Ich über mich

Montag, 1. Juli 2013

Mein erstes Konzert: Les Humphries in Stadthagen

Da stöbere ich durch meine Fotomappen und finde die Eintrittskarte zum ersten Konzert, wo ich jemals gewesen bin.

Mei, war das aufregend. Das erste Konzert.

Ich erinnere mich noch gut daran, dass zumindest Roger P. und Achim B. dabei waren und wie aufgeregt wir kleinen Knirpse damals waren. Zumindest meine Erwartungen wurden damals voll befriedigt.

Samstag, 1. Juni 2013

#Blogstöckchen? Mal gucken, wie das schmeckt

Was einmal mit der Neugier auf die sozialen Medien anfing, inzwischen fast zum Alltag gehört, entwickelt sich nun zu einer Beschäftigung, die mich nervös macht. Denn dieser Tage warf mir die @kulturtussi über ihren Blog ein #Blogstöckchen zu. Was das sein soll, wird hier erklärt angedeutet.

Anke bezog sich allein auf's Twittern. Doch die Spielregeln scheinen es zu legitimieren, dass ich auf die Fragen zum Bloggen antworte.

Also los!


1. Blogger-Typ


Ich bin ein Typ, der nicht auf sanfte Meinungsäußerungen steht. Ich mag deutliche, d.h. unzweideutige Aussagen, die eine Position deutlich machen. Auf Deutsch. Verschwurbeltes Akademikerdeutsch mag ich ebenso wenig wie andere fremdsprachliche Formulierungen, die klug wirken sollen, ohne es zu sein.

Harsche Kritik und Lobhudeleien, da wo sie angebracht sind, sind in den sozialen Medien viel zu selten anzutreffen. Ich versuche also immer deutlich meine Meinung auszudrücken.
Zwischentöne und diplomatische Töne erlaube ich mir, wenn ich merke, dass die positiv oder negativ Kritisierten etwas erreichen wollen, was mir im Grunde eigentlich gefällt.


2. Welche digitalen Gerätschaften benutzt Du?

Meist PC, manchmal iPad, selten iPod. Eigentlich eine Frage, die ich ziemlich uninteressant finde.

3. Welche analogen Gerätschaften benutzt Du?


Meine Bibliothek (doch!), Fotoalben, Schränke - alles, was real um mich herum ist. Manchmal meine Frau. Am liebsten meinen 11-jährigen Sohn, der immer sofort begreift, warum ein Museum doof ist.
(Wer denkt sich nur solche Fragen aus und wofür sind sie wichtig?)

4. Arbeitsweise

Für mich ist das Bloggen hauptsächlich ein Vergnügen. Ich mag es, dadurch mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen, die ähnlich ticken wie ich und sich Sorgen darum machen, welche Zukunft Museen haben könnten.

So gesehen, werfe ich mit dem Blog lediglich eine Angel aus, um auf Gleichgesinnte zu treffen.

Die Angel ist die klare Aussage.
Auf Twitter, Facebook oder über private Mails entwickelt sich das dann weiter.



5. Welche Tools nutzt du zum Bloggen, zum Recherchieren und zur Bookmark-Verwaltung?

Ich blogge über twoday zu Museen und über wordpress zur Lichtkunst. (Viel zu selten!)
Recherchieren tue ich über Google, andere Suchmaschinen und Portale. Die Bookmarks verwalte ich bei Firefox.


6. Wo sammelst du deine Blogideen?

Bei den Bookmarks in Firefox.


7. Was ist dein bester Zeitspar-Trick/Shortcut fürs Bloggen/im Internet?

Habe ich nicht. Passt nicht zu mir. Suche niemals nach Zeitspartricks. Immer nur nach Ideen. Und die brauchen Zeit und Inspirationen, wenn sie gut sein sollen.

8. Benutzt du eine To-Do-List-App?


Grundsätzlich: NEIN!
Die, die eine solche App benutzen, tun mir sehr leid. Die leben nicht. Die lassen sich leben. Bemitleidenswerte, kapitalismusgesteuerte Menschen ohne nennenswerten Charakter...

