IFU Calmuth

Dienstag, 17. September 2013

Et voilà: Eine (sehr) kurze Geschichte der Internationalen Film-Union (Remagen)

Ich freue mich meinen Lesern mitteilen zu können, dass vor wenigen Tagen die Nummer 11 der in Frankreich erscheinenden Zeitschrift für Unternehmensgeschichte "Histoire d'Entreprises" erschienen ist. Anläßlich des 50.Jubiläums des Elyssée-Vertrags sogar zweisprachig (deutsch/französisch).

Zeitschrift für Unternemensgeschichte

Besonders freut mich das, weil darin ein kleiner Artikel zur Internationalen Film-Union (IFU) enthalten ist, den ich vor einigen Monate unter dem Titel "Aufstieg und Fall der Internationalen Film-Union" schrieb. Er repräsentiert in dieser Ausgabe der Zeitschrift die Verflechtungen zwischen Deutschland und Frankreich auf dem Gebiet der Kulturwirtschaft.
Wenn Sie auf das obige Bild klicken, können Sie den Beitrag online lesen. Auf der Doppelseite 46/47.

Mein Artikel zur Internationalen Film-Union (IFU) auf der Calmuth bei Remagen.

Klar, dass ich Manches gerne ausführlicher dargestellt hätte. Da ich aber nur eine Doppelseite ausfüllen durfte, mussten mache Gedanken, auch unbequeme, unterdrückt und Fotos auf ein Mindestmaß beschränkt werden. Ich bitte um Verständnis, wünsche dennoch Freude bei der Lektüre und hoffe auf Nachfragen und Hinweise > museologie[et]gmx.de


Zum Artikel: Hier Klicken und Seite 46 auswählen.

Fußnote: Ich bin kein Fan von Fußnoten und versuche sie immer, soweit es geht, zu vermeiden. Eine Fußnote hat die Redaktion trotzdem für nötig gehalten und klammheimlich reingeschmuggelt. Sie stammt nicht von mir!

Freitag, 8. März 2013

Die Calmuth

Haus Calmuth ist noch immer eine Baustelle. Der Herr Asbeck hat's aber auch wirklich nicht leicht.

Haus Calmuth, Maerz 2013

Samstag, 2. Februar 2013

Schloss Marienfels hat einen neuen Besitzer

Noch wohnt Thomas Gottschalk dort. Doch eigentlich gehört Schloss Marienfels bei Remagen schon Dr. h.c. Frank A. Asbeck, der trotz des Niedergangs der Solarworld AG mit dem Erwerb seine Jagdgründe erheblich erweitert hat.

Von 1948 bis 1952 gehörte das Schloß zum "Calmuther Filmpark". Hinten im Tal ein Tonstudio nebst Kopierwerk, im benachbarten Haus Ernich ein Hotel zur Unterbringung, der dort agierenden Schauspielgrößen und in Schloss Marienfels das Trickfilmstudio von Hans Fischerkoesen. Ja genau, der mit dem HB-Männchen.

Darüber berichtete der General-Anzeiger jüngst und lieferte auch gleich ein paar historische Aufnahmen mit, die die damalige Arbeitsatmosphäre dort erahnen lassen.

Donnerstag, 22. November 2012

Als es noch kein Nintendo und kein iPod gab

Kinderunterhaltung vor ipod und nintendo

In den 1970er Jahren, nachdem Gerhard Holland die IFU/Calmuth übernommen hatte, liess er nichts unversucht, um aus laufenden Bildern Geld zu machen. Die Blickis gehörten dazu. 2008 lagerten noch hunderte, wenn nicht tausende Kartons mit nicht-verkauften Blickis in Schloss Calmuth.

Ein paar Blickis aus meinem Bestand habe ich ausprobiert. Es wundert mich nicht, dass die niemals zum Kassenschlager wurden. Wackelnde Bilder mit quälenden Laufgeräuschen. Die Idee war gut. Die Umsetzung schwach.

