Das Haus der europäischen Geschichte: Informationsdefizite
Das fand ich heute auf der Seite des Luxemburger Europaabgeordneten Georges Bach:
"2007 lancierte Hans-Gert Pöttering das Projekt vom Haus der europäischen Geschichte. Seitdem konnte das Konzept so weit ausgearbeitet werden, dass ein Architekturplan sowie ein wissenschaftlicher Ausschuss zur Einrichtung des Museums stehen. Auch eine Museumsdirektorin sei gefunden, so teilte Miguel Angel Martínez-Martínez dem Kulturausschuss bei seinem letzten Besuch im Europaparlament mit. Bei seinem bereits vierten Besuch im Ausschuss ging es vor allem darum, über die Fortschritte, aber auch Rückschläge der letzten Zeit zu berichten.
Ziel des Projekts sei es, junge und alte Menschen über die verschiedenen Geschichten Europas zu informieren und dabei einen starken Akzent auf das « Wunder » des Übergangs von Konfrontation zu Integration; von Krieg zu Frieden zu setzen. Dabei sollen die Werte der EU vermittelt werden. Das Projekt wurde letztendlich vom Europäischen Parlament ausgeführt, weil sich hier die Pluralität, welche die Union ausmacht, am besten zeigt und vermitteln lässt.
Dass ein Haus der europäischen Geschichte eine vielversprechende Idee sei, wurde im Kulturausschuss allgemein anerkannt. Hindernisse gäbe es jedoch trotzdem, vor allem auf budgetärem Niveau. Der Haushaltsauschuss habe die benötigten Mittel zur Fertigstellung des Projekts nur zögernd aus der Reserve freigegeben, so Martínez. Er verstehe die Kritik nicht, das Projekt sei nicht transparent genug, die Abgeordneten hätten die vorliegenden Dokumente zum Fortschritt bloß nicht gelesen. Allerdings wurde schnell deutlich, dass dem Haushaltsausschuss ein detaillierter Kostenplan vorgelegt werden müsse, um dem benötigten Etat zuzustimmen. Vor allem über die laufenden Betriebskosten nach der Eröffnung des Museums herrsche noch zuviel Unklarheit. Das größte Problem sei jedoch, dass für das Museum an anderer Stelle gespart werden müsse. Der Haushaltsausschuss müsse sich demnach mit dieser schwierigen Angelegenheit auseinandersetzen, ebenso wie mit der Kritik, in Brüssel würde nicht gespart, obwohl die Union gleichzeitig die Mitgliedstaaten zu Sparmaßnahmen verdonnere (Helga Trüpel).
Die prinzipielle Unterstützung des Projekts wurde nicht in Frage gestellt, allerdings bräuchten die betroffenen Ausschüsse im Europäischen Parlament weiter reichende Informationen über das Museum und seine Umsetzung, um es letztendlich erfolgreich fördern zu können."
Offenbar bekommt nicht nur die Öffentlichkeit keine Informationen über dieses Projekt. Die Mitglieder des Europäischen Parlaments sind ebenso ahnungslos. Das gibt zu denken.... Demokratie geht anders!
Das denken andere auch, zum Beispiel Heide Rühle von den Grünen. Gelesen in der Badischen Zeitung.
Das sagt die Daily Mail zu den Kosten des geplanten Hauses.
"2007 lancierte Hans-Gert Pöttering das Projekt vom Haus der europäischen Geschichte. Seitdem konnte das Konzept so weit ausgearbeitet werden, dass ein Architekturplan sowie ein wissenschaftlicher Ausschuss zur Einrichtung des Museums stehen. Auch eine Museumsdirektorin sei gefunden, so teilte Miguel Angel Martínez-Martínez dem Kulturausschuss bei seinem letzten Besuch im Europaparlament mit. Bei seinem bereits vierten Besuch im Ausschuss ging es vor allem darum, über die Fortschritte, aber auch Rückschläge der letzten Zeit zu berichten.
Ziel des Projekts sei es, junge und alte Menschen über die verschiedenen Geschichten Europas zu informieren und dabei einen starken Akzent auf das « Wunder » des Übergangs von Konfrontation zu Integration; von Krieg zu Frieden zu setzen. Dabei sollen die Werte der EU vermittelt werden. Das Projekt wurde letztendlich vom Europäischen Parlament ausgeführt, weil sich hier die Pluralität, welche die Union ausmacht, am besten zeigt und vermitteln lässt.
Dass ein Haus der europäischen Geschichte eine vielversprechende Idee sei, wurde im Kulturausschuss allgemein anerkannt. Hindernisse gäbe es jedoch trotzdem, vor allem auf budgetärem Niveau. Der Haushaltsauschuss habe die benötigten Mittel zur Fertigstellung des Projekts nur zögernd aus der Reserve freigegeben, so Martínez. Er verstehe die Kritik nicht, das Projekt sei nicht transparent genug, die Abgeordneten hätten die vorliegenden Dokumente zum Fortschritt bloß nicht gelesen. Allerdings wurde schnell deutlich, dass dem Haushaltsausschuss ein detaillierter Kostenplan vorgelegt werden müsse, um dem benötigten Etat zuzustimmen. Vor allem über die laufenden Betriebskosten nach der Eröffnung des Museums herrsche noch zuviel Unklarheit. Das größte Problem sei jedoch, dass für das Museum an anderer Stelle gespart werden müsse. Der Haushaltsausschuss müsse sich demnach mit dieser schwierigen Angelegenheit auseinandersetzen, ebenso wie mit der Kritik, in Brüssel würde nicht gespart, obwohl die Union gleichzeitig die Mitgliedstaaten zu Sparmaßnahmen verdonnere (Helga Trüpel).
Die prinzipielle Unterstützung des Projekts wurde nicht in Frage gestellt, allerdings bräuchten die betroffenen Ausschüsse im Europäischen Parlament weiter reichende Informationen über das Museum und seine Umsetzung, um es letztendlich erfolgreich fördern zu können."
Offenbar bekommt nicht nur die Öffentlichkeit keine Informationen über dieses Projekt. Die Mitglieder des Europäischen Parlaments sind ebenso ahnungslos. Das gibt zu denken.... Demokratie geht anders!
Das denken andere auch, zum Beispiel Heide Rühle von den Grünen. Gelesen in der Badischen Zeitung.
Das sagt die Daily Mail zu den Kosten des geplanten Hauses.
Joern Borchert - 2011-04-06 19:10 + 711
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