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Mittwoch, 13. Februar 2013

Neublog: Traumausstellungen

Hier blogge ich ab und an, was mir gefällt. Kritisches, Neuigkeiten aus dem musealen Umfeld und allerlei zur Kultur Europas.

So sehr mir die Beobachtung der Kulturszene Freude macht, so sehr missfällt mir schon seit Längerem die doch eher beobachtende Funktion dieses Blogs. Ich werde hier sicher weiter auf das aufmerksam machen, was mir gefällt oder was ich gar nicht mag.

Doch peu à peu soll dieser Blog hier an die zweite Stelle treten. An die Stelle der vermittelnden Beobachtung soll die Vermittlung von Ausstellungsfantasien treten. Ideen, die schon seit Langem in meinem Kopf herumschwirren.

Manche mögen denken: "Wie dumm, dass der Borchert seine Ideen herausposaunt." Wenn ich mir anschaue, wie langweilig die Ausstellungszene gegenwärtig ist, denke ich, dass es keine andere Chance gibt, als herauszuposaunen, was alles möglich ist, sein könnte und möglich gemacht werden müsste. Mir macht es weder Freude, dass die Ausstellungsbeamten als Agenten der Kunstmafia operieren noch macht es mir Freude, dass sich manche Museumsdirektoren vor der Stadtkämmerin in den Dreck werfen.

Es braucht Ideen, wenn das Museum als institution noch eine Zukunft haben soll. Frische Ideen. Das Museum hat nur noch eine Zukunft, wenn es die Fantasien Vieler anregt statt nur die zu unterstützen, die ohnehin schon die Kultur in Händen haben, sie besitzen und ihren Reibach daraus ziehen.

Es gibt so viele Möglichkeiten, Kultur jenseits aller Sparzwänge und Gewinninteressen Einzelner lebendig sein zu lassen oder zu machen.

Ein kleiner Beitrag dazu, soll mein neuer Blog sein: "Traumausstellungen".

Ein Blog, in dem ich mich auf meine Ausstellungsträume konzentrieren möchte. Auf spinnerte Ideen zu Museen und Ausstellungen. Ideen gegen die Beamtenkultur in unseren Museen. Ideen gegen die Museen als Motoren des Kunsthandels. Fantasien, wie Ausstellungen so wirken könnten, dass auch bisherige Nicht-Kulturfreaks Freude an Kultur empfinden könnten. Ausstellungen, die nicht nur für Bildungsbürger jenseits der 50, sondern auf für jüngere Leute unter 20 gedacht sind. Ausstellungen, wo man gerne hingeht, weil sie einfach Spass machen. Ausstellungen, die Freude machen, weil sie den vielbeschworenen "Bildungsauftrag" ignorieren. Neues zeigen, Ideen geben, Fantasie anregen. Nicht das bestätigen, was man schon immer gewußt oder gedacht hat oder denken sollte, sondern das anstossen, was man noch nie gedacht hat.

Ja, auf der anderen Seite des Flusses ist das Gras wirklich grüner. Das sehen doch alle.

Ob es mir gelingt, dazu beizutragen, den einen, die andere dazu anzuregen, den Fluss zu überqueren, kann ich noch nicht absehen. Ich versuch's halt.
Mit den Traumausstellungen.

Montag, 15. Oktober 2012

Neu in der Blogroll: Klaus Graf auf tumblr

Auch die Aktivitäten von Klaus Graf aka Archivalia (war einer der ersten Einträge in meine Blogliste!) auf tumblr machen Freude. So sollen sie ab heute in meiner Blogliste zu finden sein. Zu Ihrem und meinem Vergnügen.

