Marketing

Mittwoch, 20. März 2013

Frischer: Museumsportal Berlin

Das Berliner Museumsportal hat seine Seite renoviert.

NEU!

War aber auch an der Zeit...

Freitag, 6. Juli 2012

Viral vital: Copenhagen Phil

Philharmonieorchester haben's zur Zeit nicht eben leicht. Manche sterben in Stille, andere suchen die Öffentlichkeit. Wie zum Beispiel das Copenhagen Phil (Sjællands Symfoniorkester), das in die U-Bahn ging, um Aufmerksamkeit auf sich zu lenken.



Klar, die Tonspur scheint mir, trotz Dementi der Hersteller, ein Fake zu sein. Wahrscheinlich hatten die Macher nicht den Mut, die echte Athmo des Konzerts in der U-Bahn rüberzubringen. Wie schade. Trotzdem: ich mag diese Aktion und dieses Video. Sehr!

Mittwoch, 6. Juni 2012

Gackern oder musizieren? Marketing für Orchester

Mal angenommen, Sie sind zwischen 18 und 35 Jahren alt, interessieren sich wie auch immer für Kultur und sehen dann dieses Video der Philharmonie in Luxemburg:



Würde Sie das wirklich bewegen, ein philharmonisches Konzert in Luxemburg zu besuchen? Mich nicht. Ganz und gar nicht. Aber ich bin ja auch schon 50+ und relativ marketingresistent. Spricht so ein Video vielleicht nicht mich, aber jüngere Besucherkreise an? Angesichts des Angebots an Konzerten?

Kann ich mir kaum vorstellen. Wenn ich ein wildes Huhn sehen will, dann gehe ich auf einen Bauernhof in meiner Umgebung und nicht in die Philharmonie. Ist mein Fazit nach diesem Video. Bitte widersprechen Sie mir, wenn Sie denken, dass meine Rezeptionskanäle verkalkt sind und ich was an meinem Denken tun sollte, um sie wieder frei zu spülen.

Mehr Videos aus dieser Serie: Hier

Sehr viel kürzer, sehr viel besser, weil sehr viel animierender, vor allem aber ehrlicher, finde ich das hier:


(Czech Philharmonic Orchestra)


[Thanks to: sloverlinett + more]

Donnerstag, 13. Oktober 2011

stArtcamp Köln 2011: Nerds für Kultur!

Am 7. Oktober trafen sich mehr als 100 Menschen beim stArtcamp in Köln, um gemeinsam darüber nachzudenken, welche Bedeutung die sozialen Medien (Twitter, Facebook etc.) für die Entwicklung unserer Kultur und unserer altehrwürdigen Kultureinrichtungen haben könnten.

Gute Nummer!

Aus meiner Sicht war das eine höchst interessante Veranstaltung. In mehrfacher Hinsicht.

Zunächst einmal war das für mich die erste Veranstaltung, die à la Barcamp ausgerichtet wurde. Soll sagen: Ich wusste nicht, was mich erwartete, als ich mich anmeldete. Klar war nur, dass ich auf die treffen würde, die kulturell twittern, bei Facebook aktiv sind und davon überzeugt sind, dass die sozialen Medien etwas zur Entwicklung unserer Museen und anderer Kultureinrichtungen beitragen können.

Das Veranstaltungsformat "Barcamp", das will ich betonen, gefiel mir sehr. Es ist ein Format, dass keine Langeweile aufkommen lässt. Ist ja bei anderen Tagungen oft anders. Beim Barcamp ist dauernd Bewegung drin, da kommt keine Müdigkeit auf. Ein Veranstaltungsformat, dass viel häufiger benutzt werden sollte. Auch bei sog. wissenschaftlichen Tagungen.

Schön auch, sich mal mit Menschen auszutauschen zu können, die nicht verbergen müssen (oder wollen), gerne im Internet unterwegs zu sein. So verpönt das Internet unter den alten Bildungsbürgern ist, so interessant fand ich es, mal auf junge Bildungsbürger zu treffen, die keinen Hehl daraus machten, internetaffin zu sein. Menschen mit frischen Ideen! Mehr als 100 Nerds, die sich für Kultur interessieren. Klasse Nummer!

Da ich der bin, der ich bin, habe ich auch etwas zu meckern:
Ich fand es sehr schade, dass beim stArtcamp nur wenige Vertreter von etablierten Kulturinstitutionen vertreten waren. Von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, waren nicht einmal die Öffentlichkeitsarbeiter der Kulturinstitutionen der näheren Umgebung vertreten.

