Europa

Freitag, 20. Januar 2012

Vormerken! Pressekonferenz zum Haus der Europäischen Geschichte

Nachfolgend genannte Pressekonferenz wird kommenden Mittwoch live aus dem Europäischen Parlament übertragen:

Press Conference: Hans-Gert PÖTTERING, Miguel Angel MARTINEZ MARTINEZ and Prof. Włodzimierz BORODZIEJ, Chair of the Academic Committee of the House of European History

25 Januar 2012 - 10:30/11:00

Subject:"The state of play of the House of European History"

Hier müsste sie zu sehen sein: EP Live
[hier gefunden]

Mittwoch, 6. Juli 2011

Maison de l'Histoire Européenne": JSWD Architekten gewinnen Wettbewerb

Das Architektenbüro JSWD/ Köln hat in Kooperation mit
Chaix & Morel et Associés/ Paris den Wettbewerb zum "Maison de l'Histoire Européenne" in Brüssel gewonnen.

Wie dieses Haus, das 2014 eröffnet werden soll, aussehen wird? So etwa:

Maison de l'histoire européenne
Copyright: JSWD Architekten/Chaix & Morel

Schön, dass man überhaupt mal wieder etwas vom Haus der europäischen Geschichte liest, wo es doch ansonsten eher das Licht der Öffentlichkeit und mögliche Debatten scheut.

Immerhin, letzten Samstag berichtete Andrea Mork, vom Haus der Geschichte/Bonn nach Brüssel entsandt, bei einer IMEC-Tagung in Saint-Germain-la-Blanche-Herbe über das Projekt.

Mittwoch, 6. April 2011

Das Haus der europäischen Geschichte: Informationsdefizite

Das fand ich heute auf der Seite des Luxemburger Europaabgeordneten Georges Bach:

"2007 lancierte Hans-Gert Pöttering das Projekt vom Haus der europäischen Geschichte. Seitdem konnte das Konzept so weit ausgearbeitet werden, dass ein Architekturplan sowie ein wissenschaftlicher Ausschuss zur Einrichtung des Museums stehen. Auch eine Museumsdirektorin sei gefunden, so teilte Miguel Angel Martínez-Martínez dem Kulturausschuss bei seinem letzten Besuch im Europaparlament mit. Bei seinem bereits vierten Besuch im Ausschuss ging es vor allem darum, über die Fortschritte, aber auch Rückschläge der letzten Zeit zu berichten.

Ziel des Projekts sei es, junge und alte Menschen über die verschiedenen Geschichten Europas zu informieren und dabei einen starken Akzent auf das « Wunder » des Übergangs von Konfrontation zu Integration; von Krieg zu Frieden zu setzen. Dabei sollen die Werte der EU vermittelt werden. Das Projekt wurde letztendlich vom Europäischen Parlament ausgeführt, weil sich hier die Pluralität, welche die Union ausmacht, am besten zeigt und vermitteln lässt.

Dass ein Haus der europäischen Geschichte eine vielversprechende Idee sei, wurde im Kulturausschuss allgemein anerkannt. Hindernisse gäbe es jedoch trotzdem, vor allem auf budgetärem Niveau. Der Haushaltsauschuss habe die benötigten Mittel zur Fertigstellung des Projekts nur zögernd aus der Reserve freigegeben, so Martínez. Er verstehe die Kritik nicht, das Projekt sei nicht transparent genug, die Abgeordneten hätten die vorliegenden Dokumente zum Fortschritt bloß nicht gelesen. Allerdings wurde schnell deutlich, dass dem Haushaltsausschuss ein detaillierter Kostenplan vorgelegt werden müsse, um dem benötigten Etat zuzustimmen. Vor allem über die laufenden Betriebskosten nach der Eröffnung des Museums herrsche noch zuviel Unklarheit. Das größte Problem sei jedoch, dass für das Museum an anderer Stelle gespart werden müsse. Der Haushaltsausschuss müsse sich demnach mit dieser schwierigen Angelegenheit auseinandersetzen, ebenso wie mit der Kritik, in Brüssel würde nicht gespart, obwohl die Union gleichzeitig die Mitgliedstaaten zu Sparmaßnahmen verdonnere (Helga Trüpel).

