Museen in Frankreich

Samstag, 7. Januar 2012

Die Fondation Cartier/Paris: Da rechnet sich die Kunst

Wer in Paris war, ohne die Fondation Cartier besucht zu haben, hat was verpasst. Nicht nur das von Jean Nouvel entworfene Gebäude, sondern vor allem das bunte Ausstellungsprogramm macht seit 1994 Freude.

Immer wird Kunst präsentiert. Meist grenzüberschreitend. Kunst als Kunst gibt es da auch. Doch gerne werden dort auch Ausstellungen gezeigt, die Themen aufgreifen, die jenseits der Kunst liegen. Immer spannend, häufig mit Witz.

Bis zum 18. März etwa die Ausstellung: "Mathematics: A Beautiful Elsewhere". Eine Ausstellung über die Schönheit der Mathematik und die wundervollen Erfahrungen, die sie möglich macht, wenn Mathematiker und Künstler miteinander kooperieren.

Pictures of an exhibition
<br />

Nebenbei: Die
Fondation Cartier hat jüngst ihre Webseite neu gestaltet. Der Besuch dort macht nun fast so viel Freude, wie der Besuch der echten Ausstellungsräume. Nicht zuletzt, weil man auch auf der Website Fotos der realen Ausstellungsräume zu sehen bekommt. Welches Ausstellungshaus sonst gewährt schon solche Einblicke?

Ich muss mal wieder nach Paris....

P.S.: Die Meinung von Diane Dubray/Buzzeum dazu. Eine andere.

Donnerstag, 10. November 2011

Neues von Gestern: Das Musée de la Grande Guerre in Meaux

Morgen wird es eröffnet.

Bald geöffnet!

Eine schöne Website hat es schon heute.

Freitag, 28. Oktober 2011

MUCEM Marseille: Neue Website

So peu à peu macht sich die Kulturszene von Marseille immer größer. 2013 ist Marseille Kulturhauptstadt.

Eines der Highlights wird das MUCEM (MUSEE DE CIVILISATIONS POUR L'EUROPE ET LA MEDITERRANEE) sein. Das ist sowieso schon mal sicher.

Nun hat das Museum diese neue Website:

Die neue Website vom MUCEM-Marseille

Ob diese Homepage ein Highlight ist? Ich hab da meine Zweifel. Dass sie bei mir nicht gut ankommt, hat nicht nur technische Gründe. Das ist auch sicher.

Doch bilden Sie sich Ihr eigenes Urteil:

Homepage MUCEM

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Das Centre Pompidou Mobile: Kunst im Leben

Wenn das Publikum nicht zur Kunst kommt, dann kommt die Kunst halt zum Publikum. So etwas müssen sich die gedacht haben, die auf die Idee kamen, ausgewählte Meisterwerke des Centre Pompidou auf die Straße zu schicken. Ihr Weg beginnt in Chaumont (Haut-Marne).

Unter dem Titel "Die Farbe" werden 14 Meisterwerke der Moderne ans Volk gebracht: Werke von Léger, Braque, Matisse, Picasso, Calder... Auch Olafur Eliasson ist dabei. Präsentiert in Zelten, die an einen Zirkus denken lassen. Die Werke, die es nötig haben, werden in Klimakäfige eingesperrt. Andere dürfen frei im Raum schweben.

"Unaufhörlich müssen unsere Ausstellungsleiter vom fahrenden Volk, dem unerreichten Meister dieser tausendfältigen Kunstgriffe, lernen", schrieb Walter Benjamin einmal. Ob das mit dem Centre Pompidou Mobile gelungen ist, werden die nächsten Jahre zeigen.

Mir gefällt die Idee.

Mehr:

Das Centre Pompidou Mobile (Homepage)



Découvrez Le Centre Pompidou mobile s'est installé à Chaumont sur Culturebox !

+ Die Eröffnung mit Sarkozy

+ 15 Fotos von der Architektur mit Kommentaren (Le Moniteur)

Freitag, 16. September 2011

Klein und fein: Das Memorial de la Marseillaise

Warum, bitte schön, habe ich nicht mitbekommen, dass schon im März das Memorial de la Marseillaise eröffnet wurde? Und dass, wo ich doch schon 2003 diesen auratischen Ort besuchen konnte, nachdem ich bei einer Tagung dort einen kleinen Vortrag über die Zukunft der Stadtmuseen halten durfte.

Egal! Das Dingens ist nun offen und wer nach Marseille fährt, der sollte sich das Memorial de la Marseillaise unbedingt mal anschauen.

Davon, wie André Stern die französische Nationalhymne auf 300 qm in eine Ausstellung transferiert hat, gibt Ihnen nachfolgendes Video eine kleine Ahnung.



Zur Homepage dieses Erinnerungsorts: HIER entlang.
Bitte nicht drängeln!

Montag, 18. Juli 2011

Zum „Maison de l’histoire de France“: Interview mit Étienne François

Dank Annette Schuhmann gibt es bei Zeitgeschichte-online nun auch ein Interview mit Étienne François, einem Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des heftig diskutierten „Maison de l’histoire de France“ in Paris. Sogar auf deutsch und auditiv.

