stArtcamp Köln 2011: Nerds für Kultur!
Am 7. Oktober trafen sich mehr als 100 Menschen beim stArtcamp in Köln, um gemeinsam darüber nachzudenken, welche Bedeutung die sozialen Medien (Twitter, Facebook etc.) für die Entwicklung unserer Kultur und unserer altehrwürdigen Kultureinrichtungen haben könnten.

Aus meiner Sicht war das eine höchst interessante Veranstaltung. In mehrfacher Hinsicht.
Zunächst einmal war das für mich die erste Veranstaltung, die à la Barcamp ausgerichtet wurde. Soll sagen: Ich wusste nicht, was mich erwartete, als ich mich anmeldete. Klar war nur, dass ich auf die treffen würde, die kulturell twittern, bei Facebook aktiv sind und davon überzeugt sind, dass die sozialen Medien etwas zur Entwicklung unserer Museen und anderer Kultureinrichtungen beitragen können.
Das Veranstaltungsformat "Barcamp", das will ich betonen, gefiel mir sehr. Es ist ein Format, dass keine Langeweile aufkommen lässt. Ist ja bei anderen Tagungen oft anders. Beim Barcamp ist dauernd Bewegung drin, da kommt keine Müdigkeit auf. Ein Veranstaltungsformat, dass viel häufiger benutzt werden sollte. Auch bei sog. wissenschaftlichen Tagungen.
Schön auch, sich mal mit Menschen auszutauschen zu können, die nicht verbergen müssen (oder wollen), gerne im Internet unterwegs zu sein. So verpönt das Internet unter den alten Bildungsbürgern ist, so interessant fand ich es, mal auf junge Bildungsbürger zu treffen, die keinen Hehl daraus machten, internetaffin zu sein. Menschen mit frischen Ideen! Mehr als 100 Nerds, die sich für Kultur interessieren. Klasse Nummer!
Da ich der bin, der ich bin, habe ich auch etwas zu meckern:
Ich fand es sehr schade, dass beim stArtcamp nur wenige Vertreter von etablierten Kulturinstitutionen vertreten waren. Von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, waren nicht einmal die Öffentlichkeitsarbeiter der Kulturinstitutionen der näheren Umgebung vertreten.
Wenn die hinterm Mond leben wollen - Wieso? Weshalb? Warum?
Interessierte sie das Thema nicht? War die Tagung zu preiswert? Passt das Internet nicht zu der Kultur, die sie befördern wollen? Haben sie nicht verstanden, welche Bedeutung soziale Medien heute haben? Sind sie nur arrogant und doof? Das kann nicht sein. Das will ich nicht glauben.
Die nächste Chance, etwas über das Web2.0 zu lernen, gibt es bei der stArtconference 2011 in Duisburg.
Für's Sterben müssen Sie nichts tun. Für's Überleben schon! Die Museen, Theater, Opernhäuser und freien Kultureinrichtungen. Vor allem die, die sich viel zu sehr selbst genug sind.
Arsch hoch! Publikum glücklich machen. Mit guten Angeboten und dem, was das Netz möglich macht, Interesse erzeugen. Mit guten Ideen. Ideen, die keine klugen Worte brauchen, um zu überzeugen. Das geht auch auf Deutsch!
Noch nie, war das so einfach wie heute!
Lesetipp: Christian Henner-Fehr:
stArtcamp11: Homepage

Aus meiner Sicht war das eine höchst interessante Veranstaltung. In mehrfacher Hinsicht.
Zunächst einmal war das für mich die erste Veranstaltung, die à la Barcamp ausgerichtet wurde. Soll sagen: Ich wusste nicht, was mich erwartete, als ich mich anmeldete. Klar war nur, dass ich auf die treffen würde, die kulturell twittern, bei Facebook aktiv sind und davon überzeugt sind, dass die sozialen Medien etwas zur Entwicklung unserer Museen und anderer Kultureinrichtungen beitragen können.
Das Veranstaltungsformat "Barcamp", das will ich betonen, gefiel mir sehr. Es ist ein Format, dass keine Langeweile aufkommen lässt. Ist ja bei anderen Tagungen oft anders. Beim Barcamp ist dauernd Bewegung drin, da kommt keine Müdigkeit auf. Ein Veranstaltungsformat, dass viel häufiger benutzt werden sollte. Auch bei sog. wissenschaftlichen Tagungen.
Schön auch, sich mal mit Menschen auszutauschen zu können, die nicht verbergen müssen (oder wollen), gerne im Internet unterwegs zu sein. So verpönt das Internet unter den alten Bildungsbürgern ist, so interessant fand ich es, mal auf junge Bildungsbürger zu treffen, die keinen Hehl daraus machten, internetaffin zu sein. Menschen mit frischen Ideen! Mehr als 100 Nerds, die sich für Kultur interessieren. Klasse Nummer!
Da ich der bin, der ich bin, habe ich auch etwas zu meckern:
Ich fand es sehr schade, dass beim stArtcamp nur wenige Vertreter von etablierten Kulturinstitutionen vertreten waren. Von sehr wenigen Ausnahmen abgesehen, waren nicht einmal die Öffentlichkeitsarbeiter der Kulturinstitutionen der näheren Umgebung vertreten.
Wenn die hinterm Mond leben wollen - Wieso? Weshalb? Warum?
Interessierte sie das Thema nicht? War die Tagung zu preiswert? Passt das Internet nicht zu der Kultur, die sie befördern wollen? Haben sie nicht verstanden, welche Bedeutung soziale Medien heute haben? Sind sie nur arrogant und doof? Das kann nicht sein. Das will ich nicht glauben.
Die nächste Chance, etwas über das Web2.0 zu lernen, gibt es bei der stArtconference 2011 in Duisburg.
Für's Sterben müssen Sie nichts tun. Für's Überleben schon! Die Museen, Theater, Opernhäuser und freien Kultureinrichtungen. Vor allem die, die sich viel zu sehr selbst genug sind.
Arsch hoch! Publikum glücklich machen. Mit guten Angeboten und dem, was das Netz möglich macht, Interesse erzeugen. Mit guten Ideen. Ideen, die keine klugen Worte brauchen, um zu überzeugen. Das geht auch auf Deutsch!
Noch nie, war das so einfach wie heute!
Lesetipp: Christian Henner-Fehr:
stArtcamp11: Homepage
Joern Borchert - 2011-10-13 21:06 + 662
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