9. Gibt es neben Telefon und Computer ein Gerät, ohne das du nicht leben kannst?

Ja. Ich lebe jenseits der Stadt. Ohne Auto geht da nichts.

Ich mag gerne warmes Essen. Da ist ein Herd ganz praktisch.

10. Gibt es etwas, das du besser kannst als andere?

Ja, z.B. Fragebögen erstellen, die mehr Freude machen als dieser hier. Er ist mir zu banal und so strukturiert, dass ich sein Ziel nicht verstehe.
(Wann komme ich endlich am Ende an? - Is mal wieder ein echter JB. Ich lösch ihn trotzdem nicht.)

Ausserdem kann ich die Menschen gut verstehen, die keinen Bock mehr auf Museen haben. Auf die didaktisch optimierten Stadtmuseen, die hochnäsigen Kunstmuseen, die weltfernen Geschichtsmuseen.

Ich sehe, was man tun sollte, um Museen attraktiver machen zu können. Als einzigartige Orte mit einzigartiger Athmosphäre, wo man etwas erfahren kann, was man sonst nirgendwo sieht.

Momentan sind die Museen auf dem Weg gewöhnlich zu werden, weil sie sich immer weiter den Foyers von Sparkassen und anderen unsinnlichen Räumen anpassen. Mit viel Weiß, viel Stahl und Glas, vielen Terminals, auditiven Installationen und noch mehr Gimmicks, die kein Kind vom iPod weg locken können.

Das diesbezügliche Social-Media-Gekuschel sorgt vielleicht für das Einkommen eigiger weniger und für den Fortbestand von Museen, mit denen Sammler ihr Vermögen vermehren. Sicher wird es nichts dazu beitragen, dass es in spätestens 50 Jahren noch ein Stadtmuseum geben wird, dass meine Enkel besuchen wollen.
[Scheisse!]

11. Was begleitet dich musikalisch beim Bloggen?

Manchmal Radio Fip/Paris (jetzt!). Der wahrscheinlich beste Radiosender Europas, wenn man ein buntes Programm will. Da können auch die Musealen etwas von lernen, wenn sie ihr Hörgerät justieren.


12. Wie ist dein Schlafrhythmus – Eule oder Lerche?

Nachteule. Die besten Ideen sind schon immer dann entstanden, wenn keiner mehr wach war. > s. Nobelpreise

13. Eher introvertiert oder extrovertiert?

Gute Frage! Na, was wohl?


15. Der beste Rat, den du je bekommen hast?

Immer, wenn Du denkst, es geht nicht mehr, kommt von irgendwo ein Lichtlein her...


16. Noch irgendetwas Wichtiges?

Ja.

1. Ignoriert die Grenzen, die Euch in Eurem Studium beigebracht wurden. Ganz egal in welchem!

2. Ignoriert alles, was erfunden wurde, um andere Menschen auszugrenzen oder sie als ungebildet erscheinen zu lassen. Es keine ungebildeten Menschen auf dieser Welt! Nirgendwo.

3. Ich will endlich ein Museum, das mir die Prinzipien des menschlichen Zusammenlebens erläutert. Mich interessieren Nachttöpfe, Spinnräder, Mausefallen, andere Skulpturen und Gemälde sehr. In meinem Museum will ich aber erfahren, wie sie mein Leben besser machen können. Allein, das sie alt sind, ist mir viel zu wenig. Ich lebe heute und nicht damals.
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Auch wenn's etwas weh tat, ich hab alle Fragen beantwortet. 16 am Stück.

Nun - am Ende angelangt -habe ich keine Ahnung, was eine Pingback- oder Post-Url- Funktion sein soll. Scheint bei diesem Blogstöckchen aber bedeutungsvoll zu sein. Offen gestanden: Will auch gar nicht wissen, was das ist. Habe schon viel zu viel Zeit damit vergeudet.

An wenn gebe ich das Stöckchen nun weiter und wie?

An erster Stelle fällt mir Roger Aeschbach ein. Der so sieht, wie ich. Dickes Pfund!

An zweiter Stelle der Ernst aus Niederbayern, den ich mag, weil er viel intelligenter meckern kann als ich.