Donnerstag, 27. September 2012

Konferenz: "Rezensieren - Kommentieren - Bloggen. Wie kommunizieren Geisteswissenschaftler in der digitalen Zukunft?"

recensio

Dass sich Geisteswissenschaftler des deutschsprachigen Raums meist noch nicht mit dem Web angefreundet haben, ist eine unübersehbare Tatsache. "Gute" Wissenschaftler schreiben Bücher und publizieren in Fachzeitschriften. Die gedruckte Dissertation scheint noch immer wertvoller, als eine Veröffentlichung im Web. Die Möglichkeiten des wissenschaftlichen Publizierens und des Austauschs im Internet werden von ihnen nur selten genutzt. Blogs und Kommentare gelten hierzulande oftmals als etwas anrüchig oder gar reputationsschädigend.

Anlässlich seines zweiten Geburtstags richtet deshalb recensio.net eine Konferenz aus, die sich als Plattform des Gedankenaustauschs zu diesem Problemfeld versteht.
Bereits jetzt ist der Blog zur Konferenz online. Dort findet man das Tagungskonzept, das Tagungsprogramm und alles, was man wissen möchte, wenn man mit einem Besuch der Konferenz liebäugelt. Einige Blogbeiträge deuten an, dass diese Konferenz nicht nur interessant, sondern auch ganz lustig werden könnte.

Eine Konferenz, die ich allen Internetanalphabeten und -kritikern sehr empfehlen möchte.

Details im Blog zur Konferenz "Rezensieren – Kommentieren – Bloggen: Wie kommunizieren Geisteswissenschaftler in der digitalen Zukunft?", München Nymphenburg, 31. Januar - 01. Februar 2013

Die Teilnahme an der Konferenz ist kostenlos. Eine Anmeldung bis spätestens 24. Januar 2013 wird erbeten: eva.kraus@bsb-muenchen.de
Bitte geben Sie bei der Anmeldung an, an welchen Tagen Sie die Konferenz besuchen wollen.

Freitag, 6. Juli 2012

327 Museen bei Pinterest

.... hat die umtriebige Jenni Fuchs zusammengestellt.

Mehr als ich gedacht hätte

Wenn Sie auf's Bild klicken, dann finden Sie alle - und der Abend ist gerettet. ;-)

Dank dafür!

Donnerstag, 14. Juni 2012

Neu in der Blogroll: Museum Diary

Macht Entdeckungen in der Welt der Museen möglich... Sogar für Profis!

Alle, die sich für die Präsenz von Museen im Internet interessieren, begegnen früher oder später Jenni Fuchs. Einer höchst ambitionierten jungen Frau, die in Berlin wohnt, aber auch in Schottland zu Hause ist und einen dementsprechend weiten musealen Horizont hat. Umtriebig, wie sie ist, weist sie gerne auf außergewöhnliche, auch kleine Museen hin und weitet stets den Blick.

Grund genug, ihren Blog Museum Diary, endlich in die Blogrolle aufzunehmen.

Donnerstag, 10. Mai 2012

Kommentar unmöglich?

Aus aktuellem Anlass (Hallo Christian!) fragte ich dieser Tage bei twoday nach, weshalb manche Kommentare als Spam klassifiziert werden und daher nicht bis in diesen Blog gelangen.

Die Antwort:

"Anonyme (unangemeldete) Kommentare werden auf twoday durch Akismet geprüft. Gründe, warum ein Kommentar als Spam klassifiziert wird, können folgende sein:

- Mehrere Links im Kommentar
- Viele Kommentare innerhalb einer kurzen Zeitspanne
- die IP des Kommentators befindet sich auf einer Blacklist.

Direkten Einfluss auf deren Routinen haben wir nicht, und es gibt leider auch keine Möglichkeit, "abgelehnte" Kommentare zurückzuholen."

Hilft das weiter? Keine Ahnung.

Freitag, 4. Mai 2012

Neu in der Blogrolle: Colossal

Immer finde ich im Netz höchst inspirierende Blogs, bei denen ich mich immer frage, wie sie an ihre Fotos und Informationen kommen.

Zum Beispiel dieses hier von einem Badezimmer, das über einem Fahrstuhlschacht eingerichtet wurde.

