Bilddatenbanken

Samstag, 8. März 2014

Getty Images for free

Getty Images gestattet nun die kostenlose Nutzung ihrer Fotos in privaten Blogs, auf Twitter und bei Tumblr. Naja, zumindest vieler ihrer Fotos.

Blöderweise funktioniert der Einbettungscode hier nicht.

Was Klaus Graf zu diesem Angebot zu sagen hat: Hier.

Samstag, 22. Juni 2013

360°-Panoramen, die einem den Atem rauben

Wieder einmal machte mich ein Twitterkollege auf etwas aufmerksam, was einfach wunderbar ist.

Auf die 360°-Panoramen von AirPano. Panoramen, die so gut sind, dass man sich kaum noch von ihnen lösen kann. Die Website funktioniert und die Bilder, die man sieht, rauben einem den Atem.

Bilder, die einem das Ausmaß der Hochwasserkatastrophe an der Elbe so vorführen, wie das niemals ein Bild im Fernsehen könnte.

Vor allem aber Bilder, die fast so gut wie Urlaub sind. Ein Highlight sind sicher die Panoramen von Paris.

Eiffel-Tower-Paris

Stöbern Sie einfach bei AirPano herum, entdecken Sie die Welt von oben ---- und vergessen Sie nicht, dass auch sie mal schlafen müssen. Das wird Ihnen schwer fallen. Doch die Bilder sind es wert, eine Nacht mit ihnen zu verbringen.

Mittwoch, 12. Mai 2010

SepiaTown und Google Street View

Während man sich hierzulande Gedanken darüber macht, wie man, wenn Google Street View (GSV) schon nicht zu verbieten ist, wenigstens Geld daraus ziehen kann, fangen andere an, die vielfältigen Möglichkeiten von Google Street View sinnvollen Nutzungen zuzuführen.

Zu diesen gehören die Betreiber von SepiaTown, einem Mashup, dass Fotos vergangener Zeiten lokal verortet und mit Bildern aus GSV verknüpft. Zum Beispiel Bilder von Eugène Atget aus Paris.

Atget: yesterday and today

Berlin ist aktuell mit ca. 200 Fotos vertreten.


Gefunden bei Twitter, noch so'n neumodisches Ding im Internet.

Freitag, 11. Dezember 2009

Deutsche Wochenschauen

Etwa 500 Deutsche Wochenschauen (Stand: 11.12.2009) liefert das Internet Archive aka archive.org. Vorwiegend solche aus den Jahren des Zweiten Weltkriegs. Entsprechend herrschen Themen vor, die etwas mit dem Krieg zu tun haben. Das ist ein weites Feld.

Panorama-Monatsschau 1944_08

Ein Highlight stellen dabei sicher die acht Panorama-Monatsschauen dar, denn die sind in Farbe.

Mich wundert, dass die hiesigen Verteidiger des Urheberrechts gegen die Veröffentlichung dieser Wochenschauen noch nicht eingeschritten sind. Und gleichzeitig freut sich der Historiker in mir darüber, dass er hier ohne Beschränkungen stundenlang Wochenschauen ansehen und begreifen kann, welcher Propaganda die Generation meiner Großeltern ausgesetzt war.

Ein Beispiel der "Deutschen Wochenschau" vom März 1945:



Mir scheint, die damalige Meinungsmache war primitiver als die, mit der uns heute Klimaprofiteure, Pharmaunternehmen und andere Weltretter dorthin treiben, wo sie uns haben wollen. Wir werden alle schlauer. Dummerweise die profitgierigen, moralabstinenten Zeitgenossen auch. Shit!

Hier finden Sie vorerst noch die deutschen Wochenschauen der traurigen alten Zeiten. Auf die Tagesschauen unserer Tage müssen Sie noch etwas warten. Dennoch wünsche ich gruselige Erkenntnisse. Die sind schon heute möglich. Gerade heute!

[Dank Archivalia gefunden]

PS: Sollte irgendwer sich in seinen Urheberrechten oder anderen Rechten verletzt fühlen, nehme ich obiges Bildbeispiel natürlich sofort aus dem Netz. Eine simple mail an museologie[ed]gmx.de genügt, um das zu klären.

Dienstag, 3. November 2009

Bilddatenbank Ruhr Museum

Wie groß war die Freude, als ich heute las, dass seit dem 1. Oktober die Bilddatenbank des Ruhr Museums online ist:

"Das Bildarchiv umfasst derzeit mehr als zwei Millionen Negative, mehrere zehntausende Papierabzüge und Dias. Unter www.fotoarchiv-ruhrmuseum.de können User selbständig in der Datenbank recherchieren und aus 730.000 Bildern wählen."

Da ich immer wieder einmal Bedarf an Bildern aus dem Pott habe, bin ich also schnell vorbeigesurft.

Gutes Design sieht anders aus!

Der erste Eindruck, das muss ich zugeben, war etwas enttäuschend. Aber ok, es kommt mir ja mehr auf die Inhalte an.
Also suchte ich nach etwas, was mich interessieren könnte.

