Van Goghs Briefe - so geht das Internet!

Nicht immer machen neue Internetangebote öffentlicher Institutionen Freude. Oft sind die Worte, die um sie herum gemacht werden, gewichtiger als das, was dann an Content geliefert wird.

1882, letter 271

Umso mehr freue ich mich, Sie auf ein Internetangebot aufmerksam machen zu dürfen, dass vor einem Monat vom Van-Gogh-Museum/Amsterdam in Kooperation mit dem Huygens Institute ins Netz gestellt wurde: Die Webedition aller bekannten Briefe van Goghs.

Simpel und gut: Hier zählt der Inhalt!

Ja, so soll ein Angebot aussehen, dass nicht nur im Web auftritt, um dort auch vorhanden zu sein, sondern vor allem darauf abzielt, potentielle Nutzer zu begeistern: Experten, Studenten oder auch schlicht kunstinteressierte Laien. Alle halt, die sich für Kunst mit je unterschiedlichem Tiefgang interessieren.

Kann man die Briefe van Goghs besser editieren, als in dieser Form, im Internet? Wohl kaum. Alle Briefe liegen in digitaler Form vor. Von jedem Brief gibt es das Faksimile sowie die Transkription des Originals und seine Übersetzung ins Englische. Garniert mit zahlreichen Fußnoten und Querverweisen. Darüber hinaus können alle Briefe nach dem Zeitpunkt ihrer Entstehung, dem Korrespondenten oder dem Ort, wo sie abgefasst wurden, sortiert werden. Wer will, kann sich auch nur die anzeigen lassen, die Zeichnungen enthalten.

Gogh-lettesr-zikade

Natürlich auch vergrößert!

gogh-zikade-gr

Und dass man sie nach Stichworten durchsuchen kann, versteht sich da fast von selbst.

Die einen streiten sich über Copyrights, die anderen zeigen, was im Netz geht, wenn man denn wirklich will, dass dort etwas geht.

Ich bin mir sicher, dass diese Seite einen großen Erfolg haben wird. Dabei denke ich vor allem an all die jungen Menschen, die gerade die Kunst für sich entdecken. Authentischer kann sie ihnen wohl kaum näher gebracht werden als hier. Wenn Sie hier nicht infiziert werden, wo dann?

Ich würde mich daher freuen, wenn die Briefe und Werke deutscher Literaten oder Künstler irgendwann einmal ebenfalls ihren Weg ins WWW fänden. So gut aufbereitet wie Van Goghs Briefe. Superhypertoll! Irrwitzigfantastischsupergeil!
Hätte ich es nicht schon getan, ich würde glatt noch einmal Kunstgeschichte studieren.



Dank für den Hinweis an BibliOdyssey.

Name

Url

Meine Eingaben merken?

Titel:

Text:


JCaptcha - du musst dieses Bild lesen können, um das Formular abschicken zu können
Neues Bild

 

Futterkiste

xml version of this page
Follow Me on Pinterest
Folge KulturWelt auf Twitter

Dieses Blog durchsuchen

 

Kontakt

QR Code

Kommentare

;-)
;-)
Joern Borchert - 2012-05-02 22:40
Es ist heute der erste...
Da kann man Heinrich Heine zum Glück auch viel...
Wilhelm Eschershausen (Gast) - 2012-05-01 11:06
Pardon, Herr Eschershausen
es hat etwas gebraucht, bis ich begriffen habe, dass...
Joern Borchert - 2012-03-15 03:43
Zitronenfalter
Und da man mit Schutzhandschuhen schlecht schreiben...
Wilhelm Eschershausen (Gast) - 2012-03-13 14:27

Links in separatem Fenster

alle Links auf der aktuellen Seite in einem neuen Fenster öffnen 

Status

Online seit 2451 Tagen

Zufallsbild

Puuuh!

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Zählwerk

Besuche werden mit StatCounter gezählt.

Rechtliches


Creative Commons License

xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

Impressum

Jörn Borchert
museologie [at] gmx [punkt]de

Jörn Borchert ist der Verantwortliche und Betreiber dieser Website sowie inhaltlich Verantwortlicher gemäß § 10 Absatz 3 MDStV.
Haftungshinweis: Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehme ich keine Haftung für die Inhalte externer Links. Für den Inhalt der verlinkten Seiten sind ausschließlich deren Betreiber verantwortlich. Haftungsausschluss