Arp-Museum: Geschacher um postume Nachgüsse
Offen gestanden verstehe ich nicht, warum man ein Symposium veranstalten muss, um die Frage zu klären, was davon zu halten ist, wenn Skulpturen nach dem Ableben eines Künstlers nachgegossen werden. Nichts ist davon zu halten.
Oder was halten wir davon, wenn geniale Handwerker in China die Meisterwerke unserer abendländischen Alten Meister und die Gemälde van Goghs, Monets und andere Kunstwerke so gut kopieren, dass wir mit bloßem Auge keinen Unterschied mehr zum Original feststellen können?
Die Veranstalter des Symposiums klären uns in der Tagungsankündigung darüber auf, dass postume Güsse keine Nachgüsse seien. Nu ja.
Schon in wenigen Monaten soll eine umfangreiche Publikation zur Dokumentation des Symposiums erscheinen. Vermutlich steht nicht darin, dass von postumen Güssen abgesehen werden sollte, weil sie schlicht und ergreifend nicht vom Künstler, dem Urheber beeinflusst wurden und somit schlichtweg eine Authentizität vorgaukeln, die nicht existent ist. Schlichte Gemüter, wie ich nennen solche Objekte eine Fälschung. Prof. Gerhard Pfennig nennt es Reproduktion und gewann selbst mit dieser Formulierung keine Freunde in Rolandseck.
So, jetzt aber Schluss. Eine Tasse Kaffee. Dabei denke ich darüber nach, wann wohl der erste Maler testamentarisch verfügen wird, dass seine Gemälde postum nachgemalt werden dürfen? Zum Beispiel in China. Tsss...
Mehr zum Arp-Symposium:
+ General Anzeiger/Bonn
+ Wiesbadener Tageblatt
Oder was halten wir davon, wenn geniale Handwerker in China die Meisterwerke unserer abendländischen Alten Meister und die Gemälde van Goghs, Monets und andere Kunstwerke so gut kopieren, dass wir mit bloßem Auge keinen Unterschied mehr zum Original feststellen können?
Die Veranstalter des Symposiums klären uns in der Tagungsankündigung darüber auf, dass postume Güsse keine Nachgüsse seien. Nu ja.
Schon in wenigen Monaten soll eine umfangreiche Publikation zur Dokumentation des Symposiums erscheinen. Vermutlich steht nicht darin, dass von postumen Güssen abgesehen werden sollte, weil sie schlicht und ergreifend nicht vom Künstler, dem Urheber beeinflusst wurden und somit schlichtweg eine Authentizität vorgaukeln, die nicht existent ist. Schlichte Gemüter, wie ich nennen solche Objekte eine Fälschung. Prof. Gerhard Pfennig nennt es Reproduktion und gewann selbst mit dieser Formulierung keine Freunde in Rolandseck.
So, jetzt aber Schluss. Eine Tasse Kaffee. Dabei denke ich darüber nach, wann wohl der erste Maler testamentarisch verfügen wird, dass seine Gemälde postum nachgemalt werden dürfen? Zum Beispiel in China. Tsss...
Mehr zum Arp-Symposium:
+ General Anzeiger/Bonn
+ Wiesbadener Tageblatt
Joern Borchert - 2008-09-09 10:42 + 818
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