
Hans Gert Pöttering und Hans Walter Hütter
© Stiftung Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Michael Jensch, Axel Thünker
Vor gut einem Jahr machte ich schon einmal auf das
"Tollhaus Europa" aufmerksam und zeigte mich ein wenig verwundert, dass Hans-Gert Pöttering, der Präsident des Europäischen Parlaments, zu den beiden Ausstellungsprojekten zur Europäischen Geschichte in Brüssel noch ein drittes hinzufügen wollte. So sagte er in seiner
Grundsatzrede zum Amtsantritt.
Heute fand ich auf den Webseiten des Hauses der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland eine
Pressemitteilung, in der zu erfahren ist, dass das Europäische Parlament ein neunköpfiges Expertengremium einberufen hat, das unter Leitung des Präsidenten der Stiftung Haus der Geschichte der BRD, Hans Walter Hütter, bis zum Herbst 2008 ein inhaltliches Konzept für die Errichtung eines „Hauses der Europäischen Geschichte“ erarbeiten soll.
Da das Haus der Geschichte inzwischen dafür bekannt ist, sich immer wieder selbst zu wiederholen - die Sonderausstellungen beweisen das eindrucksvoll und in immer unerträglicherer Weise - wird es ihm nicht schwer fallen, das geforderte inhaltliche Konzept bis zum Herbst vorzulegen. Vermutlich wird es dem
Konzept ähneln, das vor zwei Jahren vom Haus der Geschichte für das in Aachen damals geplante, dann von den Bürgern abgeschmetterte "Bauhaus Europa" erarbeitet wurde.
So sieht effektive Arbeit aus. H.W. Hütter, der politisch in Neuss nicht reüssieren konnte und den es nun umso heftiger nach oben drängt, wittert mal wieder Morgenluft. Und in Brüssel werden in beträchtlicher Millionenhöhe die Gelder der europäischen Steuerzahler großherrschaftlich auf das Europamuseum, das Besucherzentrum des Europäischen Parlaments und nun auch noch auf ein "Haus der europäischen Geschichte" verteilt.
Altes Konzept. Neue Personal- und Reisekosten. Und der Bürger bekommt kaum etwas davon mit, wie seine Steuern verschwendet werden...