Die prinzipielle Unterstützung des Projekts wurde nicht in Frage gestellt, allerdings bräuchten die betroffenen Ausschüsse im Europäischen Parlament weiter reichende Informationen über das Museum und seine Umsetzung, um es letztendlich erfolgreich fördern zu können."


Offenbar bekommt nicht nur die Öffentlichkeit keine Informationen über dieses Projekt. Die Mitglieder des Europäischen Parlaments sind ebenso ahnungslos. Das gibt zu denken.... Demokratie geht anders!

Das denken andere auch, zum Beispiel Heide Rühle von den Grünen. Gelesen in der Badischen Zeitung.

Das sagt die Daily Mail zu den Kosten des geplanten Hauses.

Montag, 3. Mai 2010

Das Haus der Europäischen Geschichte in Brüssel - 14 Mittäter gesucht

Tja, Pech gehabt, die Bewerbungsfrist endete am 23.4. diesen Jahres. Haben Sie das mitbekommen? 14 Stellen waren ausgeschrieben, inklusive der des "akademischen Projektleiters". Zu finden waren sie etwa hier. Wer mehr über diese Stellen Wissen will, der lese diesen Text:Haus-der-europaeischen-Geschichte-Stellen (pdf, 494 KB).

Obwohl ich regelmäßig das Internet zum "Haus der europäischen Geschichte" durchforste, viel mehr als das, worauf ich Sie heute aufmerksam mache, ist da nicht zu finden. Und das auch noch zu spät. Pardon. Das Vorbereitungskomitee macht es einem nicht gerade leicht, auf dem Laufenden zu bleiben. Seine Informationspolitik ist eher defensiv angelegt.

Was hat das zu bedeuten? Nichts Gutes. Es bedeutet nur, dass man sich sehr bemüht, uns Bürgern der EU Informationen über das Fortschreiten des Projektes vorzuenthalten. Vermutlich aus gutem Grund. Bloß keine Diskussion aufkommen lassen. Sonst scheitert das Projekt noch. Etwa so, wie es vor Jahren in Aachen scheiterte. Oder liege ich da falsch?


PS: Wer zum engsten Kreis der Kandidatinnen für die Stelle der Projektleiterin gehören wird, ahnen wir schon jetzt. Keine schlechte Wahl! Möge Sie sich durchsetzen! Zumindest käme dann zum politischen Kalkül auch noch etwas museologischer Sachverstand zum Tragen.

Freitag, 26. Februar 2010

Brüssel: Nichts Neues zum Besucherzentrum des Europäischen Parlaments - und auch nichts Neues zum Haus der europäischen Geschichte

Aus EuropeanVoice.com:

The Parliament's visitor centre

"The budgetary control committee asked why the Parliament's new visitor centre in Brussels had not yet opened. The plan to set up the new 6,000 square-metre centre was approved four years ago, but construction was delayed by having to translate tender documents and abiding by Belgian rules, the Parliament said. It added that some bidding procedures on contracting out the needed work on the centre were cancelled because offers submitted were “overpriced” and showed possible collusion between construction bidders.

The project has also been bogged down over what the final design concept of the centre is supposed to be. The centre is to house multimedia exhibits on the history and evolution of European integration, in all 23 official EU languages. The opening is expected sometime this spring."


Und ich frage mich ferner, warum man nirgendwo etwas über den Stand des Architekturwettbewerbs zum "Haus der europäischen Geschichte" lesen kann. Offenbar scheuen die, die es planen, die Öffentlichkeit. Sie werden ihre Gründe haben. Gründe, die sicher nicht in ein demokratisches Europa passen... Sonst würde man mehr darüber lesen.

Samstag, 10. Januar 2009

Das Haus der Europäischen Geschichte: nichts Neues

house of european history

Die Kölnische Rundschau hat auch schon bemerkt, dass unter der Ägide des Haus der Geschichte in Bonn ein Pendant für Europa in Brüssel entwickelt werden soll.

Mehr als offizielle Verlautbarungen wiederzugeben, fällt der Autorin (?) allerdings auch nicht ein.

Ja, ist den Journalismus heute nur noch Copy & Paste? Man könnte sich ja auch einmal ein Paar Gedanken zum vorgelegten Konzeptentwurf zum Haus der Europäischen Geschichte abringen.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Europäisches Parlament: Die Geschichte wird gemacht!

