Best Practice: Volkskundler zeigen, wie man einen Kongress im Internet präsentieren sollte

"Der 36. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde wird auf Einladung des Deutschen Instituts der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Abteilung Kulturanthropologie / Volkskunde, und der Gesellschaft für Volkskunde in Rheinland-Pfalz e.V. vom 23. bis 26. September 2007 in Mainz stattfinden."
Bei diesem Kongress wird es um die Bedeutung der Medien im Alltag der Vergangenheit und Gegenwart gehen. Ein Thema, das sicher nicht nur Europäische Ethnologen, Kulturanthropologen, Empirische Kulturwissenschaftler - oder wie Volkskundler sich sonst nennen mögen, um sich selbst zu zerfleischen - anspricht, sondern sicher auch Angehörige vieler anderer Disziplinen.
Dass es mit einem Medium umzugehen versteht, hat das Vorbereitungsteam des Kongresses bereits eindrucksvoll bewiesen. Noch nie habe ich im Vorfeld einer Tagung ein so hingebungsvolles, mit Liebe und Sachverstand gemachtes Internetangebot gesehen. Dabei werden (fast) alle wichtigen Fragen beantwortet, die rund um einen Kongress entstehen können. Wie alt ist ein Referent? Wo kann man schlafen? Wohin mit den Kindern? Was gibt es zu essen? Mittwoch gibt's übrigens Schnitzel in der Mensa.
Glanzstück des kongressbegleitenden Internetangebotes ist der Blog. Dort werden nicht nur die jeweils aktuellsten Informationen sondern auch Podcasts der Referenten (zur Zeit sind es 24) bereit gestellt.
Dieses Angebot macht wirklich Lust, den Kongress zu besuchen. Den Machern der Internetseiten ist zu wünschen, dass ihre Leistung auch jenseits volkskundlicher Sphären zur Kenntnis genommen wird. Halt dort, wo es Jobs gibt...; Jobs, keine mehrmonatigen Praktika, Volontariate oder andere Ausbeutungsverhältnisse, die mehr abfordern als sie bieten.
Joern Borchert - 2007-08-28 09:03 + 1613
1 Kommentar - Kommentar verfassen - 0 Trackbacks