Ich gebe das #Btstöckchen also weiter an @RogerAeschbach und @culturbureau.

Bin gespannt, ob sie sich darauf einlassen. Wenn nicht, haben sie all mein Verständnis. Aber schön wär's irgenwie schon, wenn auch sie im Kuschelkreis wären.

[Macro not allowed in sandbox: story.modTrackbackCounter]

Samstag, 23. März 2013

Staubsauger-Allergie

Ich weiß ja nicht, wie's bei Ihnen war. Bei uns zu Hause war in den 1970er Jahren Freitag immer Putztag. Da brummte die Hütte und es herrschte ein Ausnahmezustand, der jeder Katastrophe locker das Wasser reichen konnte. Freitag war Putz-Tornado angesagt. Ausser der putzenden Mama gab's auch noch 'ne Putzhilfe. Frau Lass. Eine höchst energische Frau, die nicht nur gut putzen konnte, sondern auch Super-Sprüche drauf hatte. Der Beste: "Kinners, Kinners, lasst mich an Land! Ich kann an Bord nicht scheissen."
Klar, das darf man heute so ja nicht mehr sagen. Aber eben deshalb habe ich wahrscheinlich diesen Spruch von ihr nie vergessen. Dieser Spruch kam immer dann, wenn sie spürte, dass wir Kinder langsam genug vom Putzen hatten, wenn etwas schief lief oder es an der Zeit war aus der Sch.... eine andere zu machen. Die Frau Lass war einfach großartig darin, angespannte Situationen zu entkrampfen.

Nun postet die Frau Vogel heute (2013) einen Staubsauger bei Facebook . Mit den Worten: "Will ich haben!"

Plötzlich tauchen alte Bilder auf: Kinder weg! Hier wird geputzt! Neue Bilder kommen dazu. Jetzt ist nicht mehr Freitag der Putztag, sondern der Samstag. Ich geh in Deckung. Bloß nicht die Frau beim Staubsaugen stören.

"Die braucht das", zwinkern Tom und ich uns zu - und sind davon überzeugt, dass die Welt, in der wir leben, Geheimnisse bereit hält, die Männer nie verstehen werden.

Doch wenn es ihr Freude macht, Staub zu saugen, warum sollten wir da meckern? Solange wir noch Rückzugsräume finden, stört uns das kaum.

= seltsamer Artikel.

Ich frag mich nur, ob ich ich der einzige Staubsauger-Allergiker im Orbit bin. Kann ich mir kaum vorstellen.

Montag, 24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten und gerade Nadelbäume

Weihnachtsbild-2012-IMG_1396

Ja, das wünsche ich meinen Lesern: ein frohes Weihnachtsfest. Ein Fest mit vollen Töpfen und Gläsern, die mit Freunden oder Verwandten lustvoll geleert werden. Laut und lustig! Verfressen durstig und mit einem Haufen von Geschenken oder anderen Gaben, die das Herz erfreuen. Vor allem aber mit einem geraden Weihnachtsbaum!

Am besten in angenehmen Ambiente und mit schöner Musik. Wie dieser hier:

Sonntag, 23. September 2012

Embryo 1977

Als ich 17 war, war das meine Musik:



[Gruß an Christof Way und alle anderen Weggenossen. Die lebenden und die toten. ]

Donnerstag, 20. September 2012

Jung und sportiv - oder damenhaft klassisch? (Neckermann 1983)

Suchte gerade nach ganz was Anderem und fand dabei eine Kiste voll alter Versandhauskataloge. Darunter einen Neckermann-Katalog aus dem Jahr 1983, als der Partner-Look noch voll in Mode war und das Stichwort "Computer" im Index noch nicht auftauchte.

Neckermann-1983
[Neckermann, Frühjahr/Sommer 1983]

Alle meine Freundinnen und Umzugshelfer fanden es immer total doof, dass ich auch (!) Versandhauskataloge sammelte - Heute war der erste Tag, an dem ich begriff, warum ich das tat. Dank an alle, die sie mitgetragen haben!