Meine Aktie bei der Film- Union A.-G.

Meine erste Aktie

Alles nur Fake. In den wenigen von der Calmuth geretteten Akten befinden sich auch Aktien der Film-Union A.-G./Baden-Baden (später IFU). Habe mir spaßeshalber erlaubt, meinen Namen dort via photoshop einzufügen. Wie dumm, dass die heute nichts mehr wert sind.

Dennoch schön, sie zu besitzen: Sentimentale Werte sind einfach unbezahlbar.

Mittwoch, 21. November 2012

Stempel - entnazifiziert - FA Ahrweiler

1950!!!

Günstig entnazifizierter Stempel aus dem Jahr 1950 (!) des Finanzamtes in Ahrweiler.

[Quelle: Korrespondenz mit der Internationalen Film-Union (IFU); Privatarchiv]

Donnerstag, 11. Oktober 2012

Calmuth/IFU: Jahrestreffen 2012

DSCF3966

Dank Bernd Römhold findet das dritte Treffen der Ex-IFUs in diesem Jahr am 27.10. 2012 statt.

Bedauerlicherweise kann der neue Eigentümer der Calmuth, Dr. h.c. Frank Asbeck sein vor zwei Jahren abgegebenes Versprechen nicht einhalten, uns zur Neueinweihung der Calmuth willkommen zu heißen. Er bittet um ein Jahr Aufschub. Schade!

Doch echte IFUs können gut mit Enttäuschungen umgehen und lassen sich dadurch die Laune nicht verderben.

Am 27.10.2012 werden sie sich wieder treffen. Um mit Weggefährten zu quatschen, zu ratschen und sich unter Freunden an alte Zeiten zu erinnern.

Wo? In Remagen: im Brauhaus an der Rheinpromenade 44.

Alle weiteren Details liefert Bernd Römhold
per Telefon: 017(zwei)-2909696 oder per
mail: info(at)promediaevent

Dienstag, 9. Oktober 2012

Calmuth - Retour aux sources

Aus den Tiefen des Raums tauchte heute die Anfrage auf, ob ich denn nicht für eine französische Zeitschrift etwas über die Internationale Film-Union (IFU) schreiben möchte.

Klar will ich etwas darüber schreiben! Über die Ziele und Träume der französischen Besatzungsmacht, glanzvolle Zeiten, einen verwunschenen Ort und ein wunderbares Tonstudio, das es heute nicht mehr gibt.

Eine reizvolle Aufgabe. Ich freu mich darauf, der Dokumentation der IFU ein paar Fakten hinzufügen zu können, die vielleicht noch nicht allen bekannt sind, die sich für die Tätigkeit der IFU interessieren. Im Hinblick auf das französische Publikum freut mich das ganz besonders.

Planungen: Filmstadt Remagen
[aus den Plänen für die "Filmstadt Calmuth"]

Freitag, 26. August 2011

IFU 2011: Das Treffen der Ehemaligen

Das von Jörg Böhler (+2011) und Bernd Römhold organisierte Treffen der Ehemaligen Mitarbeiter der Internationalen Film-Union (IFU) im letzten Jahr machte so viel Freude, dass bei wohl allen Teilnehmern und Teilnehmerinnen der Wunsch aufkam, es zu wiederholen.

Tonstudio 1949

"Römi", unterstützt von seinem Sohn, hat dazu ja schon vor Wochen einen Brief an die ihm bekannten Adressen versandt. Die bisherige Resonanz ist gut. Ja, es haben sogar Ex-Ifu's geantwortet, die im letzten Jahr nicht dabei waren. Und vielleicht nehmen dieses Jahr sogar die Remagener teil, die letztes Jahr, aus welchen Gründen auch immer, nicht teilnehmen konnten.

