KAH

Freitag, 27. Juni 2008

Kunst- und Ausstellungshalle erhöht Eintrittspreise

Während andernorts der freie Eintritt für Museumsbesucher erprobt wird, hebt die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zum 22. August ihre Eintrittspreise kräftig an.

Besonders heftig trifft es die Familien. Bisher zahlten sie elf Euro, um alle gleichzeitig laufenden Ausstellungen der Halle zu sehen. Zukünftig sollen sie dafür 24,50 Euro berappen.

Im GA kommentiert der kaufmännische Geschäftsführer der Bundeskunsthalle, Bernhard Spies, das so: "Bei der Festlegung der neuen Preise ging es darum, sowohl die Kostenentwicklung bei der Ausstellungsplanung angemessen zu berücksichtigen als auch unseren Besuchern weiterhin einen bezahlbaren Ausstellungsbesuch zu ermöglichen".

Nun ja, der "Kostenentwicklung bei der Ausstellungsplanung" könnte vielleicht entgegengewirkt werden, indem man Ausstellungen nicht nur einkauft, sondern selber welche produzierte. Vielleicht sogar solche, die spannender wären als die, die in letzter Zeit präsentiert werden. Da wechseln zwar die Themen, aber das Ausstellungsdesign bleibt eigentlich gleich. Eine Freundin meinte letztens: "Eine gesehen. Alle gesehen." Recht hat sie und ich frage mich, warum man überhaupt die Ausstellungsarchitekturen immer wieder neu baut, ohne das Erscheinungsbild zu verändern. Egal ob die Objekte aus Japan, Ägypten oder dem Mittelalter stammen, alle Ausstellungen sehen eigentlich gleich aus. Man könnte die Speerholzarchitektur und die Glassärge doch einfach stehen lassen und jeweils andere Objekte draufnageln oder in ihnen zur Schau stellen. Das würde sicher Kosten sparen.

Nein, der eingeschlagene Weg ist der falsche Weg. Erfolgreiche Ausstellungsarbeit sieht anders aus. Man verbessert die Bilanz eines Ausstellungshauses nicht dadurch, dass man die Eintrittspreise saftig erhöht und Ausstellungen zeigt, die vorher schon in Berlin oder Paris zu sehen waren. Man verbessert sie, indem man den Interessen und Wünschen des Publikums besser entgegenkommt und Ausstellungen macht, die etwas ganz Besonderes sind. Einmalige Erlebnisse, die eine lange Anreise lohnend erscheinen lassen, an die man sich lange erinnert - und die man seinen Freunden und Bekannten weiterempfiehlt.

Quellen:
+Generalanzeiger
+Kunst- und Ausstellungshalle (alle neuen Eintrittspreise unter "Besucherinfo")

Dienstag, 29. April 2008

KAH: Backstage

Auch wenn um die Kunsthalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn inzwischen Ruhe herrscht, sehr viel Ruhe, wird hinter der Bühne weiter gefochten.

Nun hat der Münchner Rechtsanwalt Johannes Wasmuth Klage gegen den Bundesrechnungshof eingereicht. Es geht um die Prüfung der KAH-Finanzen, die letztlich dazu führte, dass Gatzweiler unter die Gastronomen gegangen ist und Jacobs heute wohl als Privatier die schöne Aussicht auf den Drachenfels genießt.

Mehr dazu lesen Sie im General-Anzeiger vom 29.04.2008.

Donnerstag, 24. Januar 2008

Herr Gatzweiler, eine Schale Gold, bitte!

Der vor acht Monaten entlassene kaufmännische Geschäftsführer der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik (KAH), Wilfried Gatzweiler, will im April in der Bonner Innenstadt ein Wiener Kaffeehaus eröffnen. Ab Mitte Februar lässt er dafür das China-Restaurant "Shanghai" am Bonner Sterntor umbauen.

Na, da wissen wir doch wenigstens, wo wir im April nach Dienstschluss die Bonner Museumsratten antreffen werden. Ich bin bestimmt auch dabei.

Gelesen im General-Anzeiger vom 24.02.2008

Donnerstag, 17. Januar 2008

KAH: Wenzel Jacobs Kündigung...

war rechtens. Das entschied das Bonner Landgericht heute. Als Geschäftsführer einer GmbH war er entgegen seiner Meinung durchaus kündbar. Jacob kündigte Rechtsmittel gegen das Urteil an.

Mehr dazu in der Aachener Zeitung und vor allem im Kölner Stadt-Anzeiger.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

KAH: Gatzweiler - ein Mann sieht rot

Wilfried Gatzweiler, der ehemalige Geschäftsführer der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland plant, den Bundesrechnungshof wegen Rufmordes zu verklagen. Der Bundesrechnungshof bezeichnet allerdings den Inhalt des Schreibens, das Gatzweilers Rechtsanwalt ihm geschickt hat, als "stillos, beleidigend und ohne jegliche Grundlage".