Entscheidung für Haus der Europäischen Geschichte

Gestern wurde im Europäischen Parlament entschieden, dass das Haus der Europäischen Geschichte realisiert werden soll.

Zunächst werden Gremien eingerichtet: Ein politisches und ein Expertengremium. Bien sûr.

Mehr dazu in der Pressemitteilung des Europäischen Parlaments.

Ich bin gespannt, wo und an welchen Punkten diesem Projekt in ganz Europa öffentliche Aufmerksamkeit zuteil wird. Schließlich soll da Geschichte gemacht werden. Bislang scheint es außer einigen Polen keinen zu interessieren. Ich denke, das sollte anders werden!

Denn dieses Museumsprojekt ist eine gute Gelegenheit, wieder einmal darüber nachzudenken, was Europa eigentlich war und ist und auch darüber, was es werden kann. Doch anscheinend interessiert das außer ein paar Europapolitikern nur wenig andere Säue.

Mehr Streit bitte.
Für Europa!

Montag, 15. Dezember 2008

Nachtrag zur Kritik aus Polen am House of European History

Zum Artikel vom 7.12. 2008 zur polnischen Kritik am Konzeptpapier des Hauses der Europäischen Geschichte habe ich einen Nachtrag mit Link zu den einzelnen Kritikpunkten hinzugefügt.

Haus der Europäischen Geschichte: Konzeptpapier nun online!

house of european history

Das Haus der Europäischen Geschichte ist heute Gegenstand einer außerordentlichen Sitzung der Kommission für Kultur und Bildung des Europäischen Parlaments.

Nachdem dieser Tage die WELT und heute die FAZ über das Projekt berichteten, dürfte in den nächsten Tagen noch etwas mehr über das ehrgeizige Museumsprojekt geschrieben werden.

Damit Sie sich eine eigene Meinung bilden können, dürfte es nützlich sein, das Papier zu kennen, auf das alle Beiträge Bezug nehmen werden.

Hier finden Sie die KONZEPTIONELLEN GRUNDLAGEN FÜR EIN HAUS DER EUROPÄISCHEN GESCHICHTE in 22 Sprachen. Die deutsche Version (pdf, 30 Seiten) gibt es HIER.

Viel Vergnügen mit Texten wie diesem:
"Formen höherer, bereits „europäischer“ Kultur entwickelten sich im Rahmen des Handels im östlichen Mittelmeerraum und am Schwarzen Meer, Regionen, die für die Landwirtschaft nicht fruchtbar genug waren, aber für die Entwicklung der Schifffahrt und das Entstehen kleiner Staaten anstelle der großen, landwirtschaftlich geprägten Staaten im Umkreis des Nils, des Euphrats und des Tigris’ bessere Voraussetzungen boten." (S. 11, Abs. 27)

[Mehr Beiträge zu diesem Thema in der Rubrik "Europa"]

Freitag, 12. Dezember 2008

Haus der Europäischen Geschichte in Brüssel bekommt langsam die Aufmerksamkeit der Medien

house of european history

Gerhard Gnauck, Polen-Korrespondent der WELT, nimmt die in Polen laut gewordene Kritik zum Konzeptentwurf des "Hauses der Europäischen Geschichte" näher unter die Lupe: in der WELT vom heutigen Tage.

Laut seiner Aussage lag ihm das 24-seitige Konzeptpapier zum HdEG vor. Leider liefert die WELT den Entwurf nicht gleich mit, damit man sich eine eigene Meinung dazu bilden könnte. Auf den Internetseiten des Europaparlaments ist er ebenfalls nicht zu finden. Offenbar scheut man sich in Brüssel vor dem Bürgerinteresse. Schade!

[Dieser Beitrag bezieht sich auf diesen hier.]

PS: Heute erschien ebenfalls in der WELT dieser Artikel von Claus Leggewie: "Auf der Suche nach der Pathosformel. Zum EU-Gipfel in Brüssel: Wie kann Europa einprägsame Bilder und Symbole entwickeln?"

!!![Noch mehr Beiträge zu diesem Thema (auch neuere!) in der Rubrik "Europa"]!!!

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Kommentare

Danke sehr!
Danke sehr!
Joern Borchert - 2015-01-14 00:42
Toller Artikel!
Hallo Herr Borchert, ich fand den Artikel sehr interessant. Herzlichen...
Perfectrix - 2014-11-20 09:37
Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50

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