Heimatliches

Montag, 10. September 2012

Der Bahnhof zur schönen Aussicht: Belvedere/Köln

Der wohl älteste noch erhaltene Bahnhof Deutschlands steht in Köln-Müngersdorf. Er wurde 1839 an der Trasse der weltweit ersten internationalen Eisenbahnverbindung (Köln - Antwerpen) eröffnet und diente zunächst als Ausflugsbahnhof für Kölner Bürger, die dem Stadtmief entkommen wollten.




Um dem Verfall dieses einzigartigen Zeugnisses aus der Frühzeit der Industrialisierung entgegenzutreten, gründete sich 2010 der "Förderkreis Bahnhof Belvedere e.V." Neben dem Erhalt des Gebäudes tritt er dafür ein, das in einen Landschaftspark eingebettete klassizistische Gebäude der Öffentlichkeit als Ausflugs- und Veranstaltungsort wieder zugänglich zu machen.

Eine Initiative, die alle Unterstützung verdient!

Lesen Sie mehr über den "Förderkreis Bahnhof Belvedere e.V." und seine vielfältigen Aktivitäten.

Und etwas zum Landschaftspark dort.

Mittwoch, 29. August 2012

Erdbeerernte in Wachtberg

Harte Arbeit für süße Früchte....

Jedes Mal, wenn ich an den Erdbeerfeldern meiner Umgebung vorbeifahre und die Menschen (hier in Wachtberg meist Polen) sehe, die für uns den Tortenbelag ernten, frage ich mich, warum Erdbeeren so billig zu kaufen sind.

Es ist härteste Knochenarbeit, die da auf der Torte landet. Und ich bewundere die, die das Bücken und Pflücken der Erdbeeren über Monate hinweg für einen viel zu geringen Lohn körperlich durchhalten.

Sind Sie sich dessen bewusst, wenn Sie ihre Erdbeertörtchen genießen?

Donnerstag, 28. Juli 2011

Deutsche Orte: Rolandsbogen, Nonnenwerth und der Drachenfels

Rolandsbogen und Drachenfels

Ich freue mich, dass das geschätzte Goethezeitportal dieser Tage Sagen und Gedichte über den Rolandsbogen, die Insel Nonnenwerth sowie alte Ansichten aus Rolandseck (b.Remagen) seinem Angebot hinzugefügt hat.

Nun ja, so romantisch wie man der Lektüre nach vermuten könnte, ist der Rolandsbogen nicht mehr ganz. Die Aussichten sind noch immer grandios und die Gastronomie macht auch Freude.

Ein Tipp für verliebte Paare. Für die, die es schon sind - und für die, die es noch werden wollen.

Hier geht es zum Rolandsbogen auf dem Goethezeitportal,
zusammengestellt von

Jutta Assel und Georg Jäger
unter dem Titel:

"Rheinmotive in Literatur und Kunst
Eine Dokumentation
Rolandsbogen und Nonnenwerth"

Mittwoch, 20. Juli 2011

Studieren in Ruinen (Bonn 1945-1955)

Ganz herzlich möchte ich an dieser Stelle Dr. Christian George dazu gratulieren, dass er für seine Dissertation
"Studieren in Ruinen. Die Studenten der Universität Bonn in der Nachkriegszeit (1945-1955)" den Albert-Steeger-Preis des Landschaftsverbands Rheinland bekommen hat.

Wer etwas mehr darüber wissen will, der lese den Artikel im GA dazu.

Christian George: Studieren in Ruinen. Die Studenten der Universität Bonn in der Nachkriegszeit (1945-1955), V&R Unipress, Bonn, 418 S., 53,90 Euro. > Bei Amazon bestellen.

Freitag, 25. Februar 2011

Guttenberg aus- und bloßgestellt

Mir gefällt die Idee, einfach ein paar Pressefotos zu versammeln, die einen bekannten Menschen zeigen und sie knapp zu kommentieren.

Das Ansehen macht Freude - noch mehr das Nachdenken über diese Bilder.

Der Blender unterwegs...

Irgendwer hat unter dem Titel "Karl-Theodor besucht Dinge" Fotos unseres GröBlaZ (Größter Blender aller Zeiten) zu einer kleinen Foto-Ausstellung zusammengestellt, die deshalb Freude macht, weil sie Erkenntnisse erzeugt, die man nicht der Presse entnehmen kann.
Eine Fotostrecke, die viel über die Kraft der Bilder aussagt. Über Bilder, die so sehr lügen, wie der auf Ihnen dargestellte Lügenbaron - und so entlarvend sind, dass man vor Erkenntnisfreude laut aufheult.


PS: Dumm nur, das der Autor seine Quellen verschweigt und bei einem Bild nicht bemerkt hat, dass dem Guttenberg seine Frau gerade mit Kai Diekmann anbändelt.
Oder ist dieser Lapsus Absicht?

PPS: Da kommen offenbar laufend neue Bilder hinzu. Gut!

