Gerüche in Museen und Ausstellungen
Da alle, die kulturhistorische Ausstellungen planen, früher oder später einmal auf den Gedanken kommen, Gerüche gezielt einzusetzen, um die Imagination zu fördern, beginne ich hier Ausstellungen und Lieferanten aufzulisten, die Gerüche einsetzen oder produzieren. Informationen zu Parfum-Ausstellungen und Lieferanten von Parfum bleibt hier weitesgehend ausgespart.
- Transens/Paris liefert eigentlich fast alle Gerüche, die man haben will: neben denen von Obst, Gemüsen, Lebensmitteln und Speisen, auch solch interessante wie "Alte Kirche", "Straße nach dem Regen", "Herbstlaub" und viele andere. Zu riechen waren ihre Düfte u.a. 1996 im Museum für Gestaltung/ Basel in der Ausstellung "Aroma, Aroma - Versuch über den Geruch" (Bilder ). Ausserdem bietet Transens auch die Mittel und Geräte an, die die Düfte in die/an die Nase bringen.
- Basierend auf dem Konzept der Ausstellung „Alpendüfte – eine Kulturgeschichte“ des MUSEE SUISSE Forum der Schweizer Geschichte in Schwyz/Schweiz, die zuletzt im Alpinen Museum des Deutschen Alpenvereins/München gezeigt wurde, präsentiert das Winter!Sport!Museum! Mürzzuschlag die Ausstellung "Mit der Nase in die Berge. Alpine Duftgeschichte(n)". 50 verschiedene Gerüche sind dort zu riechen. Dutzende von ihnen hat der weltbekannte Parfumeur Roman Kaiser ( Director Natural Scents
Givaudan Dübendorf Ltd) (+here/ici) naturidentisch rekonstruiert. Die meisten stammen aus dem Archiv von Givaudan .
(Noch bis 29. Oktober 2006 zu sehen und zu riechen!)
- Ebenfalls von Roman Kaiser stammen die Düfte von 15 verschiedenen reifen Äpfeln. Offenbar ist er ein vielgefragter Mann: 2004 präsentierte das Kunsthaus Zürich während seiner "Kunsthausnacht für alle Sinne": Düfte und Pflanzen aus Monets Garten , zu der Kaiser nicht nur einige Düfte, sondern auch seine Anwesenheit beisteuerte.
- Eine Sonderausstellung der Cité des sciences et de l'industrie/Paris:
"Essence de Provence.
Plantes, parfums et arômes."
bis 7 Januar 2007
- Stellen Sie sich vor, Sie wären in der Lage, einen Geruch zu speichern und später dann wiederzugeben.Genauso wie sie das mit Bildern und Tönen schon lange können. Ingenieure des Tokyo Institute of Technology in Japan arbeiten gerade an einem "Geruchs-Recorder", der genau das kann oder können soll.
Mehr dazu in Science Buzz oder besser noch bei NewScientist.com. Gefunden im immer besuchenswerten blog namens "we-make-money-not-art".Dieser Artikel wird laufend ergänzt.
- Sensorama von Morton Heilig (1962)
Joern Borchert - 2006-07-02 17:43 + 481




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