KAH

Donnerstag, 5. Juli 2012

Will sich Robert Fleck (KAH) ein Denkmal setzen?

Unter uns: Wenn mir gerade mitgeteilt worden wäre, dass mein Vertrag nicht verlängert wird, weil ich die von mir geleitete Kunsthalle zum Kunstbasar habe verkommen lassen und ich es nicht wagte, mal was Eigenes auf die Beine zu stellen, dann würde ich mich in mein Büro verkriechen, möglichst unaufffällig sein wollen und mir den Tag herbeiwünschen, wo ich endlich gehen darf, um mir weitere Peinlichkeiten zu ersparen. Angestellte in niederen Rängen würden sogar vielleicht zum Hausarzt gehen und sich erst einmal auf unbestimmte Zeit krankschreiben lassen.

Robert Fleck, der noch geduldete Intendant der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepuplik Deutschland (KAH), tickt da offenbar anders. Anlässlich der "Grothe-Anselm-Walter-Kiefer-Smerling" Marketing-Aktion kassierte er von seinem Dienstherren die Mitteilung, dass er ab Ende 2013 woanders maggeln darf. Jeder seriös denkende Mensch würde das als Schlag ins Gesicht empfinden. Robert Fleck nicht. Er zieht sich nicht zurück oder deutet - wie auch immer - an, dass er verstanden hat, warum er wegen der Grothe-Kiefer-Ausstellung sanft entlassen wurde. Nein, er macht einfach weiter.

Nun plant er auf dem Platz zwischen Kunst- und Ausstellungshalle ab September zwei Skulpturen Anselm Kiefers aufzustellen. Zwei Türme von denen, die hier in dem Film von Sophie Fiennes zu sehen sind. Für die Dauer von fünf Jahren (mehr im GA)

Mal abgesehen davon, dass mir die Dinger gut gefallen, treiben ihn Trotz, Doofheit oder Walter Smerling zu diesem Vorschlag? Unmittelbar nachdem er eine Backpfeife aus Berlin bekam.

Ist Walter Smerling (mit seinen Mannen) mehr als bloß Kurator der kritisierten Kiefer-Ausstellung?
Robert Fleck ist zu intelligent, um nicht zu sehen, dass ein solcher Vorschlag zum jetzigen Zeitpunkt Argwohn hervorrufen muss und bei der interessierten Öffentlichkeit nicht besonders gut ankommt.

Doch warum wagt er mit diesem Vorschlag zum völlig falschen Zeitpunkt das Risiko, als ehrenhafter Zeitgenosse und Intendant nun völlig auszubrennen? Muss man Österreicher sein, um verstehen zu können, was diese Eingabe bei der Stadt Bonn jetzt bedeuten soll? Dass er sich auf dem Museumsplatz mit Kiefer ein Denkmal für sein Scheitern setzen will, kann ich mir kaum vorstellen. Oder doch?

Bitte um weitere Erklärungen!

Samstag, 3. Januar 2009

Bonn: Aus der neueren Mythologie - Wilfried G. hat Probleme

Glaubte man der Presse, dann müsste WG, der ehemalige Geschäftsführer der Kunst- und Ausstellungshalle, im vergangenen Jahr eigentlich ganz zufrieden gewesen sein. Immerhin schien es ihm nach seiner Entlassung recht bald gelungen zu sein, in Bonn zwei Kaffeehäuser auf den Weg zu bringen. Allem Anschein nach erfolgreich.

Doch heute lese ich im General-Anzeiger, dass Schein und Realität auch in diesem Fall nicht deckungsgleich waren. G. & Co. mussten Insolvenz anmelden. Zugesagte Kredite der Förderbank NRW wurden dann doch nicht gegeben, weil angeblich aus Berlin intrigiert worden ist. Nachwehen seiner Tätigkeit in der KAH. Schlimmer noch: Psychische Probleme in Koppelung mit den Folgen einer Borreliose zwingen ihn nun für mehrere Wochen ins Krankenhaus. Tragische Geschichte.

Sicher haben die Fakten, die ich in diesem Beitrag geschildert habe, nicht zur Verbesserung seiner Gesundheit beigetragen.

Ich schlage vor, dass man in der Kunst- und Ausstellungshalle demnächst mal eine Ausstellung über Dädalus und Ikarus präsentieren sollte. Bestimmt könnte die KAH so ein paar Sympathiepunkte zurückgewinnen. Rheinländer haben schließlich Humor. Zumindest behaupten sie das.

Ich würde gerne das Konzept dazu schreiben. Natürlich mit einem Bereich, der auch zeitgenössische Fälle behandelte. Neben der KAH gäben zumindest die Telekom und die Deutsche Post genug Stoff her, um spannende Geschichten von erträumten Höhenflügen und realen Abstürzen zu erzählen. Oder?

