Samstag, 10. Mai 2008

Und nun: das Klima

"LONDON (Reuters) - A new study suggesting a possible lull in manmade global warming has raised fears of a reduced urgency to battle climate change..."

Tja, das wäre wirklich eine Katastrophe, wenn der Klimawandel ausfallen würde. Leere Zeitungen, arbeitslose Wissenschaftler und der Religionsersatz fiele auch weg. Keine Angst! Er verzögert sich nur. Das ist sicher. Denn das Klima hat sich schon immer verändert.

Den ganzen Beitrag, aus dem obiges Zitat stammt, lesen Sie bei Reuters.

Dazu passen die Worte von Dirk Maxeiner gut.
Stefan Rahmstorf sollte man dazu aber auch lesen.

Figuration narrative im Grand Palais

Claire Maingon besuchte am 7. Mai die Ausstellung "Figuration narrative. Paris 1960-1972" im Grand Palais/Paris und war davon sehr angetan. Kann ich nachvollziehen.

Was die Figuration narrative ist und bedeutet, beantwortet Ihnen der Kurator der Ausstellung, Jean-Paul Amline:
”Viele Künstler sagen sich: 'Die Malerei muss genauso viel über die Welt aussagen wie der Film, die Fotografie oder ein Plakat. Die Malerei soll genauso wirken wie die anderen Medien'.
Die narrative Figuration entsteht 1964: Zwei junge Maler, Bernard Rancillac und André Télémaque, trommeln mit Hilfe eines Kunstkritikers über dreißig Künstler für eine Ausstellung zusammen. Ihr Titel: "Alltagsmythen". Ihr Ziel: die abstrakte Malerei von ihrem Thron holen. Und so entstand eine neue Bewegung."

Wenn Sie mehr über diese Kunstrichtung und die Ausstellung wissen wollen, dann finden Sie fast alles HIER.

Die Ausstellung endet am 13.07.2008.

Die Franzosen werfen in der Nacht gerne Bilder...

... auf Fassaden. Besonders gerne auf die von Kathedralen. Gigantisch große Bilder, untermalt mit Tönen und Texten. Zur Förderung der Begeisterung für das nationale, kulturelle Erbe. Im Kanon des Kulturschaffens läuft das unter der Rubrik " Son et lumière". Meist finden diese Veranstaltungen in der Provinz statt. Dort, wohin sonst nur wenige Touristen kommen. Deshalb werden sie veranstaltet. Um Touristen dorthin zu ziehen, wo sie sonst nicht hinfahren würden. Da Frankreich nicht - wie die BRD - föderal organisiert ist, kann man dort die Touristenströme kanalisieren. Zum Beispiel durch Veranstaltungen à la "Son et lumiére".

Wenn dieses Bilderwerfen gut gemacht ist, dann sind diese Projektionen in ihrer Poesie wirklich atemberaubend und können sicher mehr Menschen für die Kultur interessieren, als es jemals eine museale Ausstellung schaffen könnte.

Zu den Highlights dieses Typs von Veranstaltungen dürfte in diesem Jahr das "Bestiaire" in Le Mans zählen. Entwickelt in Zusammenarbeit mit Michel Serres von der Académie française. Die Bilder, die projiziert werden, stammen unter anderem von Vittore Carpaccio. Dazu gibt es musikalische Beiträge des Chors der Kathedrale und anderer.

Ich glaube, dass die Veranstalter nicht zu viel sagen, wenn sie ein Erlebnis für die Augen, die Ohren und nicht zuletzt für das Herz versprechen. Und bin deshalb etwas traurig, dass ich morgen nicht in Le Mans sein kann.


Wer ungeduldig oder neugierig ist, kann sich hier schon einmal musikalisch einstimmen lassen:


Daten: 11. Mai 2008, 22:00h, Place des jacobins, Le Mans.

Im Blog zu dieser Veranstaltung gibt es weitere Informationen. Klick HIER.


Mehr hier.

[Aufmerksam gemacht durch Patrimoine en blog]

Kulturelle Welten

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Kommentare

Schlafen im Museum
Da bin ich ja mächtig gespannt, was man außer...
Nina (anonym) - 2008-06-30 17:19
Aber, aber...
Lieber GP, dass man in der französischen Diaspora...
Joern Borchert - 2008-06-24 23:32
Sperrgut
Natürlich ist Denken wichtig. Und Erinnern auch....
GP-F (anonym) - 2008-06-23 21:30
Noch nie so viel
In Paris wird diese Ausstellung immer wieder erwähnt,...
Madeleine (anonym) - 2008-06-16 22:50

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