Leuchtende Nächte: Frankreich

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(Copyright für diese Ideenskizzen: Jörn Borchert)

Ich bin eine Nachteule. Also mag ich alles, was die Nacht ein wenig bunter und spannender macht. Zum Beispiel Großbildprojektionen auf Fassaden von Burgen, Schlössern und modernen Bauten, auf Marktplätze und andere Architekturen. Gerne auch auf Schnee, Felswände, Segel oder worauf man sonst noch Bilder werfen kann. Am liebsten mag ich die, die zum Träumen und Nachdenken anregen. Über das Leben, die Liebe, die Historie oder die Zukunft. Gerne mit Musik oder behutsam eingesetzten Kommentaren. Solche Großbildprojektionen, die romantische Gefühle mit Erkenntnisgewinn zu koppeln vermögen, sind hierzulande allerdings ausgesprochen rar.

Hier in Deutschland muss es krachen und knallen. Feuerwerke, Lasergewitter und Lichtkanonen umnebeln das Hirn und der letzte Rest von Gefühl und Verstand wird von überlauter Musik weggefegt. Dann ist es ein Event. Dann ist es gut. Solche Veranstaltungen, die nur laut und heftig sind, ohne irgendetwas zur kulturellen oder Gefühls-Bildung beizutragen, ärgern mich ziemlich. Die Visions- und Imaginationslosigkeit der Produzenten und ihrer Auftraggeber entsetzen mich zuweilen. Es geht ihnen oft nur um den schrillen, kurzlebigen Effekt, wo doch die Chance bestünde die "Aahs und Oohs" auch mit Inhalten herbeizuzaubern.

Ich denke also, dass gerade die besondere Atmosphäre der Nacht geeignet ist, Blicke und Gedanken so lenken zu können, dass Inhalte entstehen, die tagsüber nicht so und nicht so intensiv vermittelt werden können. Wie das geht, scheinen hierzulande nur wenige verstanden zu haben. Zu ihnen gehören vielleicht Friedrich Förster und Sabine Weißinger, die unter dem Label CASA MAGICA ihre Lichtkreationen im Ausland offenbar besser verkaufen als hier. Das sollte zu denken geben.

Wie auch immer. Auf der Suche danach, wie man Kultur und Event miteinander so verknüpfen kann, dass die Kasse stimmt und die Leute schöne Gefühle und neue Gedanken mit nach Hause nehmen, fange ich zunächst einmal mit Beispielen aus Frankreich an. Dem Mutterland der Großbildprojektionen, dem Veranstaltungsformat "Son et Lumière" und anderen Möglichkeiten, Baudenkmäler so zu animieren, dass sie mehr bewirken, als alte Steine mit Farben zu versehen, die aller Ästhetik widersprechen. Beispielen, die mehr Ihre Fantasie anregen, als eine Antwort darauf geben sollen, wie man es richtig macht. Es geht immer noch besser... Ist mir klar!

Hier also der Anfang einer Liste von Veranstaltungen in Frankreich, die ich - wenn möglich - laufend ergänzen und ordnen werde.
(Weiterführende Hinweise werden gerne entgegengenommen.)

+ CATHEDRALE D'IMAGES/Les Baux: Venedig (2007)

+ Skertzò (schöne Bilder+Hinweise, ein Video zu einer Produktion "außer der Reihe")

+ Fête des Lumières/Lyon (alljährlich rund um den 8. Dezember, WOW!)

+ Amiens: La cathédrale en couleurs (deutsch)

+ Château d’Azay-le-Rideau: "Songes et Lumières" (17.5.-18.9.2007)

+ Rouen: «La cathédrale de Monet aux pixels» (29.6.-16.9. 2007)

+ Chartres en Lumières (13.4.-22.9. 2007; Highlight 21.+22.9. 2007; Rückblick auf 2006) + Infos zu Xavier de Richemont

+ Versailles 2007

+ spectaculaires (Firma seit 1987)

+ Hommage à Béjart au Palais-Royal en Février 2007 [bei Paris-émoi]

PS: Ich würde gerne einen Grafiker/eine Grafikerin aus dem Raum Köln/Bonn kennen lernen, der/die Lust hat, mit mir zusammen solch wunderbare Bildwelten ebenfalls zu schaffen. Bei Interesse: Mail an museologie(at)gmx.de

Nachtrag: Schauen Sie auch mal bei Luxmeter vorbei.

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Kommentare

;-)
;-)
Joern Borchert - 2012-05-02 22:40
Es ist heute der erste...
Da kann man Heinrich Heine zum Glück auch viel...
Wilhelm Eschershausen (Gast) - 2012-05-01 11:06
Pardon, Herr Eschershausen
es hat etwas gebraucht, bis ich begriffen habe, dass...
Joern Borchert - 2012-03-15 03:43
Zitronenfalter
Und da man mit Schutzhandschuhen schlecht schreiben...
Wilhelm Eschershausen (Gast) - 2012-03-13 14:27

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