Neues aus Calmuth
Im schönen Monat Mai berichtete ich hier schon einmal über Calmuth, den Weiler nahe Remagen, der in den ersten Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg zu den Zentren deutschen Filmschaffens gehörte, neben München, Berlin und Göttingen. Hier hatte die Internationale Film-Union (IFU) ihren Sitz.
Es ärgerte mich - und tut es noch immer - dass sich kaum ein Mensch für diesen Ort stark macht, obwohl er doch einmal so bedeutungsvoll für die Demokratisierung Deutschlands war. Dort wurde nicht nur die Wochenschau für die französische Besatzungszone bearbeitet, sondern auch eine Menge Filme synchronisiert. Viele prominente Schauspieler der 50er/60er Jahre verbrachten einige Zeit dort, um fremdsprachige Filmwerke deutschen Kinobesuchern verständlich zu machen. Auch als Kopierwerk hatte Calmuth ein nicht geringe Bedeutung. Doch seit mehr als zehn Jahren sind die Gebäude der IFU dem Verfall preisgegeben.
Diese Tage besuchte ein Vertreter der "Generaldirektion Kulturelles Erbe" des Landes Rheinland-Pfalz das Gelände. Dr. Markus Fritz von Preuschen. Er bestätigte, dass die Gebäude durchaus erhaltenswert seien. Er besichtigte die Villa und das Ökonomiegebäude. Das Gebäude, das nicht nur filmhistorisch, sondern auch für die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland den größten Wert hat, nämlich das Synchronisationsstudio, hat er sich nicht angesehen. Schade.
Hoffnung gibt, dass sich inzwischen Kulturhistoriker, Archivare und Medienvertreter der Region zusammen geschlossen haben, um die Geschichte von Calmuth zu dokumentieren und der Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Wenn auch Sie sich für das filmhistorische Erbe der Bundesrepublik Deutschland engagieren wollen, mehr wissen als ich, ehemaliger Mitarbeiter der IFU sind oder aus anderen Gründen etwas zum Erhalt dieses Kulturdenkmals beitragen wollen, dann schreiben Sie eine mail an museologie[at]gmx[punkt]de.
Es ärgerte mich - und tut es noch immer - dass sich kaum ein Mensch für diesen Ort stark macht, obwohl er doch einmal so bedeutungsvoll für die Demokratisierung Deutschlands war. Dort wurde nicht nur die Wochenschau für die französische Besatzungszone bearbeitet, sondern auch eine Menge Filme synchronisiert. Viele prominente Schauspieler der 50er/60er Jahre verbrachten einige Zeit dort, um fremdsprachige Filmwerke deutschen Kinobesuchern verständlich zu machen. Auch als Kopierwerk hatte Calmuth ein nicht geringe Bedeutung. Doch seit mehr als zehn Jahren sind die Gebäude der IFU dem Verfall preisgegeben.
Diese Tage besuchte ein Vertreter der "Generaldirektion Kulturelles Erbe" des Landes Rheinland-Pfalz das Gelände. Dr. Markus Fritz von Preuschen. Er bestätigte, dass die Gebäude durchaus erhaltenswert seien. Er besichtigte die Villa und das Ökonomiegebäude. Das Gebäude, das nicht nur filmhistorisch, sondern auch für die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland den größten Wert hat, nämlich das Synchronisationsstudio, hat er sich nicht angesehen. Schade.
Hoffnung gibt, dass sich inzwischen Kulturhistoriker, Archivare und Medienvertreter der Region zusammen geschlossen haben, um die Geschichte von Calmuth zu dokumentieren und der Öffentlichkeit bekannt zu machen.
Wenn auch Sie sich für das filmhistorische Erbe der Bundesrepublik Deutschland engagieren wollen, mehr wissen als ich, ehemaliger Mitarbeiter der IFU sind oder aus anderen Gründen etwas zum Erhalt dieses Kulturdenkmals beitragen wollen, dann schreiben Sie eine mail an museologie[at]gmx[punkt]de.
Joern Borchert - 2007-10-17 11:40 + 366




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