Meteorologie

Donnerstag, 29. Mai 2008

Globale KlimaKultur

"Das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) hat einen neuen Forschungsschwerpunkt. Unter dem Titel KlimaKultur wird es sich mit den „sozialen Folgen der globalen Klimawandels und kulturellen Voraussetzungen seiner Bewältigung“ auseinandersetzen. Den Projektvorstand bilden die Professoren Claus Leggewie, Ludger Heidbrink und Harald Welzer."

Das KWI-Projektpapier „KlimaKultur. Soziale Folgen des globalen Klimawandels und kulturelle Voraussetzungen seiner Bewältigung“ finden Sie hier.

Eines der interessantesten Projekte dieser Tage, oder?

[gefunden bei kultur.macht.europa]

Samstag, 10. Mai 2008

Und nun: das Klima

"LONDON (Reuters) - A new study suggesting a possible lull in manmade global warming has raised fears of a reduced urgency to battle climate change..."

Tja, das wäre wirklich eine Katastrophe, wenn der Klimawandel ausfallen würde. Leere Zeitungen, arbeitslose Wissenschaftler und der Religionsersatz fiele auch weg. Keine Angst! Er verzögert sich nur. Das ist sicher. Denn das Klima hat sich schon immer verändert.

Den ganzen Beitrag, aus dem obiges Zitat stammt, lesen Sie bei Reuters.

Dazu passen die Worte von Dirk Maxeiner gut.
Stefan Rahmstorf sollte man dazu aber auch lesen.

Donnerstag, 24. April 2008

Wetterregeln zwischen 1750 und 1850

Der Klimawandel ist in allen Köpfen. Über das Wetter allerdings reden wir - hier in Europa - heute meist nur noch, wenn uns kein besseres Thema einfällt. Doch das war nicht immer so. Vor der Industrialisierung, als der Ertrag der Äcker und Viehweiden noch Gedeih und Verderb unserer Vorfahren bestimmte, war das Wetter ein höchst wichtiges Thema. Kein Wunder also, dass man ihm in vorindustrieller Zeit besondere Aufmerksamkeit schenkte. Da redete man noch über's Wetter, weil es von existentieller Bedeutung war.

Dennoch gibt es nach wie vor Medien (Print, TV, Web), die aus welchen Gründen auch immer regelmäßig Wetterregeln publizieren. die ihren Ursprung in vorindustrieller Zeit haben. Doch damals wie heute werden immer nur die Wetterregeln genannt, die sich reimen. Wetterregeln, deren Unterhaltungswert wichtiger zu sein scheint, als deren Prognosewert. Das ärgert mich.

Es ärgert mich, weil diese Regeln lediglich der Kalenderliteratur des 18./19. Jahrhunderts entnommen sind. Einer Literaturform, die quasi das literarische Pendant der Vergangenheit zu Pro Sieben oder anderen Kommerzsendern der Gegenwart darstellt. Und so wenig wie die Privatsender heute die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Gegenwart wiedergeben, so wenig gibt die Kalenderliteratur des 18./19. Jahrhunderts das wieder, was man damals über das Wetter wusste.

Und weil mich das schon lange ärgert, habe ich meine Examensarbeit über Wetterprognosen im 18./19. Jahrhundert geschrieben. Wetterprognosen, die der Bauer brauchte, um seine Arbeit zu optimieren - nicht um seine Freizeit zu organisieren.

Als kleine Vorausschau auf diese Magisterarbeit, die noch in toto hier erscheinen soll, wenn sie für das Blog aufbereitet ist, stelle ich erst einmal meine kleine Sammlung von 500 Wetterregeln aus den Jahren 1750-1850 ein. Wetterregeln, die meist nicht gereimt sind. Also keine sogenannten "Bauernregeln" sind.

Die Wetterregeln von 1750 bis 1850, die ich gesammelt habe, finden sie hier unter Wetterregeln (pdf, 354 KB).

Samstag, 5. Januar 2008

Dresden: Denkmal für einen Retter aus Wassersnot

Josef-Hermann-DenkmalJosef-Hermann-Denkmal
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TafelJosef-Hermann-Denkmal 1799
<br />
Innen
Zu meinen kleinen persönlichen Highlights in Dresden zählt das Denkmal für Dominik Josef Herrmann, der am 24. Februar 1799 in Kaditz zwei Schiffer aus der Elbe rettete. Sein Sohn schuf 1868-1869 ein Relief dazu und errichte 1869 den Rundbau zu seinem Gedenken.

