Flora, Fauna, Naturwissenschaften

Dienstag, 8. Oktober 2013

Michael Miersch: Mut zur Zukunft

Es kommt nicht so oft vor, dass mich ein Vortrag begeistert. Meist schläfern mich die Lobhudeleien, Selbstvergewisserungen oder Beweise der Eloquenz des jeweils Vortragenden einfach nur ein und sagen mir nichts.

Michael Mierschs Vortrag, den er Anfang des Jahres 2013 hielt, hebt sich wohltuend vom Kluggeschwätz, das ich sonst ertragen muss, in einer Weise ab, die ich nur als grandios bezeichnen kann. Der redet nicht, um Atemluft auszustossen, sondern weil er etwas mitzuteilen hat.

Worüber redet er? Er redet über die deutsche Lust am Untergang, über den Optimismus, falsche Sichtweisen, ausgestorbene Vögel, die immer noch singen und darüber, dass alles viel besser ist, als das, was uns die Medien glauben machen wollen. Nicht zuletzt redet er darüber, aus eigener Erfahrung, dass nur schlechte Nachrichten es wert scheinen, publiziert zu werden. Dabei macht er sich sogar über das Dihydrogenmonoxid lustig, dem jährlich einige hundert Menschen zum Opfer fallen.

Schauen sie sich diesen politisch reichlich unkorrekten Vortrag an, wenn sie 20 Minuten und nichts dagegen haben, dass Ihr Denken die Richtung ändern könnte.

Here it is!

Donnerstag, 3. Oktober 2013

Eine kleine Freude im Alltag: Die Kermesbeere

Ich freue mich immer, wenn ich in Niederbachem mal etwas Besonderes sehe. Kommt nicht so oft vor. Doch heute traf ich ein alte Bekannte, die mir schon in Poppelsdorf gefiel. Die Kermesbeere (Phytolacca acinosa). Eine von diesen "bösen" Pflanzen, die von ewig gestrigen "Naturschützern" als Neophyten bezeichnet werden, die es auszurotten gilt. (Nein, ich sag jetzt nicht, was ich von "Naturschützern" halte, die ihre Tage damit verschwenden, Einwanderer zu bekämpfen!)

kermesbeere-IMG_4314

Mal ganz abgesehen davon, dass mir die Fruchtstände dieser Pflanze sehr gefallen, gefällt mir diese Pflanze auch, weil sie eine Geschichte hat. Wer ihre Beeren in der Hand zerdrückt, kann sich die Geschichte sofort vorstellen, wenn er auf seine roten Finger schaut. Genau! Früher mal wurde mit dem Saft alles Mögliche eingefärbt. Tinte zum Beispiel. Gerne wurde er auch dazu genutzt aus billigem Weißwein, teuren Rotwein zu machen. Auch für Süßigkeiten war er gut.

Geht es noch schöner?

Ich freue mich jedenfalls täglich, wenn ich an "meiner" Kermesbeere vorbeifahre. Morgen nehme ich ein paar Beeren mit, um sie in unserem Garten anzusiedeln. Bei uns sind Neophyten immer herzlich willkommen.

Dienstag, 20. November 2012

Muybridge - "The Attitudes of Animals in Motion" (Chapter 1: Horses)

Ein Gruß rheinaufwärts zur Beförderung galoppierender Gedanken:

Sonntag, 11. November 2012

Sonntagsgedicht von Heinz Erhardt

Freitag, 19. Oktober 2012

Der Fliegenpilz in meinem Garten

Während um uns herum im Neubaugebiet und in den überkultivierten Gärten der Alteinwohner unseres Dorfes kein Wert mehr auf Natur im Garten gelegt wird, freue ich mich umsomehr, dass wir neben vielen anderen Pilzen auch ein paar Fliegenpilze im Garten haben.

Fliegenpilz

Der Fliegenpilz bei Wikipedia

Der Fliegenpilz bei Planet Wissen

Der Fliegenpilz als Droge

Der Fliegenpilz hat dank Niels Hallerberg auch sein virtuelles Museum. (Empfehlung!)

Freitag, 6. Juli 2012

Kapernblüte

Die wahrscheinlich erste Kapernblüte (Capparis spinosa) in Wachtberg-Niederbachem.

Kaperbluete

Fast hätte ich sie verpasst. Deshalb das Nachtfoto.

Ich liebe Kapern und freue mich auf die erste Ernte, die ausreichend sein wird, die ganze Familie mit Königsberger Klopsen zu beglücken, die mit Kapern aus eigener Ernte aromatisiert sind. Bis dahin übe ich mich in einer Disziplin, die mir nicht liegt: Geduld.