Der Termin für das IFU-Treffen 2011 steht fest: 29. 10. 2011
Ebenso Teile des Programms: Jörg Böhlers Sohn wird einen Film seines Vaters vorführen. Außerdem soll es eine kleine Fotoausstellung geben. Tolle Fotos sind bereits bei den Organisatoren eingegangen. Wer jedoch noch ein paar schöne Fotos von der Calmuth im Schuhkarton oder gar Filme in der Schublade hat, der wird herzlich gebeten Sie an die unten angegebene Adresse zu senden. Je mehr Fotos & Filme gezeigt werden können, umso lustiger und interessanter wird der Abend. Also gehen Sie in sich und denken Sie nach, was Sie noch beisteuern könnten.

Ich habe begonnen, meine Festplatte zu durchstöbern und dieses Foto gefunden:

Leerung geklärt! ;-)

Entstanden ist es, als ich das erste Mal ins Kopierwerk durfte. Das war im Dezember 2007. Ich wunderte mich über die Vielzahl der Flaschen auf dem Dachboden. Ein paar Weinetiketten deuteten darauf hin, dass die Flaschenansammlung nach 1960 entstanden sein muss.

Nach dem Treffen der IFUs im letzten Jahr ist mir nun klar, wie sie zusammen kam.

Party auf der Calmuth, um 1961

Offenbar ging es auf der Calmuth oft recht lustig zu. Kein Wunder bei diesen vielen jungen Leuten, die dort arbeiteten.

Ich freue mich auf den 29. Oktober 2011.

Wer noch Fragen zum Treffen hat, der sollte sich an "Römi" wenden:
Null172-2909696 oder roemhold(et)promediaevent.de




PS: Wir haben noch ein Transportproblem: Zwei Damen aus München, die heute etwas weniger behende als vor 50 Jahren sind, käme es sehr entgegen, wenn sie eine Mitfahrgelegenheit fänden, um die Mühen der Reise auf ein Minimum reduzieren zu können. Können Sie da helfen? Das wäre wunderbar.

Freitag, 24. Juni 2011

Leni Riefenstahl und die "armen Kinder Frankreichs" - Teil 1

Bevor ich's vergesse:

Käthe Hart hat als Geschäftsführerin der Internationalen Film-Union (IFU) nur die Akten der Firma vernichten lassen, die im Hauptgebäude der Firma auf der Calmuth lagerten. Also etwa 98 % der Unterlagen, die es erlaubt hätten, die Geschichte der IFU nachzuzeichnen und so der Nachwelt zu überliefern, wie die Filmproduktion in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg und den nachfolgenden Jahrzehnten unter französischer Ägide funktionierte. Sie wird ihre Gründe dafür gehabt haben. Sehr verständliche....

Einige Akten sind ihrem Vernichtungswahn und dem ihrer Komplizen nicht zum Opfer gefallen. Nämlich die, die im Tonstudio deponiert waren: Berichte und Gutachten zur IFU, die interessante Einblicke in die Geschäftstätigkeit dieser Firma und der Wochenschau "Blick in die Welt" ermöglichen.

Filmenthusiasten werden sich darüber freuen, dass außerdem die Produktionsunterlagen zu den Synchronisationen der IFU noch erhalten und gut untergebracht sind.

Und bestimmt gibt es immer noch Historiker, die sich darüber freuen, dass eine Akte erhalten wurde, die ein Lichtlein auf Leni Riefenstahls Situation um 1950 wirft, als sie versuchte via IFU nicht nur an Geld, sondern auch an das beschlagnahmte Filmmaterial von "Tiefland" zu kommen.

??? !!!

Was sie bewogen hat, so einen Brief zu schreiben, darüber lässt sich lange nachdenken. Oder auch nicht.

Sie wollen mehr darüber wissen? Demnächst gibt es hier mehr dazu.

Futterkiste

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Kommentare

Danke sehr!
Danke sehr!
Joern Borchert - 2015-01-14 00:42
Toller Artikel!
Hallo Herr Borchert, ich fand den Artikel sehr interessant. Herzlichen...
Perfectrix - 2014-11-20 09:37
Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50

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