So ein Denkmal habe ich noch nie gesehen. Gibt es ähnliche?

Standort: Dresden-Loschwitz, Friedrich-Wieck-Straße

Samstag, 17. November 2007

Aus dem Katechismus der Klimaprofiteure

Zum Nachdenken - nicht Nachbeten!

"Die zehn Gebote des Öko-Glaubens:

Das erste Gebot:
Du sollst dich fürchten!
Das furchtbarste Szenario ist das wahrscheinlichste. Wenn es einmal gut ging, so kommt es beim nächsten Mal umso schlimmer.

Das zweite Gebot:
Du sollst ein schlechtes Gewissen haben!
Wer lebt, schadet der Umwelt - alleine schon durch seine Existenz

Das dritte Gebot:
Du sollst nicht zweifeln!
Die Ökobewegung irrt nie. Wer daran zweifelt, dient den Ungläubigen.

Viertes Gebot:
Die Natur ist unser gütiger Gott!
Sie besteht aus Pandabären, Robbenbabys, Sonnenuntergängen und Blumen. Erdbeben, Wirbelstürme und Killerviren sind Folgen menschlicher Hybris

Fünftes Gebot:
Du sollst deine Gattung verachten!
Der Mensch ist das Krebsgeschwür des Globus. Vor seinem Auftauchen war der Planet eine friedliche Idylle.

Sechstes Gebot:
Du sollst die Freiheit des Marktes verabscheuen!
Der Planet kann nur durch zentrale Planung internationaler Großbürokratien gerettet werden

Siebtes Gebot:
Du sollst nicht konsumieren!
Was immer du auch kaufst, benutzt oder verbrauchst: Es schadet der Umwelt. Die Zuteilung von Gütern sollte den weisen Priestern des Ökologismus übertragen werden.

Achtes Gebot:
Du sollst nicht an ein besseres Morgen glauben!
Verhindere Veränderungen und Fortschritte, denn früher war alles besser.

Neuntes Gebot:
Du sollst die Technik gering schätzen!
Abhilfe kann allenfalls durch fundamentale gesellschaftliche Umsteuerungsprozesse kommen. Niemals durch die Erfindung technikgläubiger Ingenieure.

Zehntes Gebot:
Wisse, die Schuld ist weiß, männlich, christlich und westlich!
Die Unschuld ist eine Urwaldindianerin."

Quelle: “Hurra, wir retten die Welt” von Dirk Maxeiner

Mehr im WESTEN.

Mittwoch, 21. Februar 2007

1742: David Hume über den Klimawandel

Im Blogbereich des Autorenkollektivs "Achse des Guten" von Michael Miersch liefert Eva Ziessler ein paar bedenkenswerte Anmerkungen zur Beschäftigung mit dem Klimawandel während der Aufklärung:

"Eine durch den Menschen verursachte Klimaerwärmung konstatierte auch schon der schottische Philosoph und Historiker David Hume im Jahre 1742. Der ausgewiesene Kenner antiker Quellen zeigte, dass sich ganz Westeuropa seit der Zeit der Alten Römer signifikant erwärmt hatte: So beschrieb der Dichter Juvenal (1. Jh. n. Chr.) eine abergläubische Magd, die im Winter jeden Morgen zum Tiber geht, ein Loch in das Eis schlägt, um dann zur Läuterung dreimal ins Wasser einzutauchen. Nach Horaz (1. Jh. v. Chr.) sind die Straßen Roms den ganzen Winter lang eis- und schneebedeckt. Heute dagegen, so zitiert Hume einen zeitgenössischen Franzosen, „friert der Tiber in Rom genauso wenig zu wie der Nil in Kairo“ und „die Römer sprechen von einem harten Winter, wenn der Schnee zwei Tage liegen bleibt und sich an einem dem Nordwind ausgesetzten Springbrunnen nachts ein paar kleine Eiszapfen bilden.“
Unbedingt Weiterlesen. Schöner Schluss!
________________________________

Ebenfalls in der "Achse des Guten" zum gleichen Thema:
Gleichschaltung des Wissens
(erschienen in die DIE WELTWOCHE Ausgabe 06/07)

"Wissenschaftler, die an der Rolle des Menschen bei der globalen Erwärmung zweifeln, werden neuerdings als «Klimaleugner» abgekanzelt. Die Temperaturbehörde der Uno gebärdet sich als eine Art Wissensministerium." Mehr...

