Tom Schimmeck: Preis und Wert des Journalismus
„In der Öffentlichkeit wird die Wahrheit unterdrückt.“
Prof. Dr. Paul Kirchhof, Juni 2009
Süddeutsche Zeitung Magazin
Natürlich wissen alle, die irgendwo und irgendwie publizistisch tätig sind, in Medien, Museen oder Presseabteilungen von Organisationen, dass sie eher für Propaganda als für Aufklärung bezahlt werden. Alle, die noch etwas Schmalz im Hirn haben wissen das. Selbst die, deren Rückgrat so weich ist, dass sie die Mißachtung jeglicher Moral mit Professionalität verwechseln.
Denen, die fest im Amt sitzen, macht das weniger Probleme als denen, die als "Freie" in der Medienwüste überleben wollen. Materiell und ideell.
Wenn Sie wissen wollen, was einem freien Journalisten dabei durch den Kopf geht, dann sollten Sie unbedingt Tom Schimmecks Gedanken dazu lesen, die er Anfang des Monats zum Auftakt des Mainzer Mediendisputs vortrug.
Nur ein Zitat daraus, und sie merken, dass seine Rede mit Sprengstoff geladen war.
"Um überleben zu können, produzieren alle für möglichst viele Kunden in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Text. Recherche – Nachhaken, Nachdenken, Nachlesen – verkommt zum Luxus. Journalisten sind verdammt zum Wiederkäuen der zirkulierenden Worthülsen und Soundbytes. Viele finden selbst bei vollem Einsatz kaum mehr ein Auskommen. „Wie viele unserer Professionsgenossen“, klagt der Publizist Klaus Harpprecht, „sind gezwungen, unter ihren geistigen Verhältnissen zu schreiben, zu recherchieren, zu redigieren!“
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Mir tun Vorträge wie der von Schimmeck gut. Sehr gut! Solange es noch Journalisten gibt, die wissen, was sich gehört, um die Welt in lauteren Bahnen zu halten, solange können wir die Hoffnung haben, dass wir ab und an etwas in den Medien sehen oder hören können, was der Wahrheit nahe kommt. Keine Worthülsenpakete, keine Rezitationen aus anderen Medien, sondern originäre Berichte und Wertungen, die Meinung bilden, die aufklärerisch sind..
Noch einmal: Hier geht's zur höchst lesenswerten Rede von T. Schimmeck. Grand MERCI!
Prof. Dr. Paul Kirchhof, Juni 2009
Süddeutsche Zeitung Magazin
Natürlich wissen alle, die irgendwo und irgendwie publizistisch tätig sind, in Medien, Museen oder Presseabteilungen von Organisationen, dass sie eher für Propaganda als für Aufklärung bezahlt werden. Alle, die noch etwas Schmalz im Hirn haben wissen das. Selbst die, deren Rückgrat so weich ist, dass sie die Mißachtung jeglicher Moral mit Professionalität verwechseln.
Denen, die fest im Amt sitzen, macht das weniger Probleme als denen, die als "Freie" in der Medienwüste überleben wollen. Materiell und ideell.
Wenn Sie wissen wollen, was einem freien Journalisten dabei durch den Kopf geht, dann sollten Sie unbedingt Tom Schimmecks Gedanken dazu lesen, die er Anfang des Monats zum Auftakt des Mainzer Mediendisputs vortrug.
Nur ein Zitat daraus, und sie merken, dass seine Rede mit Sprengstoff geladen war.
"Um überleben zu können, produzieren alle für möglichst viele Kunden in möglichst kurzer Zeit möglichst viel Text. Recherche – Nachhaken, Nachdenken, Nachlesen – verkommt zum Luxus. Journalisten sind verdammt zum Wiederkäuen der zirkulierenden Worthülsen und Soundbytes. Viele finden selbst bei vollem Einsatz kaum mehr ein Auskommen. „Wie viele unserer Professionsgenossen“, klagt der Publizist Klaus Harpprecht, „sind gezwungen, unter ihren geistigen Verhältnissen zu schreiben, zu recherchieren, zu redigieren!“
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht. Mir tun Vorträge wie der von Schimmeck gut. Sehr gut! Solange es noch Journalisten gibt, die wissen, was sich gehört, um die Welt in lauteren Bahnen zu halten, solange können wir die Hoffnung haben, dass wir ab und an etwas in den Medien sehen oder hören können, was der Wahrheit nahe kommt. Keine Worthülsenpakete, keine Rezitationen aus anderen Medien, sondern originäre Berichte und Wertungen, die Meinung bilden, die aufklärerisch sind..
Noch einmal: Hier geht's zur höchst lesenswerten Rede von T. Schimmeck. Grand MERCI!
Joern Borchert - 2009-11-22 20:07 + 54