Sonntag, 28. Dezember 2008

Bonn: Kunst- und Ausstellungshalle richtet Planerdatenbank ein

Um zukünftig im Rahmen von Angebotsabfragen oder Auftragsvergabeverfahren zielgenauer die Anbieter von Planungsdienstleistungen ansprechen zu können, richtet die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH (KAH) eine Planerdatenbank/Planerpool ein. Mit der Erstellung dieser Datenbank ist das Büro compar - strategien für architektur und städtebau - beauftragt worden.

"Bei den Ausstellungen in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland (KAH) handelt es sich um Gemälde-, Fotografie-, Skulpturen-, Wissenschafts- und sonstige Kulturausstellungen (zumeist Vitrinen-Ausstellungen)."

Firmen, die Dienstleistungen zur Vorbereitung und Durchführung von Ausstellungen anbieten, wie etwa Ausstellungsgestalter, Innenarchitekten, Vitrinenbauer etc., sollten bis zum 18.Januar 2009 ihre Referenzunterlagen oder besser noch den bereitgestellten Referenzbogen ausfüllen und an folgende Adresse senden:

compar – strategien für architektur und städtebau –
Dipl.-Ing. Architektin Sandra Trelle
Schönhauser Straße 15
44135 Dortmund
Tel.: +49-(0)2 31-18 91 237
FAX: +49-(0)2 31-18 91 266
Symbol für Emailadresse office@comp-ar.de
www.comp-ar.de

Mehr hier.

Freitag, 17. Oktober 2008

Kunst- und Ausstellungshalle: Was war da eigentlich los?

Vor acht Tagen konnten wir im General-Anzeiger lesen, dass die zum Ende 2007 ausgesprochene Kündigung WJ, Ex-Intendant der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn (KAH), zurückgenommen und dieser weiter beschäftigt werden müsse. Nicht unbedingt als Intendant, aber auf einer "angemessenen Position". Das hat jeweils das Oberlandesgericht Köln so entschieden. Die Urteilsbegründung gibt es am 30. Oktober.

Heute haben wir auch den General-Anzeiger gelesen. Dort berichtet der kaufmännische Geschäftsführer, Bernhard Spies, dass die KAH knapp an der Insolvenz durch Überschuldung vorbeigeschrammt sei, da man in den letzten Jahren offenbar auf ein Kosten-Controlling verzichtet habe. Als Spies Anfang des Jahres seinen Posten antrat, fand er etwa offene Rechnungen in Höhe von ungefähr 800.000 Euro vor, von denen mangels schriftlicher Unterlagen niemand sagen konnte, worauf sie sich gründeten. Andere Beträge seine falsch abgerechnet worden und auch Rückstellungen für Vorruhestandsregelungen in Höhe von 500.000 Euro waren nachträglich vorzunehmen. Alles in Allem geht die KAH nun mit einem Verlustvortrag von 2,5 Millionen Euro ins neue Geschäftsjahr. Der weitere Betrieb der KAH ist jedoch gewährleistet, weil der Bund zugestimmt hat, die aufgelaufenen Schulden über mehrere Jahre abzubauen. Mehr dazu lesen Sie im General-Anzeiger vom 17.10.2008.

Ende des Jahres soll das Haus einen neuen Intendanten bekommen. Ihn erwartet keine leichte Aufgabe. Denn außer den Schulden ist er auch mit einem erheblichen Besucherrückgang konfrontiert, der durch Ausstellungen hervorgerufen wurde, die noch WJ ins Haus geholt hat. Vorausgesetzt die Besucherstatistiken der J-Jahre kamen auf korrekte Weise zustande.
Es wird Jahre dauern, bis die KAH wieder auf soliden Beinen stehen und Besucher zurückgewonnen haben wird.

Freitag, 27. Juni 2008

Kunst- und Ausstellungshalle erhöht Eintrittspreise

Während andernorts der freie Eintritt für Museumsbesucher erprobt wird, hebt die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zum 22. August ihre Eintrittspreise kräftig an.

Besonders heftig trifft es die Familien. Bisher zahlten sie elf Euro, um alle gleichzeitig laufenden Ausstellungen der Halle zu sehen. Zukünftig sollen sie dafür 24,50 Euro berappen.

Im GA kommentiert der kaufmännische Geschäftsführer der Bundeskunsthalle, Bernhard Spies, das so: "Bei der Festlegung der neuen Preise ging es darum, sowohl die Kostenentwicklung bei der Ausstellungsplanung angemessen zu berücksichtigen als auch unseren Besuchern weiterhin einen bezahlbaren Ausstellungsbesuch zu ermöglichen".

