Brüssel: Nichts Neues zum Besucherzentrum des Europäischen Parlaments - und auch nichts Neues zum Haus der europäischen Geschichte
Aus EuropeanVoice.com:
The Parliament's visitor centre
"The budgetary control committee asked why the Parliament's new visitor centre in Brussels had not yet opened. The plan to set up the new 6,000 square-metre centre was approved four years ago, but construction was delayed by having to translate tender documents and abiding by Belgian rules, the Parliament said. It added that some bidding procedures on contracting out the needed work on the centre were cancelled because offers submitted were “overpriced” and showed possible collusion between construction bidders.
The project has also been bogged down over what the final design concept of the centre is supposed to be. The centre is to house multimedia exhibits on the history and evolution of European integration, in all 23 official EU languages. The opening is expected sometime this spring."
Und ich frage mich ferner, warum man nirgendwo etwas über den Stand des Architekturwettbewerbs zum "Haus der europäischen Geschichte" lesen kann. Offenbar scheuen die, die es planen, die Öffentlichkeit. Sie werden ihre Gründe haben. Gründe, die sicher nicht in ein demokratisches Europa passen... Sonst würde man mehr darüber lesen.
The Parliament's visitor centre
"The budgetary control committee asked why the Parliament's new visitor centre in Brussels had not yet opened. The plan to set up the new 6,000 square-metre centre was approved four years ago, but construction was delayed by having to translate tender documents and abiding by Belgian rules, the Parliament said. It added that some bidding procedures on contracting out the needed work on the centre were cancelled because offers submitted were “overpriced” and showed possible collusion between construction bidders.
The project has also been bogged down over what the final design concept of the centre is supposed to be. The centre is to house multimedia exhibits on the history and evolution of European integration, in all 23 official EU languages. The opening is expected sometime this spring."
Und ich frage mich ferner, warum man nirgendwo etwas über den Stand des Architekturwettbewerbs zum "Haus der europäischen Geschichte" lesen kann. Offenbar scheuen die, die es planen, die Öffentlichkeit. Sie werden ihre Gründe haben. Gründe, die sicher nicht in ein demokratisches Europa passen... Sonst würde man mehr darüber lesen.
Joern Borchert - 2010-02-26 19:33 + 689
2 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Steffen (Gast) - 2010-05-15 13:36
Das dauert ja...
...erfahrungsgemäss ziemlich lange, bis sich öffentliche Auftraggeber in diesem Rahmen erstmal selbst geeinigt haben, was, wie und wohin die Reise geht. 23 Sprachen in einer Ausstellung? Vor lauter "political correctness" geht da der Kern doch irgendwo verloren.
Joern Borchert - 2010-05-16 22:22
...viel zu lange
Ja, Steffen das stimmt natürlich, was Du schreibst. Doch während alle Schritte für ein neues Heimatmuseum en dètail in der jeweils örtlichen Presse dokumentiert werden, wird das "Museum Europas" (ist das nicht auch ein Heimatmuseum?) im Klammheimlichen entwickelt.
Ich denke etwas mehr Transparenz im Planungsprozess täte ihm dennoch gut. Wer nahm am Wettbewerb teil? Welche Firmen gehören zu denen, die die besten Beiträge eingereicht haben?
Soviel Transparenz ist allein deshalb nötig, damit es die Bürger Europas auch akzeptieren. Natürlich kann man ein Museum wie das "Haus der Europäischen Geschichte" sehr viel müheloser entwickeln, wenn man auf die Beteiligung und Kritik derjenigen verzichtet, die es letztendlich finanzieren. Uns! Es wird allerdings seine Funktion nur dann erfüllen können, wenn wir Bürger frühzeitig an seiner Entwicklung beteiligt werden.
Da man das nicht tut, fürchte ich, dass das Haus der Europäischen Geschichte nicht das bringen wird, was man sich von ihm erhofft. Identitätsstiftung.
Stattdessen wird das Haus als Propagandainstrument empfunden werden und wieder einmal mehr den Eindruck erwecken, dass die europäische Idee gegen den Willen seiner Bürger duchgesetzt werden soll. Das finde ich höchst bedauernswert. Nicht zuletzt weil ich ein Europa-Fan bin.
Doch so, wie das Haus der Europäischen Geschichte gerade durchgemogelt wird, wird es das Gegenteil von dem erreichen, für das es gedacht ist. Sehr schade, dass so Millionen vergeudet werden. Das müsste nicht sein!
Ich denke etwas mehr Transparenz im Planungsprozess täte ihm dennoch gut. Wer nahm am Wettbewerb teil? Welche Firmen gehören zu denen, die die besten Beiträge eingereicht haben?
Soviel Transparenz ist allein deshalb nötig, damit es die Bürger Europas auch akzeptieren. Natürlich kann man ein Museum wie das "Haus der Europäischen Geschichte" sehr viel müheloser entwickeln, wenn man auf die Beteiligung und Kritik derjenigen verzichtet, die es letztendlich finanzieren. Uns! Es wird allerdings seine Funktion nur dann erfüllen können, wenn wir Bürger frühzeitig an seiner Entwicklung beteiligt werden.
Da man das nicht tut, fürchte ich, dass das Haus der Europäischen Geschichte nicht das bringen wird, was man sich von ihm erhofft. Identitätsstiftung.
Stattdessen wird das Haus als Propagandainstrument empfunden werden und wieder einmal mehr den Eindruck erwecken, dass die europäische Idee gegen den Willen seiner Bürger duchgesetzt werden soll. Das finde ich höchst bedauernswert. Nicht zuletzt weil ich ein Europa-Fan bin.
Doch so, wie das Haus der Europäischen Geschichte gerade durchgemogelt wird, wird es das Gegenteil von dem erreichen, für das es gedacht ist. Sehr schade, dass so Millionen vergeudet werden. Das müsste nicht sein!




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