Montag, 19. Februar 2007

Klimawandel - gegen den Strom

"Das Klima ändert sich. Das ist sicher. Der Mensch hat daran maßgeblichen Anteil. Das ist sehr wahrscheinlich. Dass wir die Änderung aufhalten können werden, ist jedoch höchst unwahrscheinlich. Denn «wir», die Europäer, wir machen nicht einmal ein Zehntel der Weltbevölkerung aus. Was also ist zu tun? Diese Frage stellt sich angesichts des neuen Uno-Klimaberichts und der darin enthaltenen Prognosen erneut."

So beginnt der interessante Artikel zum Klimawandel in Vergangenheit und Gegenwart (NZZ, 16.02.2007) von Josef H. Reichholf, Professor für Zoologie an der Zoologischen Staatssammlung München, der offenbar viel zu Vielem zu sagen hat.

Im März erscheint sein Buch «Eine kurze Naturgeschichte des letzten Jahrtausends» im Frankfurter Verlag S. Fischer.

Montag, 5. Februar 2007

Das Klima vor 15.000 Jahren

Am 31. Januar 2007 stand in Discovery News zu lesen, dass Fulgurite ("Blitzröhren",s. Mineralienatlas) aus der lybischen Wüste auf ein Alter von 15.000 Jahren datiert werden konnten. Und nicht nur das. Rafael Navarro-González, Forscher an der Universidad Nacional Autónoma de México und ein international besetztes Forscherteam haben herausgefunden, dass kleinste eingeschlossene "Blasen" Gase enthalten, die Rückschlüsse auf das Klima vor 15.000 Jahren erlauben.
Der wissenschaftliche Artikel erscheint in der Februarnummer der Zeitschrift Geology.

[via Cronaca]

Donnerstag, 11. Januar 2007

Rätsel der Kugelblitze gelöst?

Antonio Pavão und Gerson Paiva von der Universität von Pernambuco/Brasilien soll es gelungen sein, Kugelblitze zu erzeugen.

Demnächst wollen sie ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Physical Review Letters" veröffentlichen.

Mehr dazu im Spiegel vom 11.01.2006.

Zwar hängt mein Herz mehr an der Geschichte des Blitzableiters in den ersten hundert Jahren nach seiner Erfindung, aber was wäre dieser ohne Blitze? Insofern interessiere ich mich natürlich am Rande auch für alle Arten von Blitzen.
Außerdem mag es den einen oder anderen interessieren, dass ich vor Jahren eine Magisterarbeit zur Wettervorhersage in den Jahren 1750-1850 geschrieben habe. Um diesen Inhalten einen Raum zu geben eröffne ich heute also die Rubrik "Meteorologie".

Nebenbei: Antonio Carlos Pavão é o novo diretor presidente da Associação Brasileira de Centros e Museus de Ciência (ABCMC)

Kulturelle Welten

Dies und das aus der Welt der Kulturvermittlung: etwas über Museen und Ausstellungen, Lichter in der Nacht und was Jörn Borchert sonst noch so ge-, miss- und auffällt. Ein Klick auf den Header bringt Sie zu den neuesten Meldungen. Eine mail an museologie[at]gmx[Punkt]de direkt zu mir.

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Kommentare

Schlafen im Museum
Da bin ich ja mächtig gespannt, was man außer...
Nina (anonym) - 2008-06-30 17:19
Aber, aber...
Lieber GP, dass man in der französischen Diaspora...
Joern Borchert - 2008-06-24 23:32
Sperrgut
Natürlich ist Denken wichtig. Und Erinnern auch....
GP-F (anonym) - 2008-06-23 21:30
Noch nie so viel
In Paris wird diese Ausstellung immer wieder erwähnt,...
Madeleine (anonym) - 2008-06-16 22:50

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