Nun ja, der "Kostenentwicklung bei der Ausstellungsplanung" könnte vielleicht entgegengewirkt werden, indem man Ausstellungen nicht nur einkauft, sondern selber welche produzierte. Vielleicht sogar solche, die spannender wären als die, die in letzter Zeit präsentiert werden. Da wechseln zwar die Themen, aber das Ausstellungsdesign bleibt eigentlich gleich. Eine Freundin meinte letztens: "Eine gesehen. Alle gesehen." Recht hat sie und ich frage mich, warum man überhaupt die Ausstellungsarchitekturen immer wieder neu baut, ohne das Erscheinungsbild zu verändern. Egal ob die Objekte aus Japan, Ägypten oder dem Mittelalter stammen, alle Ausstellungen sehen eigentlich gleich aus. Man könnte die Speerholzarchitektur und die Glassärge doch einfach stehen lassen und jeweils andere Objekte draufnageln oder in ihnen zur Schau stellen. Das würde sicher Kosten sparen.

Nein, der eingeschlagene Weg ist der falsche Weg. Erfolgreiche Ausstellungsarbeit sieht anders aus. Man verbessert die Bilanz eines Ausstellungshauses nicht dadurch, dass man die Eintrittspreise saftig erhöht und Ausstellungen zeigt, die vorher schon in Berlin oder Paris zu sehen waren. Man verbessert sie, indem man den Interessen und Wünschen des Publikums besser entgegenkommt und Ausstellungen macht, die etwas ganz Besonderes sind. Einmalige Erlebnisse, die eine lange Anreise lohnend erscheinen lassen, an die man sich lange erinnert - und die man seinen Freunden und Bekannten weiterempfiehlt.

Quellen:
+Generalanzeiger
+Kunst- und Ausstellungshalle (alle neuen Eintrittspreise unter "Besucherinfo")

Dienstag, 29. April 2008

KAH: Backstage

Auch wenn um die Kunsthalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn inzwischen Ruhe herrscht, sehr viel Ruhe, wird hinter der Bühne weiter gefochten.

Nun hat der Münchner Rechtsanwalt Johannes Wasmuth Klage gegen den Bundesrechnungshof eingereicht. Es geht um die Prüfung der KAH-Finanzen, die letztlich dazu führte, dass G unter die Gastronomen gegangen ist und J heute wohl als Privatier die schöne Aussicht auf den Drachenfels genießt.

Mehr dazu lesen Sie im General-Anzeiger vom 29.04.2008.

Donnerstag, 17. Januar 2008

KAH: WJ Kündigung...

war rechtens. Das entschied das Bonner Landgericht heute. Als Geschäftsführer einer GmbH war er entgegen seiner Meinung durchaus kündbar. J kündigte Rechtsmittel gegen das Urteil an.

Mehr dazu in der Aachener Zeitung und vor allem im Kölner Stadt-Anzeiger.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

KAH: G - ein Mann sieht rot

WG, der ehemalige Geschäftsführer der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland plant, den Bundesrechnungshof wegen Rufmordes zu verklagen. Der Bundesrechnungshof bezeichnet allerdings den Inhalt des Schreibens, das Gs Rechtsanwalt ihm geschickt hat, als "stillos, beleidigend und ohne jegliche Grundlage".

Das alles lesen wir schon vor der Karnevalssession im General Anzeiger, nämlich hier und da.

Da hierzulande ja schlechte Arbeit generell mit hohen Abfindungen belohnt wird, würde mich interessieren, auf welche Summe Herr G aus ist. Außerdem frage ich mich langsam, wer derartige Meldungen überhaupt an die Presse bringt? War es diesem Fall der Bundesrechnungshof, G oder sein Rechtsanwalt? Wer hat davon den größten Nutzen?

Samstag, 1. September 2007

KAH: G hat noch immer keine Ahnung,

was man ihm vorwerfen könnte.
Lesen wir heute im General-Anzeiger.

Freitag, 17. August 2007

KAH: WJs Klage

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen WJ und WG wegen des Verdachts der Untreue sowie der Vorteilsgewährung und -annahme. Während G als Oberamtsrat in den Schoß der Stadt Bonn zurückkehrt, klagt WJ gegen seine Kündigung.

Mehr dazu im General-Anzeiger.

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museologie(at)gmx.de

Kommentare

Danke sehr!
Danke sehr!
Joern Borchert - 2015-01-14 00:42
Toller Artikel!
Hallo Herr Borchert, ich fand den Artikel sehr interessant. Herzlichen...
Perfectrix - 2014-11-20 09:37
Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50

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