Wenn die hinterm Mond leben wollen - Wieso? Weshalb? Warum?

Interessierte sie das Thema nicht? War die Tagung zu preiswert? Passt das Internet nicht zu der Kultur, die sie befördern wollen? Haben sie nicht verstanden, welche Bedeutung soziale Medien heute haben? Sind sie nur arrogant und doof? Das kann nicht sein. Das will ich nicht glauben.

Die nächste Chance, etwas über das Web2.0 zu lernen, gibt es bei der stArtconference 2011 in Duisburg.

Für's Sterben müssen Sie nichts tun. Für's Überleben schon! Die Museen, Theater, Opernhäuser und freien Kultureinrichtungen. Vor allem die, die sich viel zu sehr selbst genug sind.

Arsch hoch! Publikum glücklich machen. Mit guten Angeboten und dem, was das Netz möglich macht, Interesse erzeugen. Mit guten Ideen. Ideen, die keine klugen Worte brauchen, um zu überzeugen. Das geht auch auf Deutsch!

Noch nie, war das so einfach wie heute!

Lesetipp: Christian Henner-Fehr:
stArtcamp11: Homepage

Mittwoch, 5. Mai 2010

Claude Kuhn kann's: Plakate, die begeistern

Meistens entgeistern mich Museumsplakate mehr, als dass sie mich begeistern.

Bei Claude Kuhn ist das anders. Kann man ein besseres Plakat für eine Museumsnacht gestalten als das hier?

Claude Kuhn Bern

Wohl kaum. Der Mann haut mich aus den Pantoffeln. Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn selbst zu Boxkämpfen findet er Bilder, die wie die Faust aufs Auge passen. Besser noch sind seine Bildideen, die erst auf den zweiten Blick zur beworbenen Veranstaltung passen.

Schauen Sie zum Beispiel mal hier oder hier, was der sonst noch kann.

Der ist so gut, dass er weder einen Eintrag bei Wikipedia noch eine eigene Homepage nötig hat. Jedenfalls habe ich nichts gefunden.

(Falls möglich oder nötig, bitte ich um Korrektur.)


via boingboing

Mittwoch, 14. April 2010

Soldaten an die Kunst!

"Und wat fürn Museum sind Sie?", knurrt der Wachmann am Tor. Es ist ja auch ein recht buntes Völkchen, das sich an diesem sonnigen Mittag auf das Gelände der Berliner Julius-Leber-Kaserne begibt: Kunstliebhaber, Galeriedirektorinnen, Kulturlobbyisten. Verantwortlich dafür ist der Wehrbeauftragte des Bundestags, Reinhold Robbe (SPD), der kurz vor dem Ende seiner Amtszeit ein, wie er sagt, "ungewöhnliches" Projekt angezettelt hat. Auf den Fluren der deutschen Kasernen sollen demnächst Museumsplakate hängen. Soldatinnen und Soldaten sollen nach Dienstschluss in den "Freizeitbüros" der Bundeswehr auch Museumsführungen buchen können. "Kultur in die Kasernen" heißt die Initiative, die mit geladenen Gästen und Sekt der Hauptstadtpresse vorgestellt wird.

Wenn das man gut geht.

Gelesen in der taz am 13.04.10

Montag, 2. März 2009

Wie vermarktet man eine Ausstellung? - Gespräch mit Max Hollein

Die Zeiten sind vorbei, wo allein eine fein gedrechselte Dissertation zur Kunstgeschichte als Qualifikation ausreichte, um Direktor eines großen Museums zu werden. Max Hollein etwa, der Herr über Städel, Schirn und Liebighaus, hat neben der Kunstgeschichte BWL studiert. Das war nicht blöd.

Auf die Frage, wie man eine Ausstellung vermarktet, antwortet er: "Wegen des schlecht ausgestatteten Werbeetats am besten mit Guerrilla-Marketing."

Für die, die nicht wissen, was das ist, gibt er Beispiele:
"Sie machen Aktionen, die kaum etwas kosten, aber viel Aufmerksamkeit erregen. Bei der Cranach-Ausstellung im Städel haben wir zum Beispiel alle Apotheken und Copyshops mit Postern ausgestattet, weil Cranach selbst eine Apotheke und eine Druckerei betrieben hat. Und wir haben die Bewohner der vielen Cranachstraßen in Deutschland mit einem Brief eingeladen. Für eine andere Ausstellung in der Schirn, die sich mit grotesker Kunst beschäftigt hat, haben wir eine Kampagne gemacht, deren Kernstück eine fingierte Bürgerinitiative war, die gegen die Ausstellung protestiert hat."