Samstag, 14. Januar 2012

Jörn an Ente 1989

Kramte gerade etwas sentimental gestimmt in alten Fotokisten. Und fand dieses Bild:

2 CV

Ich vor meiner ersten "Ente".
Beim Frühstück auf einem Campingplatz in der Bretagne.

Ach, was liebte ich diesen 2CV mit der durchgehenden Sitzbank, die zwischenmenschlichen Beziehungen sehr entgegenkam und die man rasch ausbauen konnte, wenn man am Lagerfeuer etwas komfortabler sitzen wollte.

Das war ein Auto, das einfach nur Freude machte. Im Sommer wegen seines offenen Dachs. Im Winter wegen seiner schmalen Reifen. Und zu jeder Jahreszeit wegen der Nähe zur Freundin.

Doch dann fiel die Karre dem Rost und dem aufkommenden Sicherheitsdenken zum Opfer.

Ich denke immer noch darüber nach, was schöner ist: Das Leben oder die Liebe....
;-)

Samstag, 24. Dezember 2011

Frohe Weihnachten!

weihnachtsgruss

Liebe Leser und Leserinnen, ich hoffe, dass Ihnen das letzte Jahr mehr geschenkt als geraubt hat und dass Sie nun ein Weihnachtsfest erleben dürfen, das Ihnen das schenkt, was sie wirklich brauchen.

Dazu noch ein paar sinnliche Tage zwischen den Jahren und einen guten Rutsch ins Jahr 2012.

Mit besten Rotmützgrüssen

Ihr

Jörn Borchert

Samstag, 27. August 2011

Meine Dienstleistungen

  • Beratung zur Planung für Ausstellungsgestalter, Museen und Wirtschaftsunternehmen
  • Konzeption und Realisierung von Ausstellungen zu Themen der Kultur und Natur, zur Kunst und Wissenschaft (inklusive Projektleitung)
  • Themen- und Objektrecherchen zu fast allen Themengebieten
  • Erstellung zielgruppenorientierter, semantisch optimierter Ausstellungstexte und Optimierung vorhandener Texte
  • Übersetzung von Ausstellungs- und Katalogtexten aus dem Englischen und Französischen ins Deutsche
  • Machbarkeitsstudien, Gutachten, Evaluationen
  • Vorbereitung und Durchführung von Ausschreibungsverfahren (nach VOL A/B und VOF)

Wenn Sie sich für meinen kompletten Lebenslauf interessieren, dann schicken Sie einfach eine kurze Mail an museologie[at]gmx[punkt]de

Freitag, 17. Juni 2011

Mein Lappen

Heute habe ich meinen so geliebten Lappen aka Führerschein wiedergefunden. Ich ging davon aus, dass mein Sohn ihn in den Müll geworfen hat, als er etwa zwei Jahre alt war.

Umso schöner, dass er heute wieder aus dunklen Tiefen verstaubter Kisten aufgetaucht ist. (Sorry, Tom!)

Mein geliebter Lappen

Ein graues Etwas aus einem Material, das es heute wohl nicht mehr gibt. Aus einem Material, das nach Pappe aussieht, aber eher eine Textilie ist. Aus einem Material, das gut altert und erst mit den Jahren seinen Reiz entfaltet. Haptisch und visuell. Je mehr Falten, umso schöner!

Egal! Ich freue mich, den alten, grauen Lappen wiedergefunden zu haben. Dieses Dokument, das mich 1978 endlich erwachsen machte und mich dorthin führte, wohin ich wollte. (Wahrscheinlich ist bis heute der Führerschein das einzige offizielle Dokument, das Freiheit gibt.)

Bei der nächsten Kontrolle hole ich ihn aus der Tasche. Auch, um Polizistinnen an historische Fragestellungen heranzuführen. Die haben ja sonst kaum was zu lachen!

Futterkiste

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museologie(at)gmx.de

Kommentare

Danke sehr!
Danke sehr!
Joern Borchert - 2015-01-14 00:42
Toller Artikel!
Hallo Herr Borchert, ich fand den Artikel sehr interessant. Herzlichen...
Perfectrix - 2014-11-20 09:37
Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50

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