Auf'm Rummel: Laura, das Riesenmädchen und das größte Schwein der Welt
(um 1900; Klick das Bild)
Das Bild regt mich an, darüber nachzudenken, was uns heute begeistert und entsetzt. Im Vergnügungspark, auf'm Rummel und im TV. Gemeinsamkeiten, Unterschiede zur Erlebniswelt vor 100 Jahren.
Ich persönlich würde ja lieber 5 Euro dafür bezahlen, Laura, das Riesenmädchen oder das größte Schwein der Welt sehen zu können, als mir den Magen durch eine Achterbahnfahrt verderben zu lassen.
Hat auch irgendwie was mit Museen und ihren Präsentationspraktiken zu tun, oder?
[Hier gefunden. More stuff.]
Joern Borchert - 2009-02-14 11:46 + 1255
3 Kommentare - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks
Christian (Gast) - 2009-02-14 13:17
Ich bin da anderer Meinung. Große Frauen und auch große Männer können wir uns auch so ansehen, da müssen wir nicht auf dem Rummel gehen. Und große Schweine kann man sich auch ansehen. Das ist auch gar kein Thema. Die Schweine werden sogar heute sehr viel größer sein als damals, denn sie werden ja regelrecht gemästet. Ich würde da schon viel lieber in eine Achterbahn gehen. Die Reize haben sich einfach von damals geändert. Und wir brauchen eben größere und ansprechendere Reize.
Zuzsa (Gast) - 2009-02-19 15:24
... mit dem "brauchen", ist das so eine Sache. Man könnte auch sagen, wir sind durch die Medien entsprechend desensibilisiert ...
Mir geht es da ähnlich wie Joern. Mich fasziniert die alte und gegenwärtige Zirkus- und Schaustellerwelt mehr, weil ich dort mehr Geschichten sehe und vermute.
Es gibt ein sehr interessantes Buch von Werner Michael Schwarz "Anthropologische Spektakel". Dort geht es zwar etwas spezieller um Völkerschauen, aber der Zusammenhang von Präsentation und Sehen/Schauen/Wissen der Besucher ist recht erhellend dargestellt.
Grüße von Zuzsa
Mir geht es da ähnlich wie Joern. Mich fasziniert die alte und gegenwärtige Zirkus- und Schaustellerwelt mehr, weil ich dort mehr Geschichten sehe und vermute.
Es gibt ein sehr interessantes Buch von Werner Michael Schwarz "Anthropologische Spektakel". Dort geht es zwar etwas spezieller um Völkerschauen, aber der Zusammenhang von Präsentation und Sehen/Schauen/Wissen der Besucher ist recht erhellend dargestellt.
Grüße von Zuzsa
Joern Borchert - 2009-02-21 00:11
Danke Zuzsa! Ja, die alten Spektakel förderten die Reisen in fantastische Welten oft mehr als manch Hightech-Firlefanz unserer Tage. Dank für den Literaturhinweis!




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