Ob ich es einmal erleben darf, für einen solchen Direktor arbeiten zu dürfen? Die Chance ist gering, denn solche Kerle sind zwar häufig in den Feuilletons anzutreffen, doch nur selten in der musealen Landschaft, zu der ich einen Zugang habe. Ich gebe die Hoffnung nicht auf und rufe weiter laut im dunklen Wald.

Den ganzen Artikel finden Sie in der FAZ vom 28.02.2009.

Freitag, 6. Februar 2009

Sergey Tyukanov weiß, wie man Kunst im Web präsentiert

Und nicht nur das. Er kann auch malen und zeichnen. Und wie! Kunsthistoriker werden an Bosch denken, Kinder an Wimmelbilder. Begeistert dürften alle von seinem Webauftritt sein.

Sergey Tyukanov

Bilder, die dazu anregen, hinzusehen. Mal zum Schmunzeln, mal zum Nachdenken anregen. Und weil Sergey Tyukanov nicht blöd ist und es versteht Begehrlichkeiten zu wecken, können Sie die Kunstwerke auf Ihrem PC abspeichern und auch ausdrucken.

Wenn Sie in einem Museum arbeiten, dann denken Sie doch einmal darüber nach, ob Sie von ihm nicht etwas lernen können.
Reiche Ernte fährt der ein, der mit dem Saatgut nicht geizt. Oder etwa nicht?

Setzen Sie dem Wasserzeichen-Blödsinn ein Ende und machen Sie etwas aus Ihrer Institution. Verschenken Sie, was Sie können - und lassen Sie sich anschließend reich dafür belohnen.

Sollten Sie noch nicht auf's Bild geklickt haben, dann kommen Sie hier auf die Seite von Sergey Tyukanov.

Sonntag, 18. Januar 2009

Diplomarbeit von Karin Janner: Das Internet in der Kommunikationspolitik von Kultureinrichtungen - neue Ideen und Best-Practice-Beispiele

Jaja, keine Kohle für Kultur. Dieses Gejammer kennen wir schon seit vielen Jahren, Jahrzehnten.

So freut es mich, dass Karin Janner eine Diplomarbeit geschrieben hat, die aufzeigt, wie sich Kultureinrichtungen besser vermarkten und so ihren Beitrag dazu leisten können, unser Gesellschaftssystem am Laufen zu halten. Kommerziell und intellektuell.

Das Abstract zu Ihrer Diplomarbeit:
"Die Finanzen der öffentlichen Kassen sind knapp - Kürzungen im Kulturbereich sind die Folge. Darüber hinaus hat sich die Konkurrenzsituation von Kulturangeboten verschärft – ein erweiterter Kulturbegriff und die zunehmende Erlebnisorientierung der Gesellschaft tragen zu einer Fülle an Unterhaltungsmöglichkeiten bei, die um die Freizeit der Kulturbesucher wetteifern.

Obwohl unter Kulturschaffenden immer noch Vorbehalte gegen Marketing bestehen sind Kultureinrichtungen nun gezwungen, sich verstärkt mit diesem Thema auseinander zu setzen - „Marketing is no longer an option: it`s a survival tool“, stellt Ruth Rentschler in Ihrem Buch „Museum Marketing“ fest.

Marketing hilft einem Kulturangebot, seine Ziele zu erreichen – dabei kommen Maßnahmen aus den Bereichen der Leistungs-, Preis-, Kommunikations-, Distributions- und der Servicepolitik zum Einsatz. Die Methoden und Instrumente des Marketing verändern sich laufend, und in letzter Zeit gewinnt das Internet immer mehr an Bedeutung - besonders in der Kommunikationspolitik.

Die Selbstdarstellung auf einer Internetseite ist mittlerweile bei Kultureinrichtungen üblich. Das Internet, das anfangs als reines Informationsmedium genutzt wurde, entwickelt sich aber immer weiter in Richtung Interaktion und Partizipation.

