Wie groß war die Freude, als ich heute las, dass seit dem 1. Oktober die Bilddatenbank des
Ruhr Museums online ist:
"Das Bildarchiv umfasst derzeit mehr als zwei Millionen Negative, mehrere zehntausende Papierabzüge und Dias. Unter www.fotoarchiv-ruhrmuseum.de können User selbständig in der Datenbank recherchieren und aus 730.000 Bildern wählen."
Da ich immer wieder einmal Bedarf an Bildern aus dem Pott habe, bin ich also schnell vorbeigesurft.
Der erste Eindruck, das muss ich zugeben, war etwas enttäuschend. Aber ok, es kommt mir ja mehr auf die Inhalte an.
Also suchte ich nach etwas, was mich interessieren könnte.
Das kam dabei heraus:
Eine Fülle von Kontaktbögen. Bögen, mit denen ich erst einmal nicht viel anfangen konnte und deren Watermarks die Betrachtung nicht gerade erleichtern.
Dann sah ich den Hinweis oben auf der Seite:
"Die Datenbank bietet Ihnen komplette Werküberlieferungen an. Daher sehen Sie als Suchergebnis meistens Bögen mit mehreren Filmstreifen und verschiedenen Themen - Sie können so alle Motivvarianten selbst prüfen. Das gesuchte Motiv finden Sie mit Hilfe der Bildnummer nach dem Schrägstrich, die sie durch Abzählen von links oben nach rechts unten ermitteln." [Hervorhebungen von mir]
Da endete nun das Vergnügen. Denn wo ich das gesuchte Motiv nach Abzählung von links oben nach rechts unten dann finden sollte, habe ich nicht herausbekommen. Die beigefügte Lupe ist lustig, hilft da aber auch wenig weiter.
Kinners, Kinners. Dauernd werden irgendwelche Datenbanken durchs Webdorf getrieben. Wie schön wäre es, wenn sie so gestaltet wären, dass man mit ihnen auch arbeiten könnte. Zumindest vom Design-Hochofen Zollverein sollte man das schon erwarten dürfen. Oder nicht?
Und warum man sich nicht an den Datenbanken orientiert, die unsere Nachbarn in Frankreich anbieten, kann ich auch inzwischen nicht mehr nachvollziehen. Mit der Datenbank
Joconde der Musées des France etwa kann man arbeiten. Mit
Mémoire auch. Ohne Bilder abzählen zu müssen, ohne Watermarks und mit allen Angaben, die man braucht, um mit den Bildern arbeiten zu können.
Mir scheint, dass es nicht nur sehr sinnvoll ist, derartige Vorhaben europaweit auszuschreiben, sondern schon in der Vorbereitungsphase Experten aus dem Ausland um Rat zu bitten. Damit Deutschland nicht weiter ein Entwicklungsland bleibt, was Bild- und Objektdatenbanken angeht. Langsam wird's peinlich.
Zur Bilddatenbank des Ruhr Museum kommen Sie
hier.
Dort finden Sie auch alle
die, die am Projekt beteiligt waren.