Das alles lesen wir schon vor der Karnevalssession im General Anzeiger, nämlich hier und da.

Da hierzulande ja schlechte Arbeit generell mit hohen Abfindungen belohnt wird, würde mich interessieren, auf welche Summe Herr Gatzweiler aus ist. Außerdem frage ich mich langsam, wer derartige Meldungen überhaupt an die Presse bringt? War es diesem Fall der Bundesrechnungshof, Gatzweiler oder sein Rechtsanwalt? Wer hat davon den größten Nutzen?

Dienstag, 23. Oktober 2007

KAH: Krisenmanagement sieht anders aus

Dr. Bernhard Spies tritt die Nachfolge von Wilfried Gatzweiler an und ist ab dem 1.1. 2008 der neue kaufmännische Geschäftsführer der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland.

Er scheint wahrhaftig der Nachfolger Gatzweilers zu sein, denn auch er flog nach Recherchen des Express aus seinem Amt als Geschäftsführer der IGA 2003 in Rostock. Laut einem vertraulichen Schriftstück, das dem Express vorliegen soll, angeblich wegen der Vergabe von Aufträgen in Höhe von etwa 600.000 Euro ohne vorhergehende Ausschreibungsverfahren.

Ich hätte von der Gesellschafterversammlung und dem Kuratorium der Kunst- und Ausstellungshalle eine umsichtigere Wahl erwartet.

Mehr dazu im EXPRESS
vom 22.10 und in der Ausgabe vom 23.10.

Der General-Anzeiger bemüht sich um Wogenglättung.

Samstag, 1. September 2007

KAH: Gatzweiler hat noch immer keine Ahnung,

was man ihm vorwerfen könnte.
Lesen wir heute im General-Anzeiger.

Hermann Schäfer: Strafanzeige wegen Geburtstagsfeier

Der Münchner Rechtsanwalt Dr. Johannes Wasmuth hat beim Landgericht Bonn wegen des Verdachts der Untreue Strafanzeige gegen Prof. Hermann Schäfer gestellt. Er legt dem ehemaligen Präsidenten der Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik und jetzigen Stellvertreter des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien sowie Kuratoriumsvorsitzenden der Kunst- und Ausstellungshalle (KAH) zur Last, dass er die Party zu seinem 60. Geburtstag ganz oder teilweise vom Haus der Geschichte habe bezahlen lassen. Wasmuth stützt sich dabei auf detaillierte Informationen, die er angeblich von einem Mitarbeiter des Hauses der Geschichte in Bonn bekommen hat...

Langsam drängt sich die Frage auf, wer alles jenseits der Auseinandersetzungen um die KAH Interesse daran hat, Hermann Schäfer kurz vor seinem 65. Geburtstag persönlich zu schaden. Und warum?

Mehr dazu im General-Anzeiger und im Express.

Freitag, 17. August 2007

KAH: Wenzel Jacob's Klage

Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen Wenzel Jacob und Wilfried Gatzweiler wegen des Verdachts der Untreue sowie der Vorteilsgewährung und -annahme. Während Gatzweiler als Oberamtsrat in den Schoß der Stadt Bonn zurückkehrt, klagt Wenzel Jacob gegen seine Kündigung.

Mehr dazu im General-Anzeiger.

Dienstag, 14. August 2007

KAH: Kellnerin belastet Schäfer

Nun mischt sich via Express eine Kellnerin ins Geschehen ein und wirft dem Kuratoriumsvorsitzenden Prof. Hermann Schäfer und anderen - aber nicht genannten - Personen vor, sich in der KAH der Völlerei hingegeben zu haben, ohne dafür einen Cent zu zahlen. Nicht einmal Trinkgeld sollen sie gegeben haben. Tssssssssss....

Und wenn es nicht die Temperaturen sind, so wissen wir wenigstens durch dieses Sommerlochfüllsel, dass es Sommer sein muss.

Kulturelle Welten

Dies und das aus der Welt der Kulturvermittlung: etwas über Museen und Ausstellungen, Lichter in der Nacht und was Jörn Borchert sonst noch so ge-, miss- und auffällt. Ein Klick auf den Header bringt Sie zu den neuesten Meldungen. Eine mail an museologie[at]gmx[Punkt]de direkt zu mir.

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Kommentare

Schlafen im Museum
Da bin ich ja mächtig gespannt, was man außer...
Nina (anonym) - 2008-06-30 17:19
Aber, aber...
Lieber GP, dass man in der französischen Diaspora...
Joern Borchert - 2008-06-24 23:32
Sperrgut
Natürlich ist Denken wichtig. Und Erinnern auch....
GP-F (anonym) - 2008-06-23 21:30
Noch nie so viel
In Paris wird diese Ausstellung immer wieder erwähnt,...
Madeleine (anonym) - 2008-06-16 22:50

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