[Denke beim Anblick des kleinen Strauches täglich an Dr. Peter Titze/Erlangen, der mir in Italien den ersten Kapernstrauch meines Lebens zeigte. Wow!]

Sonntag, 18. Dezember 2011

Der Blaue Burgunder

Wein mag ich sehr. In flüssiger Form, fast mehr aber noch als Gewächs. Warum das so ist, kann ich schwer in Worte fassen. Ich mag sein Laub, die Reben sowieso, vor allem aber die knorrigen Rebstöcke, denen man ansieht, wie viel Arbeit in sie investiert wurde. Über Jahre und Jahrzehnte.

Da ich meist mit dem Spätburgunder an der Ahr zu tun habe, ist der mir am meisten ans Herz gewachsen. Was und wie viel er mit diesem hier abgebildeten Blauen Burgunder zu tun hat, vermag ich nicht zu sagen. Er ähnelt ihm aber sehr.

Zu dieser Sorte habe ich eine besondere Affinität.

[Gefunden im "Atlas der für den Weinbau Deutschlands und Oesterreichs werthvollsten Traubensorten. Hrsg. von Herrmann Goethe ; Rudolph Goethe. Wien 1876." - Digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek]

Via Bibliodyssey.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Fisch in Eis: das etwas andere Aquarium

Fische, die im Wasser schwimmen sehen schön aus. Ihre harmonischen Bewegungen geben uns Ruhe. Es macht uns Freude, sie zu beobachten. Sie ziehen ihre Bahnen, suchen Unterschlupf, interagieren miteinander, weichen aus und attackieren sich.

Das Kori no Suizokukan (Eis-Aquarium) in Kesennuma zeigt auch Meeresbewohner. 450 Arten. Allerdings schwimmen die nicht, sondern sind in glasklar erscheinendem Eis eingefroren. Tot, still und in blaues Licht gehüllt. Auch schön und wunderbar.

Frozen-Aquarium11

http://www.uminoichi.com/iceaqua.html

Cool!

Why not? Vielleicht ist es sogar nachhaltiger als konventionelle Aquarien.

Hier geht es zur Homepage des Aquariums. Da sie die kaum verstehen werden, lesen Sie lieber diesen Artikel oder diesen hier.

Dienstag, 8. Juni 2010

22 Bäume = ein Museum?

Am 14. Juni eröffnet der bekannte Schweizer Landschaftsarchitekt Enzo Enea in Raperswil-Jona, Kanton St. Gallen, sein Baummuseum.

Las ich gerade in der New York Times und bei genevalunch.com

Ich mag Bäume, und Museen liegen mir auch nahe. Doch muss man 22 Bäume vor Wänden aus Sandstein gleich unter dem Begriff "Museum" zusammenfassen? "Baumgarten" hät's doch auch getan, oder etwa nicht?

PS: Den Link auf seine Internetseite gebe ich nur ungern weiter, weil der bei mir nicht wirklich funktioniert, sondern vielmehr meinen Browser (firefox) abstürzen lässt. Doof!

Mittwoch, 12. Mai 2010

The Oldest Living Things in the World

Dieses Fotoprojekt gefällt mir sehr. Vielleicht auch, weil mir alles gefällt, wo Geschichte lebendig ist.

namibia

Die Fotografin Rachel Sussmann sucht nach den ältesten Lebenswesen, die auf unserem Erdball zu finden sind. Ein Tolles Projekt, das man unterstützen sollte, wie ich finde. Ideel per Tipp oder finanziell (s.u.).

Mehr:
+ Homepage von Rachel Sussmann
+ Ihr Blog
+ Unterstützung via Kickstarter.

Futterkiste

xml version of this page Follow Me on Pinterest
Ich bei Facebook: Facebook

Dieses Blog durchsuchen

 

Kontakt

museologie(at)gmx.de

Kommentare

Danke sehr!
Danke sehr!
Joern Borchert - 2015-01-14 00:42
Toller Artikel!
Hallo Herr Borchert, ich fand den Artikel sehr interessant. Herzlichen...
Perfectrix - 2014-11-20 09:37
Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50

Links in separatem Fenster

alle Links auf der aktuellen Seite in einem neuen Fenster öffnen 

Status

Online seit 4255 Tagen

Zufallsbild

Noch immer eine Baustelle

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Zählwerk

Besuche werden mit StatCounter gezählt.

Rechtliches


Creative Commons License

xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)
xml version of this topic

Impressum

Jörn Borchert
museologie [at] gmx [punkt]de

Jörn Borchert ist der Verantwortliche und Betreiber dieser Website sowie inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV.
Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehme ich keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Haftungsausschluss