Wie können Kultureinrichtungen diese Entwicklungen für ihre Marketingkommunikation nutzen? Welche neuen Möglichkeiten ergeben sich dadurch für den Austausch mit den Anspruchsgruppen, die Besucherbindung oder die Pflege des Freundeskreises? Wie können sie Werkzeuge des „Web 2.0“ einsetzen, um ihren Bekanntheitsgrad zu steigern? Und welche Risiken gibt es zu beachten? Mit diesen Fragen werde ich mich in meiner Diplomarbeit beschäftigen.

Im ersten Teil der Arbeit sollen Grundlagen des Marketing erläutert und Begriffe geklärt werden. Anschließend werde ich Entwicklung und Trends des Internet skizzieren und die Besonderheiten des Mediums Internet aufzeigen, die es zu beachten gilt, wenn man Online-Marketing betreiben möchte.

Nach einer kurzen Darstellung des Status Quo im Kulturbereich folgen Ideen und praktische Beispiele für ein innovatives Online Kulturmarketing. Kultureinrichtungen stehen hier noch am Anfang ihrer Möglichkeiten, es gibt aber bereits einige Vorreiter, die mit dem einen oder anderen Werkzeug experimentieren. Nicht jede Internet-Anwendung ist aber für jeden Kulturbetrieb geeignet, und neben den Chancen, die sich durch den Einsatz des Internet im Markting ergeben, sind auch Risiken zu bedenken, die ich erläutern werde.
Den Abschluss bildet ein Blick in die Zukunft: Was wird in den nächsten Jahren im Online-Marketing passieren? Wie können Kultureinrichtungen diese Entwicklungen für sich nutzen?

Das Internet verändert sich rasch, und für Kulturbetriebe ist es schwer, den Überblick zu bewahren und herauszufiltern, welche Werkzeuge nun für sie geeignet sind.
Die Ziele der vorliegenden Diplomarbeit sind, die vielen neuen Möglichkeiten, die es im Online-Marketing gibt, in eine überschaubare Form zu bringen, sie auf Praxistauglichkeit und Einsatzgebiete im Kulturbereich zu überprüfen, Chancen und Risiken der Anwendung abzuwägen und Potenziale für die Zukunft aufzuzeigen."


Sicher hat es etwas damit zu tun, dass Karin Janner es ernst meint mit der Popularisierung von Kultur, dass Sie Ihre Diplomarbeit unter einer CC-Lizenz zum kostenfreien Download anbietet.

Hier finden Sie ihre Arbeit: "Das Internet in der Kommunikationspolitik von Kultureinrichtungen." (pdf, 122 Seiten)

Ich finde eine Publikation in dieser Form bemerkenswert. In einer Republik der Knickerer und Knauserer aka BRD. So geht's weiter! In eine Zukunft, in der auch Idealismus noch einen Platz hat. Danke Karin!

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Neu in der Blogroll: kulturmarketing.wordpress.com


Copyright: flickr/openthreads

Vor ein paar Wochen haben sich ein paar Leute zusammengetan, die der Ansicht sind, dass Museen und Theater mehr Freund und Besucher fänden, wenn sie mehr dafür täten, dass Besucher per Mundpropaganda Noch-nicht-Besuchern empfählen, diese oder jene kulturelle Institution doch auch einmal zu besuchen. Einfach dadurch, dass sie mehr auf die Bedürfnisse und Wünsche der Besucher eingehen.

Bald war die Idee geboren, ein neues Blog aus der Taufe zu heben und es entstand kulturmarketing.wordpress.com. Ein Gemeinschaftsblog also, dass umso interessanter wird, je mehr daran mitarbeiten. Auch Sie sind herzlich dazu eingeladen, "Admin" zu werden, Ideen beizusteuern, Best-Practice Beispiele zu posten oder einfach nur einen Kommentar abzugeben. Egal ob Sie Mitarbeiter einer Kultureinrichtung sind oder einfach ein Besucher, der weiss, welche Serviceleistung ihm im Museum, der Oper oder im Theater  Freude machen würde.

Wenn Sie also Ideen haben, wie man kulturelle Veranstaltungen  unkonventionell in aller Munde bringen und Nicht-Besucher zu Besuchern machen könnte, dann freuen wir uns über Ihren Beitrag. Nur keine Hemmungen!

Futterkiste

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museologie(at)gmx.de

Kommentare

Danke sehr!
Danke sehr!
Joern Borchert - 2015-01-14 00:42
Toller Artikel!
Hallo Herr Borchert, ich fand den Artikel sehr interessant. Herzlichen...
Perfectrix - 2014-11-20 09:37
Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50

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