Wetterregeln zwischen 1750 und 1850
Der Klimawandel ist in allen Köpfen. Über das Wetter allerdings reden wir - hier in Europa - heute meist nur noch, wenn uns kein besseres Thema einfällt. Doch das war nicht immer so. Vor der Industrialisierung, als der Ertrag der Äcker und Viehweiden noch Gedeih und Verderb unserer Vorfahren bestimmte, war das Wetter ein höchst wichtiges Thema. Kein Wunder also, dass man ihm in vorindustrieller Zeit besondere Aufmerksamkeit schenkte. Da redete man noch über's Wetter, weil es von existentieller Bedeutung war.
Dennoch gibt es nach wie vor Medien (Print, TV, Web), die aus welchen Gründen auch immer regelmäßig Wetterregeln publizieren. die ihren Ursprung in vorindustrieller Zeit haben. Doch damals wie heute werden immer nur die Wetterregeln genannt, die sich reimen. Wetterregeln, deren Unterhaltungswert wichtiger zu sein scheint, als deren Prognosewert. Das ärgert mich.
Es ärgert mich, weil diese Regeln lediglich der Kalenderliteratur des 18./19. Jahrhunderts entnommen sind. Einer Literaturform, die quasi das literarische Pendant der Vergangenheit zu Pro Sieben oder anderen Kommerzsendern der Gegenwart darstellt. Und so wenig wie die Privatsender heute die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Gegenwart wiedergeben, so wenig gibt die Kalenderliteratur des 18./19. Jahrhunderts das wieder, was man damals über das Wetter wusste.
Und weil mich das schon lange ärgert, habe ich meine Examensarbeit über Wetterprognosen im 18./19. Jahrhundert geschrieben. Wetterprognosen, die der Bauer brauchte, um seine Arbeit zu optimieren - nicht um seine Freizeit zu organisieren.
Als kleine Vorausschau auf diese Magisterarbeit, die noch in toto hier erscheinen soll, wenn sie für das Blog aufbereitet ist, stelle ich erst einmal meine kleine Sammlung von 500 Wetterregeln aus den Jahren 1750-1850 ein. Wetterregeln, die meist nicht gereimt sind. Also keine sogenannten "Bauernregeln" sind.
Die Wetterregeln von 1750 bis 1850, die ich gesammelt habe, finden sie hier unter Wetterregeln (pdf, 354 KB).
Dennoch gibt es nach wie vor Medien (Print, TV, Web), die aus welchen Gründen auch immer regelmäßig Wetterregeln publizieren. die ihren Ursprung in vorindustrieller Zeit haben. Doch damals wie heute werden immer nur die Wetterregeln genannt, die sich reimen. Wetterregeln, deren Unterhaltungswert wichtiger zu sein scheint, als deren Prognosewert. Das ärgert mich.
Es ärgert mich, weil diese Regeln lediglich der Kalenderliteratur des 18./19. Jahrhunderts entnommen sind. Einer Literaturform, die quasi das literarische Pendant der Vergangenheit zu Pro Sieben oder anderen Kommerzsendern der Gegenwart darstellt. Und so wenig wie die Privatsender heute die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Gegenwart wiedergeben, so wenig gibt die Kalenderliteratur des 18./19. Jahrhunderts das wieder, was man damals über das Wetter wusste.
Und weil mich das schon lange ärgert, habe ich meine Examensarbeit über Wetterprognosen im 18./19. Jahrhundert geschrieben. Wetterprognosen, die der Bauer brauchte, um seine Arbeit zu optimieren - nicht um seine Freizeit zu organisieren.
Als kleine Vorausschau auf diese Magisterarbeit, die noch in toto hier erscheinen soll, wenn sie für das Blog aufbereitet ist, stelle ich erst einmal meine kleine Sammlung von 500 Wetterregeln aus den Jahren 1750-1850 ein. Wetterregeln, die meist nicht gereimt sind. Also keine sogenannten "Bauernregeln" sind.
Die Wetterregeln von 1750 bis 1850, die ich gesammelt habe, finden sie hier unter Wetterregeln (pdf, 354 KB).
Joern Borchert - 2008-04-24 12:48 + 198




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