Ergänzend empfehle ich die Lektüre des Beitrags: "Zentral, national und emotional: Das Haus der Geschichte in Paris
Ein Projekt des französischen Präsidenten Sarkozy."
Ebenfalls von Frau Schuhmann.


[Dank an Richard H-W, einem meiner Lieblingsgäste, für den Hinweis.]

Donnerstag, 17. Februar 2011

Wie stellt man Georges Brassens aus?

Georges Brassens gehörte zu denen, die meine Begeisterung für das Französische entfachten. Mit seiner holzig herbromantischen Art stieß er mich jungen Westfalen an, mich mehr für Frankreich zu interessieren. Es waren schöne Nächte, in denen ich seinen Worten lauschte und von Frankreich träumte.



Doch wie stellt man diesen Typen und seine Musik in einer Ausstellung aus?

Vom 15. März bis zum 21. August kann man sehen, wie die Cité de la Musique/Paris das macht. Die Kuratoren Joann Sfar und Clémentine Deroudille wollen ein Parcours schaffen, der Freude macht und Blicke in die Hintergründe möglich macht. So aufbereitet, dass auch Familien mit Kindern Freude beim Ausstellungsbesuch empfinden können. Mit den Augen, den Ohren natürlich, aber auch mit den Händen.

Ich bin sehr gespannt.

Freitag, 14. Januar 2011

Haus der Geschichte Frankreichs nimmt Fahrt auf

Gestern gab der französische Kulturminister, Frédéric Mitterand, den Startschuss für das wissenschaftliche Vorbereitungskomitee des zukünftigen Maison de l’histoire de France, das aus 19 Herren besteht. Eine Frau wurde nicht ausgewählt.

Etwas über die Zusammensetzung des Komitees und seine Mitglieder erfahren Sie hier auf den Seiten des französischen Kulturministeriums und in Le Monde.

Gleichzeitig gibt es jedoch auch noch eine unabhängige Arbeitsgruppe (Musée, Histoire & Recherche), die ebenfalls über das Maison de l'histoire nachgedacht hat und eine Erklärung verfasst hat. Diese hier (Le Monde). Für den kommenden April hat die Arbeitsgruppe eine ausführlichere Publikation dazu angekündigt: hier. Lesenswert!

Wir erinnern uns: Auch das Haus der Geschichte der Bundesrepublik ("Kohl-Museum") wurde gegen mancherlei Widerstand und heftige Proteste eröffnet. Die Diskussionen um das französische Pendant werden sicher nicht weniger leidenschaftlich geführt. Und das ist auch gut so!

Aktualisierung (4.2.11): Nina Gorgus sammelt Indizien dafür, dass das Maison de l'histoire vielleicht dann doch nicht ins Marais kommt.

Dienstag, 16. November 2010

WhereUArt: Kunst und Kultur zwischen Bordeaux und Bilbao

In der Region zwischen Bordeaux und Bilbao kann man nicht nur gut Urlaub machen, sondern auch viel sehen. Auch außerhalb von Bordeaux und Bilbao, gibt es kulturelle Schätze und Schätzchen, die man für sich heben sollte, wenn man dort schon mal unterwegs ist.

Kunst und Kultur zwischen Bordeaux und Bilbao: Klick HIER!

Einen guten Einstieg dazu liefert die Plattform "WhereUArt". Die macht Freude, weil sie etwas anders funktioniert als andere Portale. Hier erfolgt der Zugang über eine Karte, die ein wenig an SimCity erinnert.

Über diese Karte gelangen Sie zu den 38 bedeutenden Museen und kulturellen Attraktionen der Region, erfahren etwas über die Häuser, alle aktuellen Veranstaltungen dort und vieles mehr.

Realisiert wurde diese schöne und informative Seite von
Hybrid Editions Multimedia. Finanziert mit Mitteln der EU, der Stadt Bordeaux, dem Conseil régional d’Aquitaine - und natürlich den beteiligten Museen.

Mir gefällt das!

Dienstag, 21. September 2010

Maison de l'Histoire de France: Standortfrage geklärt?

Letzten Sonntag,als er die Höhle von Lascaux zum 70. Jubiläum ihrer Entdeckung besuchte, verkündete Sarkozy, dass das Maison de l'Histoire de France im alten Gebäude des Nationalarchivs untergebracht werden soll. Link

Das dort tätige Personal freut das nicht sehr. Link

Wie geht es weiter?

2011 soll es dort eine große Ausstellung geben. 2015 soll dann das Maison de l'Histoire dort endgültig installiert sein. Link

On verra...

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Kommentare

;-)
;-)
Joern Borchert - 2012-05-02 22:40
Es ist heute der erste...
Da kann man Heinrich Heine zum Glück auch viel...
Wilhelm Eschershausen (Gast) - 2012-05-01 11:06
Pardon, Herr Eschershausen
es hat etwas gebraucht, bis ich begriffen habe, dass...
Joern Borchert - 2012-03-15 03:43
Zitronenfalter
Und da man mit Schutzhandschuhen schlecht schreiben...
Wilhelm Eschershausen (Gast) - 2012-03-13 14:27

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