PPS: Heute trat diese Karriereplastikpuppe endlich ab! Sie hat soviel Schaden angerichtet, dass sich unser Dank für den Rücktritt in engen Grenzen hält.

Dienstag, 25. Januar 2011

Simcity Bonn: Ernst oder Spiel?

Auch Sie koennen mitmachen!

Der Stadt Bonn und ihrem Bürgermeister steht das Wasser bis zum Hals. So geht es vielen Städten und Bürgermeistern heute. Manche versuchen das Problem zu lösen, indem sie aktiv werden und die Karre selbst aus dem Dreck zu ziehen versuchen.

Der Bonner Bürgermeister ist da geschickter. Er ruft die Bevölkerung auf, seine Vorschläge zu Einsparungen und Einnahmeerhöhungen zu bewerten bzw. selbst solche zur Diskussion zu stellen. Die 50 best-bewerteten Vorschläge sollen dann in die politischen Gremien gehen. Hört sich gut an. Klingt nach Demokratie.

Auch die Museen der Stadt spielen da eine Rolle. Die von der Stadt getragenen und die von ihr geförderten. Um es vorwegzunehmen: Nein, es ist keinesfalls so, dass die registrierten Teilnehmer die Museen grundsätzlich abschaffen wollen. Sie legen nur ihre Finger in Wunden, die schon lange klaffen.

Vor allem das Frauenmuseum und das Stadtmuseum stehen in der Kritik. Beide erfreuen sich auch im realen Leben nicht gerade großer Zustimmung. Das ist eine der guten Seiten des Portals "Bonn packt's an". Es kommen Zahlen auf den Tisch, die den Bonnern bisher kaum bekannt gewesen sein dürften.

Auch Zahlen zum Kunstmuseum der Stadt Bonn. Wir lesen da:
"Das Ausgabebudget des Kunstmuseums für das Jahr 2011 (Haushaltsentwurf) liegt bei rund 5 Millionen Euro, die Einnahmen liegen bei rund 340.000 Euro und der jährliche Zuschussbedarf somit bei rund 4,7 Millionen Euro, dieser bleibt bis 2015 unverändert." Beschäftigt sind dort 46 Mitarbeiter, von denen angeblich 28 nicht in anderen Bereichen der Stadt Bonn eingesetzt werden können. Da ist es verständlich, dass dieses Thema zahlreiche Kommentatoren auf den Plan ruft.

Doch es wird da nicht nur gemeckert. Es kommen auch durchaus konstruktive Vorschläge auf den Tisch. Zu denen gehört der, das Bonner Stadtmuseum in das Bonner Kunstmuseum zu integrieren. Notzeiten können offenbar positive Gedanken in Gang setzen. Denn alle Notwendigkeiten und Inhalte sprechen dafür, die beiden Museen zusammenzulegen. Zum Wohle der Stadtkasse, zum Wohl beider Museen und vor allem auch zum Nutzen der einheimischen wie der auswärtigen Besucher, die endlich die Zeugnisse kulturellen Schaffens in der Stadt Bonn an einem Ort betrachten könnten.

Bei allen produktiven Gedanken, die dieses Portal hervorruft, ist jedoch auch Kritik angebracht:

a) Es soll ein Meinungsbild abgerufen werden. Bislang haben sich etwas mehr als 5.000 Teilnehmer registriert. Vorausgesetzt alle von ihnen stammen aus Bonn, was gar nicht sicher ist, so würde diese Umfrage die Meinungen von nicht einmal 2% der Bonner Bevölkerung repräsentieren. Die meisten davon dürften unter 30 sein und eher über höhere Bildungsabschlüsse verfügen, sofern man den aktuellen Daten zur Internetnutzung vertrauen mag. Die Umfrage ist also alles andere als repräsentativ.

b) Die Punkte, die seitens der Verwaltung zur Diskussion gestellt werden, sind nie oder nur selten neutral formuliert. Meist legen sie eine Entscheidung nahe. Zudem werden manche Positionen so in einem Punkt zusammengefasst, dass man sich gezwungen fühlt, gegen den Einsparungsvorschlag zu stimmen.


c) Es ist zu befürchten, dass die politischen Gremien diese Umfrage als Grabbelkiste nutzen werden, aus der sie ihre Argumente/Gegenargumente je nach Belieben herausziehen werden. Gleichzeitig können sie sich immer auf den Bürgerwillen berufen, auch wenn er tatsächlich (s.o.) nicht gegeben ist.

Wenn auch Sie das weitere Schicksal der Stadt Bonn bestimmen oder sich einfach nur mal informieren wollen, dann klicken Sie auf Bonn packt's an.

Dienstag, 18. Januar 2011

Café de Muffendorf: So geht Kultur, die einen Sitz im Leben hat!

Kultur ist stetem Wandel unterworfen. Ja, das gehört geradezu zum Wesen der Kultur in all ihren Ausprägungen. Morgen ist nur wenig noch so, wie es gestern oder vorgestern war.

