Ich bin sicher kein Fan von Militärmuseen. Obwohl sie etwas anderes auf ihre Fahnen schreiben, am Ende dienen Sie doch meist den Veteranen dazu, wenig schöne Jugenderinnerungen zu reanimieren. Noch ist das so. In nicht wenigen Jahren wird das nicht mehr so sein. Ich bin sehr gespannt, was aus den Kriegsmuseen in Péronne, Caen, Paris und etwa London wird, wenn die Veteranen mangels Masse bedeutungslos und an die Panzermodelle andere Fragen gestellt werden als heute. Ebenso gespannt bin ich, wie ab 2010 Militärgeschichte
in Dresden interpretiert und dargestellt werden wird.
Angelockt durch die Ausstellung "Amours, guerres et sexualité.
1914-1945" (darüber später mehr) besuchten wir wieder einmal das
Musée de l'Armée. Ein beeindruckender Gebäudekomplex mit Dauer- und Wechselausstellungen, die für all die interessant sind, die Frankreich und Franzosen wirklich verstehen wollen.
Zwischen Teil 1 und Teil 2 der oben genannten Ausstellung stolperten wir über eine kleine Ausstellung, die in diesem Gebäude etwas peripher wirkt, obwohl sie das ganz und gar nicht verdient hat: "J'aime les militaires."

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Eine Ausstellung, die die Bedeutung von Uniformen hinterfragt und auch den Kontexten nachspürt, in denen Sie jenseits der Kasernenhöfe und Schlachtfelder Verwendung fanden. Die theatralische Präsentation wird manch einen Besucher irritieren. Mich auch. Doch wenn man sich auf diese Präsentationsform erst einmal eingelassen hat, dann wird sichtbar, was sie zu leisten vermag. Der Besucher taucht, ob er will oder nicht, in eine Atmosphäre ein, die ihm fremd ist und ihn deshalb schon in den Bann zieht.

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Fasziniert von den szenischen Darstellungen mag manch Ausstellungsbesucher dabei das Lesen der Ausstellungstexte vergessen, ohne die das Ganze nicht verständlich ist. Ich hab das Lesen auch vergessen. Aber schön war es doch...

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Weitere Informationen zur Ausstellung, die noch bis zum 2. März 2008 besucht werden kann, gibt es
hier.
Zum
Musée de l'Armée.
Interessant auch der Artikel bei
France3.