Samstag, 3. Juli 2010

Den Bach runter: Unwetter in Wachtberg

Eigentlich wollten wir ja das heutige Spiel gegen Argentinien auf dem Campingplatz in Rolandswerth sehen. Doch der Himmel zog sich zu, der Regen wurde stärker und so blieben wir lieber in unserer Hütte.

15 Minuten vor dem Spiel:

Regentropfen, die an unser Fenster klatschten.

Während des Spiels, knabberten wir Chips, freuten uns über tolle Tore und schauten ab und an in den Garten.

Da ist noch ein Tor gefallen...

Nach dem Spiel, es regnete nicht mehr, wollten wir etwas Luft schnappen. Oben bei der Grube Laura. Überall Absperrungen. Polizei. Feuerwehr. Wir ahnten, dass in den letzten Stunden manche Niederbachemer an etwas anderem zu knabbern hatten, als an Chips.

So sah es bei der Grube Laura/Oberbachem aus:

Puuh. Land unter bei Grube Laura.

Man sah, welche Wassermassen wenige Stunden zuvor, dort durchs Tal hinabgerauscht waren.

Hobbyarchäologen konnten dort nun die Geschichte der Feldwege erkunden.

Geschichte eines Feldwegs, vom Regen sichtbar gemacht.

Weiter unten am Bach sah es so aus.

In Niederbachem

Umgeknickte Bäume waren sicher nicht das Schlimmste.

Es hätte schlimmer kommen können...

Andere traf es sehr viel schlimmer, weil sie innerhalb weniger Minuten praktisch ihr gesamtes Wohnungsinventar verloren. Demgegenüber sind die PKWs, die im Bach versanken, und verwüstete Gärten vergleichsweise kleine Schäden.

In Mehlem, ganz unten am Bach, Stunden nach den furchteinflössenden Naturgewalten, sah es dann so aus.

Mehlem-Juni-2010

Man ahnte, was da los gewesen sein muss. Das Zentrum vom Mehlem war geflutet. Autos gingen in Tiefgaragen unter. Der, dessen Kellerräume, Souterrain-Wohnung oder Ladenlokal nur in Mitleidenschaft gezogen wurde, kann sich noch glücklich schätzen. Auf einige Häuser trafen die Wassermassen so, dass sie wohl abgerissen werden müssen.

Was für ein Nachmittag? Während die einen darüber jubelten, dass Argentinien 4:0 besiegt wurde, sahen andere, wie ihr Anwesen den Bach runter ging. Grausam!

Zum Vergleich: Bilder und Augenzeugenberichte vom Hochwasser 1931 gibt es auf den Seiten des Niederbachemer Heimat- und Verschönerungsvereins. Ebenso einen Artikel über das Hochwasser von 1693.

PS: Zusammen mit einigen anderen Helfern räumten wir am Sonntag die Wohnung einer Frau aus, die fast alles verloren hat. Wie fast hundert andere Menschen auch. Bitter mit anzusehen, wie sie sich von jedem Stück, das auf den Müll wanderte, verabschiedete. Mögen ihr die Nachbarn dabei helfen, wenigstens den materiellen Schaden in Grenzen zu halten.

Ganz wichtig:
Die Spendenkonten der Gemeinde.

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Kommentare

Danke sehr!
Danke sehr!
Joern Borchert - 2015-01-14 00:42
Toller Artikel!
Hallo Herr Borchert, ich fand den Artikel sehr interessant. Herzlichen...
Perfectrix - 2014-11-20 09:37
Einladung an Nina
Danke Dir für die netten Worte. So wie ich Dir...
Joern Borchert - 2014-06-20 23:47
Feuerlöscher
Lieber Jörn, super, dass Du die Serie startest...
nina gorgus - 2014-06-11 09:45
Richard lebt!
Schön, mal wieder etwas von Dir zu lesen. Werde...
Joern Borchert - 2014-05-30 19:50

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