Archivalisches

Sonntag, 17. Februar 2013

1930: Menschen am Sonntag (full version)

Was wäre unser Industrieroboterleben ohne die betäubende Wirkung der Sonntage? Sehr wenig. Vielleicht sogar nix!

Vor 80 Jahren war das nicht anders:



Dank also an Curt Siodmak, Robert Siodmak, Edgar G. Ulmer, Fred Zinnemann und Billy Wilder, der das Drehbuch dieses wunderbaren Filmes verfasste. Und ganz nebenbei: Wer genau hinschauen mag, der sieht, was sich inzwischen verändert hat und auch das, was gleichgeblieben ist.

PS: Wer die Begleitmusik nicht mag, kann sie ja abschalten. So wie ich.

Mittwoch, 17. November 2010

Fundstück im Hausarchiv: Gemüsetüte

Gemuese -und Gefuehle- in Tueten

Was waren das noch für Zeiten, als man am Marktstand seine Gemüse nicht in sterilen Plastiktüten, sondern in Papiertüten ausgehändigt bekam. Versehen mit einer Botschaft, der man als Konsument nur zustimmen konnte - und die vom Verkäufer durchaus ernst gemeint war.

Ist gar noch nicht so viele Jahrzehnte her, dass der Markthändler am meisten verdiente, der die beste Qualität anbot. Heute gelten andere Regeln. Freuen tut mich das nicht. Gar nicht!

Mittwoch, 10. November 2010

Aufgefunden in meinem Büro: 40 Jahre DDR

40 Jahre DDR

Ersttagsbrief. Nicht gestempelt... Kaum zu glauben...

Montag, 8. November 2010

Soldaten werken - im Zweiten Weltkrieg

Gegen die Langeweile des Krieges!?
Im Auftrag des Wehrmachtbefehlshabers Norwegen in Verbindung mit der NSG "Kraft durch Freude" in Norwegen herausgegeben von Admiral Norwegen. Oslo 1942.

Einer von ca. 105 Bastelbögen, die der Langeweile des Krieges vorbeugen sollten. Besser so...

[eingestellt, mit freundlichen Grüßen, für das Ausstellungsteam von DIY/Frankfurt]

Dienstag, 7. April 2009

Schöne Bibliotheken

findet man auch bei flickr. Wie man hier sieht.

Donnerstag, 5. März 2009

Ist das Historische Archiv der Stadt Köln unterversichert?

Historisches Archiv der Stadt Koeln - mehr als eine Ruine
[Foto von rbrands]

Eine reichlich blöde Frage, auf die ich eben im Kölner Stadt-Anzeiger stieß. Demnach sei das Historische Archiv mit 60 Millionen Euro versichert gewesen. Der Kulturdezernent der Stadt Köln, Georg Quander, beziffert den Wert der Archivalien mit 400 Millionen Euro.

Klassischer Fall von Unterversicherung? Quatsch!

Klassischer Fall von dummer Fragestellung und sensationsgeilem Journalismus nebst unbedachter Äußerung eines Dezernenten.

Denn eigentlich weiß der auch, dass man den Wert der Archivalien und Kunstgüter, die im Historischen Archiv der Stadt Köln lagerten, nicht wirklich beziffern kann. Er hätte auch drei Millarden Euro sagen können, oder zehn. Denn das was dort nicht mehr gerettet werden kann, ist unwiederbringlich verloren und mit keinem Geld der Welt zu ersetzen. Nicht einmal mit Billionen.

Insofern unterscheidet sich der Kölner Unglücksfall eben auch von dem der Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Weimar. Während die Bücher der Weimarer Bibliothek zu nicht geringen Teilen prinzipiell durchaus ersetzbar waren, so sind es die Urkunden und Archivalien aus Köln - und das in Ihnen enthaltene Wissen! - eben nicht. Sie kann man mit Geld und pfiffigen Antiquaren nicht wieder beschaffen. Die Archivalien, die nicht mehr gerettet werden können, sind für alle Zeiten futsch. Ein zukünftiges Loch im kulturellen Gedächtnis der Stadt Köln.

Die oben genannten 60 Millionen beziehen sich also vermutlich nur auf das Gebäude und seine Ausstattung. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man die Archivalien versichert hat. Wenn doch, dann hätte man das Geld zum Fenster hinausgeworfen.

Der Stadt Köln und allen Menschen, die an europäischer Kulturgeschichte interessiert sind, wünsche ich heute nur eines: Es möge endlich aufhören zu regnen!

Wer etwas Gutes tun will, der spendet für die obdachlos gewordenen Nachbarn des Archivs etwas Geld auf folgendes Konto:

Empfänger: Stadt Köln
Kontonummer: 190 319 0419
Stichwort: Severin
Stadtsparkasse Köln-Bonn
Bankleitzahl: 370 501 98

Ein Spendenkonto zur Rettung der Archivalien scheint noch nicht eingerichtet worden zu sein. Wann passiert das endlich? Wenigstens die Einrichtung eines zweiten Spendenkontos sollten die Kölner doch hinkriegen. Wo sie schon keine U-Bahnen bauen können, ohne dass ...

Wer gut über das aktuelle Schicksal des Historischen Archivs der Stadt Köln unterrichtet sein möchte, der sollte täglich bei Archivalia vorbeischauen. Die Informationen sind allemal besser als die Ihres heimischen Käseblattes.

Hoffentlich gehört zu dem, was gerettet werden kann, wenigstens das.

Futterkiste

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Kommentare

Danke sehr!
Danke sehr!
Joern Borchert - 2015-01-14 00:42
Toller Artikel!
Hallo Herr Borchert, ich fand den Artikel sehr interessant. Herzlichen...
Perfectrix - 2014-11-20 09:37
Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50

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