Das kam dabei heraus:

Kontaktbögen

Eine Fülle von Kontaktbögen. Bögen, mit denen ich erst einmal nicht viel anfangen konnte und deren Watermarks die Betrachtung nicht gerade erleichtern.

Dann sah ich den Hinweis oben auf der Seite:

"Die Datenbank bietet Ihnen komplette Werküberlieferungen an. Daher sehen Sie als Suchergebnis meistens Bögen mit mehreren Filmstreifen und verschiedenen Themen - Sie können so alle Motivvarianten selbst prüfen. Das gesuchte Motiv finden Sie mit Hilfe der Bildnummer nach dem Schrägstrich, die sie durch Abzählen von links oben nach rechts unten ermitteln." [Hervorhebungen von mir]

Da endete nun das Vergnügen. Denn wo ich das gesuchte Motiv nach Abzählung von links oben nach rechts unten dann finden sollte, habe ich nicht herausbekommen. Die beigefügte Lupe ist lustig, hilft da aber auch wenig weiter.

Kinners, Kinners. Dauernd werden irgendwelche Datenbanken durchs Webdorf getrieben. Wie schön wäre es, wenn sie so gestaltet wären, dass man mit ihnen auch arbeiten könnte. Zumindest vom Design-Hochofen Zollverein sollte man das schon erwarten dürfen. Oder nicht?

Und warum man sich nicht an den Datenbanken orientiert, die unsere Nachbarn in Frankreich anbieten, kann ich auch inzwischen nicht mehr nachvollziehen. Mit der Datenbank Joconde der Musées des France etwa kann man arbeiten. Mit Mémoire auch. Ohne Bilder abzählen zu müssen, ohne Watermarks und mit allen Angaben, die man braucht, um mit den Bildern arbeiten zu können.
Mir scheint, dass es nicht nur sehr sinnvoll ist, derartige Vorhaben europaweit auszuschreiben, sondern schon in der Vorbereitungsphase Experten aus dem Ausland um Rat zu bitten. Damit Deutschland nicht weiter ein Entwicklungsland bleibt, was Bild- und Objektdatenbanken angeht. Langsam wird's peinlich.

Zur Bilddatenbank des Ruhr Museum kommen Sie hier.

Dort finden Sie auch alle die, die am Projekt beteiligt waren.

Donnerstag, 17. September 2009

IMAGO: DIE Bildagentur für Sportinteressierte

Tolle Bilddatenbank zum Sport

Ihr Webauftritt wirkt ebenso altbacken, ungeschickt und langweilig wie ihr Name: "imago - sportfotodienst". Kein Name, der in die Zeit passt und vermuten lässt, dass hier einige Millionen (!) Fotos zu finden sind, die alle Bereiche des Sports abdecken. Schaut man genauer hin, dann bemerkt man rasch, dass hier Leute am Werk sind, denen es um die Sache geht. Dienstleister, im besten Sinne des Wortes, die nicht mehr wollen, als Fotos zum aktuellen und vergangenen Sportgeschehen zu liefern. Und das tun sie in hervorragender Weise. Wenn sie Journalist, Historiker sind oder sich einfach nur für Sport interessieren, geben Sie in ihre Suchfunktion ein, was sie wollen, sie werden fast immer etwas finden, was Ihnen Freude macht, weil sie es verwenden können und Ihnen so den Arbeitsalltag erleichtert.

Und wenn Sie nichts finden, dann rufen Sie einfach bei imago an. So freundlich wird Ihnen nur selten geholfen. Die Mitarbeiter dieser Firma verstehen es, sie so bedienen, wie sie es sich wünschen. Toller Service!

Tun Sie sich was Gutes und besuchen Sie "imago, den Sportfotodienst". Noch heute! Falls nötig....

Samstag, 6. Juni 2009

Bibliotheca Palatina ist nun komplett online

Christen gegen Heiden, 1477
aus Cod. Pal. germ. 90: Vitaspatrum, um 1477

Nur drei Jahre hat es gedauert, bis die Digitalisierung aller 848 Handschriften der Heidelberger Bibliotheca Palatina abgeschlossen werden konnte. Jetzt sind ca. 270.000 Seiten und etwa 7000 Miniaturen der ehemals Pfalzgräflichen Bibliothek online abrufbar.

Doch, das macht Freude! Wo bekommt man sonst so nutzerfreundlich so interessante Informationen geliefert? Vorbildhaft!

Am 25. Juni 2009 wird in der Aula der Alten Universität Heidelberg der Abschluss dieses Digitalisierungsprojektes gefeiert.

