Fotografie

Mittwoch, 18. September 2013

Eine Ausstellung jenseits der Öffentlichkeit: verlassen, vergessen und dokumentiert

Copyright: Markus Horn

"Ein Elektrizitätsmuseum in einem stillgelegten Kohlekraftwerk, das besondere – es ist verlassen …
Das Museum befindet sich in einer ehemaligen Turbinenhalle. Die Überbleibsel der letzten Fotoausstellung liegen noch am Boden. Die Exponate der Ausstellung versinken im Staub und Taubenkot. Einige Exponate sind schon verschwunden..."

So beschreibt der Fotograf Markus Horn das Ambiente, dass ihm da vor die Linse kam. Markus Horn gehört zu der Szene der Fotografen, die sich darauf spezialisiert haben, das Innenleben verlassener Gebäude zu dokumentieren, bevor sie abgerissen oder umgenutzt werden. Fast immer hart am Rand der Legalität, notgedrungen, halten Fotografen wie er das fest, was bald verloren ist.

Inszenierung?

Hier eine Ausstellung zur Elektrizität in der Turbinenhalle eines stillgelegten Kohlekraftwerks in den Niederlanden. Mehr verrät der Fotograf nicht, um die Regeln seiner Szene nicht zu übertreten. Diese beeinhalten unter anderem, dass man die Location geografisch nicht konkretisieren und, wenn man zu den glücklichen Explorern gehört, dort auch nichts verändern oder mitnehmen darf.

Das macht mir diese Fotografenszene sehr sympathisch. Klar, dass mir solche Fotografien sehr gefallen. Sie zeigen Orte und Objekte so authentisch, wie kein Museum das leisten kann. Klar auch, dass alle Betrachter dabei an Indiana Jones denken. Das macht ja ihren Reiz aus!

Eine Inspiration für Kuratoren kulturhistorischer Ausstellungen und Gestalter derselben? Ich hoffe doch!

Wer mehr über diese Szene wissen will, der fängt bei Wikipedia an und googelt dann weiter, z.B. nach "Urbex.

Sonntag, 8. September 2013

Das Schnurstativ

Ob man in Museen fotografieren darf oder auch nicht, darüber kann man trefflich streiten. In einigen Museen darf man das hemmungslos. In anderen gar überhaupt und nie nicht und andere suchen den Mittelweg, indem man per Formular garantieren muss, dass man die aufgenommenen Fotos rein privat verwenden wird. Offenbar mögen Museumsmitarbeiter es gar nicht gern, dass man die Räume ihrer Museen und die dort gezeigten Werke ablichtet. Aus der Sicht des Marketing ist das sehr dumm und aus der Sicht der Besucher ärgerlich. Sympathien für ein Museum schaffen derartige Restriktionen sicher nie.

Dort, wo fotografiert werden darf, sind fast immer Aufnahmen mit Blitz und Stativ verboten. Aus Gründen, die weder wissenschaftlich untermauert sind noch von den wenigsten Besuchern verstanden werden können. Es ist, wie es ist. Da ist also Kreativität gefragt.

Dieser Tage entdeckte ich das Schnurstativ.

Eine Alternative zum Dreibein?

Eine einfache Möglichkeit, das Dreibeinstativ in schwierigen Lichtsituationen weitgehend zu ersetzen und museale Restriktionen zu umgehen.
Hier gibt es die Bauanleitung.

Ich werd's mal versuchen und freue mich schon jetzt auf Erfahrungsberichte von denen, die das Schnurstativ schon ausprobiert haben.

[Merkwürdige Sache das! Dass Museumsbesucher sich etwas ausdenken müssen, um in den Museen, die sie finanziert haben, fotografieren zu können.]

Montag, 7. November 2011

Unser Beitrag für den Fotopreis Museums(er)leben: Die Tasse am Ohr

Die Niederlande sind kinderfreundlicher als Deutschland. Kein Wunder, dass es da einige Museen gibt, deren Ausstellungen auch Kindern Freude machen. Das Museum voor Communicatie in Den Haag gehört sicher dazu!

Aus diesem Grund haben Tom und ich ein Foto aus diesem Museum für den Fotopreis Museums(er)leben eingereicht. Um auf dieses Museum aufmerksam zu machen und - na klar! - auch einen Preis zu gewinnen. Dieses hier:

Im Museum voor Communicatie Den Haag

Die Freude am Museumsbesuch hatten wir schon. Noch mehr Freude können wir nur bekommen, wenn Sie für das eingesandte Foto ihre Stimme ("gefällt mir") abgeben. HIER!

Dienstag, 10. Mai 2011

"shins & cheeks" nutzen ungenutzte Räume

Dieser Tage fand ich in meinem Briefkasten, diesen Brief hier:

"Sehr geehrte Damen und Herren,

in Bonn ist bis zum 22.5. die Fotoausstellung "shins & cheeks" in sonst ungenützten Räumen zu sehen.

Sie zeigt 96 europ. SkateboardfahrerInnen im Portrait von Schienbein und Kopf.

"shins & cheeks"
96 euopean Skateboarder

ein Fotoprojekt von Jo Hempel und Gunnar Nicolaus

Münsterstrasse 1/ Ecke Thomas-Mann-Straße
30.4.-22.5
ausser Di 16-21:00 Uhr

mit freundlichen Grüßen

Jo Hempel"


shins-cheeks-Bonn


Ich gehöre nicht mehr zu der Altersgruppe, die neben dem PC das Skateboard stehen hat. Dennoch habe ich mich über diese Mail sehr gefreut!
Warum? Weil wir, das Filmriss-Ausstellungsteam, mit unserer Ausstellung in der Kaiserstraße vielleicht dazu beigetragen haben, dass auch andere Fotografen nach Präsentationsmöglichkeiten außerhalb von Museen und Galerien suchen. Kultur im Wandel...!?

Nix wie hin - zu "shins & cheeks" !

Dienstag, 1. Februar 2011

Frankreich 1915: Kinder spielen Krieg - Fotos von Léon Gimpel

Gimpel

Krieg am Boden und in der Luft

Gimpel-

Gut, dass es Fotografen gibt, die festhalten, was man aus der Geschichte lernen kann...


Mehr Fotos aus der Serie von L. Gimpel HIER.

Mehr Infos zu Léon Gimpel ViteVu

Zur Ausstellung 2008 im Musée d'Orsay.

Futterkiste

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museologie(at)gmx.de

Kommentare

Danke sehr!
Danke sehr!
Joern Borchert - 2015-01-14 00:42
Toller Artikel!
Hallo Herr Borchert, ich fand den Artikel sehr interessant. Herzlichen...
Perfectrix - 2014-11-20 09:37
Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50

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