Bislang hat der Untersuchungsausschuss des rheinland-pfälzischen Landtags lediglich eruiert, dass keiner das Arp-Museum in seiner jetzigen Form wollte:
Der frühere rheinland-pfälzische Ministerpräsident
Bernhard Vogel (CDU) wollte es nicht. Jedenfalls nicht im Zeitraum 1967 bis 1988, als seine Dienstzeit endete.
Auch der frühere rheinland-pfälzische CDU-Kultusminister, Georg Gölter, zog während seiner Amtszeit von 1981 bis 1991 nie den Bau eines Arp-Museums in Remagen in Erwägung. Im Gegenteil: "Ich glaube, dass das Museum zumindest in diesen Dimensionen ein Fehler war." Schon als Minister habe er einen Museumsbau stets abgelehnt. Denn für das Land standen in den 80er Jahren dringende Kulturinvestitionen an - (...). Zudem war ihm nicht klar, ob die Werke des Dadaisten Arp ein solches Museum tragen könnten. Gölter: "Ein weiteres Museum war für mich ein Ding der Unmöglichkeit." - schreibt die
Allgemeine Zeitung.
Im GA erfahren wir ferner, dass der frühere Wirtschaftsstaatssekretär und Ex-Stiftungs-Vorstandschef Ernst Eggers (FDP) bestätigt, dass es zwar "relativ unbestimmte" Überlegungen für ein Arp-Museum vor der politischen Wende 1991 gegeben habe, dass aber die Weichenstellung für einen Neubau erst unter dem SPD-Ministerpräsidenten Rudolf Scharping erfolgt sei.
Ob der Untersuchungsausschuss am Ende zu Tage fördern wird, wer das Arp-Museum eigentlich haben wollte?
Politik ist manchmal dADa, oder?