Zur Presseinformation

Direkt zur Bibliotheca Palatina - digital

Freitag, 29. Mai 2009

eluxemburgensia: Das freut nicht nur Luxemburger Historiker

click to start

Es hat Vorteile, wenn ein Land klein ist. Luxemburg ist klein. Da es so klein ist, gibt es nicht so viele Zeitungen wie in großen Ländern. Und so kann Luxemburg auf einen Schlag seine wichtigsten Zeitungen, das Escher Tageblatt und das Luxemburger Wort, fast komplett via seiner Nationalbibliothek digitalisiert online stellen.
Beneidenswert.

Nicht wenige der dadurch verfügbaren ca. 800.000 Artikel aus den wichtigsten Luxemburger Zeitungen dürften auch deutschen Historikern Freude machen. Die frühesten Artikel stammen aus dem Jahr 1848.

Und wie nicht anders aus Luxemburg, dem Herz Europas, zu erwarten: dieses Angebot gibt es in deutsch, englisch und französisch.

Hier geht es zu eluxemburgensia.
Viel Vergnügen beim Gewinnen neuer Erkenntnisse.

Mittwoch, 13. Mai 2009

Fussball-Landschaften

© foto by katja und thomas frison
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via fussball-landschaft.de
© foto by katja und thomas frison

Jeden Samstag stehe ich auf dem Platz. Na ja, eher daneben. Abseits des Spielgeschehens schweifen die Blicke oft übers Gelände, bleiben an Details kleben. Schon oft kam mir in den Sinn, dass unsere Fußballplätze durchaus auch emotionale Qualitäten haben. So habe ich mich gefreut, als ich heute eine Seite entdeckte, die die Poesie der kleinen Plätze jenseits der Stadien einzufangen versucht:
fussball-landschaft.de.

Dort lesen wir etwas zur Idee der Seite:
"Stimmung. Kultur. Ästhetik. Emotion
fussball-landschaft.de ist Programm. Verwahrloste und aufgehübschte, unbespielbare und perfekte Spielfelder sind Teil einer Landschaft, die - zumindest ab und an - von uns allen bevölkert wird. Als Spieler, als Fan oder einfach nur im Vorbeifahren. Wer kennt nicht den Blick aus dem Auto auf die abendliche Trainingseinheit unter Flutlicht.

Die Fotografien sind Teil eines Romans, den der Betrachter im Kopf weiterschreiben kann. Die Auslassung ist nicht nur deshalb Konzept: fussball-landschaft.de ist kein Stadionführer und interessiert sich nicht für WM-Arenen, sondern ist Plattform für (Kultur)-Geschichten um den Platz herum."


Doch! Die Seite macht Freude, weil es da viel zu entdecken gibt. Nachdenklich Stimmendes, Schönes und auch Lustiges. Last but not least kann man da auch mich entdecken. Nein, ich kann nichts dafür. Doch bestimmt werde auch ich demnächst den Autoren der Seite ein paar Fotos schicken.

www.fussball-landschaft.de

Dienstag, 17. März 2009

Leiche hautnah: Ötzi, der Mann vom Hauslabjoch

Oetzi, der Mann vom Hauslabjoch, die älteste Feuchtmumie der Welt

Wahrscheinlich bin ich der Vorletzte, der mitbekommen hat, dass es die Gletschermumie Ötzi im Internet nun in Farbe und 3D gibt. Wer will, der kann die Leiche aus zwölf verschiedenen Blickwinkeln betrachten und soweit in die Bilder hineinzoomen, dass fast jede Schweißpore sichtbar wird. Seine Tätowierungen werden in einem eigenen Bereich gesondert unter die Lupe genommen und können auch bei UV-Licht in Augenschein genommen werden. Und wer 3D-Bilder mag, der hat sicher sowie die entsprechende "Rot-Blau-Brille" im Haus, die es ihm erlaubt Ötzis Rundungen in 3D zu betrachten.

Die beeindruckenden Fotos, die auf der intuitiv zu bedienenden Website zu bewundern sind, verdanken wir
Eurac Research, dem Institut für Mumien und den Iceman in Bozen, wo vom 19. bis zum 21. März 2009 der erste Mumien-Weltkongress stattfindet. Zeitgleich (bis Oktober 2009) gibt es die Mumien-Schau der Superlative in Bozen zu sehen. Mit mehr als 60 Toten!

Ich will allerdings auch nicht verhehlen, dass mich bei längerem Surfen auf Ötzis Körper, so muss man das wohl nennen, ein seltsames Gefühl beschlich. Wieder einmal stellte sich mir die Frage, wie lange ich tot sein muss, damit man meinen Leichnam im Museum oder Internet präsentieren darf, ohne als Sittenstrolch zu gelten. Oder was würden Sie sagen, wenn ich meinen verstorbenen Vater eingescannt hätte, um ihn hier hochauflösend zur allgemeinen Betrachtung anzubieten?

Futterkiste

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museologie(at)gmx.de

Kommentare

Danke sehr!
Danke sehr!
Joern Borchert - 2015-01-14 00:42
Toller Artikel!
Hallo Herr Borchert, ich fand den Artikel sehr interessant. Herzlichen...
Perfectrix - 2014-11-20 09:37
Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50

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