schweiz veröffentlicht. In der Sparte "Kultur" wurden folgende fünf benannt:
  • Museumslupe (Überblick über die Schweizer Museen für Kinder - und nicht nur die.)
Tatsächlich machen alle Seiten Freude und sind daher vorbildlich.

Gibt es so ein Ranking eigentlich auch für die deutsche Museumsszene? Würde mich freuen.

Dienstag, 11. Dezember 2007

Berühren erlaubt! Naturmuseum Thurgau gewann Prix Expo 2007

Das Naturmuseum Thurgau hat mit seiner neuen Dauerausstellung den mit 10.000 dotierten Prix Expo 2007 der schweizerischen Akademie der Naturwissenschaften (SCNAT) gewonnen.

Die Pressemitteilung der SNCAT beginnt mit diesen Worten:

"Nachgebaute Landschaften, Streichelfelle, Dunkelraum und Riechstationen – die neue Dauerausstellung des Naturmuseums Thurgau spricht alle Sinne an. Das neu gestaltete Herzstück des Museums lädt auf rund 540m2 mit wenig Vitrinenglas und innovativen Präsentationsarten zum Stöbern und Entdecken ein – Berühren ist erlaubt!"
Weiter erfahren wir darin auch, dass die Ausstellung besonders kinderfreundlich sein soll, indem zahlreiche spannende Exponate auf Kinderhöhe präsentiert werden.

Hört sich gut an.

Die Ausstellungsgestaltung stammt von Bernhard Senn (Naturmuseum St. Gallen).

Zum Naturmuseum Thurgau

Bericht im St. Galler Tagblatt.

Futterkiste

xml version of this page Follow Me on Pinterest
Ich bei Facebook: Facebook

Dieses Blog durchsuchen

 

Kontakt

Kommentare

Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50
Hilfe naht!
Lieber Jörn, ich empfehle Dir, Dich mit herzlichen...
rhwinter - 2014-05-27 17:45
Miniaturwunderland.....
.... toppt alle Museen, wenn man mit Kindern in HH...
Joern Borchert - 2014-05-22 23:25

Links in separatem Fenster

alle Links auf der aktuellen Seite in einem neuen Fenster öffnen 

Status

Online seit 3310 Tagen

Zufallsbild

gogh

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Zählwerk

Besuche werden mit StatCounter gezählt.

Rechtliches


Creative Commons License

xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)
xml version of this topic

Impressum

Jörn Borchert
museologie [at] gmx [punkt]de

Jörn Borchert ist der Verantwortliche und Betreiber dieser Website sowie inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV.
Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehme ich keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Haftungsausschluss