Mir geben solche Blogs viel Freude und Ideen. Vor allem, wenn darin etwas zu Kunst, Architektur, (Raum-)design und vielem mehr zu finden ist. Ein guter Grund COLOSSAL in die Blogrolle aufzunehmen. Eine digitale Wundertüte.

Sonntag, 13. Februar 2011

Neu in der Blogroll: Jasper Visser

Dieser Blog macht Museumsfreaks Freude!

Wer sich mit der Zukunft musealer Vermittlung befasst, dem bringe ich natürlich Sympathie entgegen. Jasper Visser tut das in seinem Blog "The Museum of the Future" in höchst angenehmer Weise. Dazu kommt, dass mir das Design des Blogs ebenso gefällt wie Jaspers Worte, die ohne Geschwurbel aus- und ankommen. Und das, obwohl er für das Museum der Geschichte der Niederlande arbeitet.

Von Blogs wie diesen können gar nicht genug in meiner Blogroll stehen (s.r.). Ich mag den niederländischen Umgang mit ihrer Geschichte und ihren Museen. Haben Sie das schon gemerkt? Ich denke, wir können da viel lernen.

Schauen Sie also einmal vorbei!

Freitag, 21. Mai 2010

Probleme twitternder Museen: Da lachen nur die, die keine Ahnung haben

Heute quietschte der Twitter Account des von der Heydt-Museums/Wuppertal heftigst. Erst hieß es, dass Twitter seitens des Museums nicht mehr genutzt werden dürfte (Zitate hier). Bald darauf wurde das widerrufen. Was war da los?

Offen gestanden, ich wundere mich, dass es Museen in öffentlicher Trägerschaft gibt, die überhaupt twittern dürfen.

Haben Sie schon einmal in einer öffentlichen Verwaltung gearbeitet? Kennen Sie Dienstwege? Wer in einem Museum arbeitet, das nicht privat ist, der kann nicht einfach alles in die Welt verspritzen, was ihm grad in den Kopf kommt. Vieles davon muss erst einmal von denen abgesegnet werden, die ihm übergeordnet sind. Blog- und und Twitter-Fans mag das dämlich vorkommen. Doch ich finde schon, dass das Sinn macht. Und ich finde das eigentlich auch gut so.

Stellen Sie sich bitte mal vor, die Direktorin eines Museums versucht gerade, Sponsoren für ein Ausstellungsprojekt zu finden und einer ihrer Mitarbeiter verbreitet, ohne mit ihr gesprochen zu haben, via Twitter irgendetwas, was den Sponsor vergrätzen könnte. Wär doch blöd, oder? Blöd, weil damit das ganze Projekt sterben könnte. Denn nur selten zählen bisher die Follower bei Twitter. Doch, es gibt Wichtigeres!

Insofern kann ich mir vorstellen, dass es Institutionen gibt, die Angst vor Twitter haben. Einerseits entwickelt sich Twitter zu einem Medium der Öffentlichkeitsarbeit, auf das man nicht verzichten sollte, andererseits kann Twitter auch Probleme schaffen, die man bisher nicht hatte. Nicht zuletzt, weil Twittern nur sinnvoll ist, wenn man schnell ist und die nötigen personellen Kapazitäten dafür hat, schnell sein zu können.

Ich bin höchst neugierig, wie dieses Problem in deutschen Museen aktuell gehandhabt wird. Gibt es da überhaupt Diskussionen zu diesem Thema? Ihre Erfahrungen dazu würden mich brennend interessieren. Bitte um Kommentare.

Musée-Oh: Neues Museumblog in Frankreich

Seit März 2010 gibt es ein neues Blog, das Aktuelles aus der (meist französischen) Museumsszene liefert:
Musée-Oh. L'actu en Muséologie

Schauen Sie mal vorbei!

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museologie(at)gmx.de

Kommentare

Danke sehr!
Danke sehr!
Joern Borchert - 2015-01-14 00:42
Toller Artikel!
Hallo Herr Borchert, ich fand den Artikel sehr interessant. Herzlichen...
Perfectrix - 2014-11-20 09:37
Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50

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