Viele Theater, Museen und andere kulturelle Einrichtungen haben in den letzten Jahren den Anschluss an den Zug ihres Publikums verschlafen. Nun steht den öffentlich geförderten Institutionen der etablierten wie der freien Kulturszene vielerorts das Wasser bis zum Hals. Die Kultureinrichtungen, die nicht genügend Lobby-Arbeit betrieben haben werden ebenso verschwinden wie die, die es versäumt haben, sich den Interessen ihres Publikums anzunähern oder gar neue Besucherkreise zu erschließen.

Sie mögen davon halten, was Sie wollen: Mir gefällt es, dass die Kultur sich bewegt. Mir gefällt, dass Altes durch Neues ersetzt wird. Dass Kunstschaffende aller Sparten so immer wieder - und das seit Jahrtausenden! Ja, seit es Kunst und Kultur gibt - aufgerufen sind, Neues zu schaffen. Die Künstler und die Betreiber der Institutionen, wo sie in Erscheinung treten. Von der Bilderhöhle bis zum Museum, von Stonehenge bis zum Theater der Gegenwart.

Da treffen sich die Muffendorfer

Zu denen, die nicht jammern, sondern Neues schaffen, gehören die Betreiber des Café de Muffendorf in Bonn. Zwei Familien, die etwas für die Kultur in ihrem Sprengel tun und einen Ort schaffen wollen, wo die Kultur passiert, die die Muffendorfer mögen.

Das Spektrum ist breit. Neben Kaffee und Kuchen, incl. der damit verbundenen Gespräche, umfasst es musikalische Veranstaltungen, Filmvorführungen, Lesungen und alles, was man an Kultur in Muffendorf haben möchte. Lebenspraktisch kommt hinzu, dass man dort von Freitag bis Sonntag Bio-Brötchen und die wohl besten Croissants in ganz Bonn kaufen kann. Obwohl erst seit Oktober da, ist das Café schon jetzt DER Mittelpunkt dieses Bonner Stadtteils.

Ein Ort, der mir sehr gefällt, weil dort die Ortsgemeinschaft, die Kunstschaffenden der Gemeinde und nicht zuletzt die Betreiber des Cafés eine Kultur schaffen, die es nicht nötig hat, subventioniert zu werden. Die machen das, was sie wollen. Sicher auch das, was Sie (!) wollen. Und das richtig gut!

Das ist Kultur, die mir Freude macht!


Zum
Café de Muffendorf

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Bonn - Bilder einer Stadt

Seit dem 19. Jahrhundert bestimmten reiche Rentiers die Geschicke der Stadt. Ohne etwas dafür zu können wurde die Stadt Hauptstadt der BRD. Nun ist Bonn wieder eine Stadt unter vielen. Mit diesem Absturz muss der Bonner erst einmal klar kommen.

Bestimmt hilft ihm dabei Volker Lannert. Mit 100 Bildern, die die Stadt aus ungewöhnlichen Blickwinkeln zeigen. Von oben. Von unten. Und auch aus anderen Perspektiven. Doch immer so, dass der Bonner Betrachter nachvollziehen kann, warum er gerne in Bonn lebt.

Zu meinen Favoriten gehört aktuell dieses Bild:

Bonner Rheinufer mit Schnee und Schirm


Noch mehr wunderschöne Bilder des Bonner Fotografen Volker Lannert können Sie HIER entdecken.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Neues Portal zur Rheinischen Geschichte

Portal-Rheinische-Geschichte

Seit einigen Tagen ist das Portal des LVR zur Rheinischen Geschichte online.

"Neben Informationen und Quellen zur rheinischen Regional- und Landesgeschichte werden verschiedene Recherche-Instrumente sowie eine Plattform für alle Angebote zur rheinischen Geschichte digital bereitgestellt."

Als Einstiegshilfen werden Epochen und Ereignisse, Themen, Persönlichkeiten und Orte/Räume angeboten. Hinweise auf Quellen und Links sind ebenso enthalten wie aktuelle Literaturempfehlungen.

Ausführliche Vorstellung im Blog von Stefan Kraus.

Kritik von Klaus Graf.

Montag, 18. Oktober 2010

Jugendwelten: 10 Meter neben dem Spielplatz

Und wenn aus den Kindern Jugendliche werden, die Imperative gelernt haben, dann schmieren sie solche Zeilen auf die Wände - ans Vereinsheim neben dem Spielplatz:

No fun ist auch eine Perspektive

Wie schrecklich. Was für eine Philosophie.

Der Staat hat Krebs!
Die, die es können, sollten etwas dagegen tun. Gerade in jungem Stadium sind die Heilungschancen am größten...

Futterkiste

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museologie(at)gmx.de

Kommentare

Danke sehr!
Danke sehr!
Joern Borchert - 2015-01-14 00:42
Toller Artikel!
Hallo Herr Borchert, ich fand den Artikel sehr interessant. Herzlichen...
Perfectrix - 2014-11-20 09:37
Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50

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