Es ist durchaus begrüßenswert, dass die Rede vor dem Kulturausschuss des Landtags zum Arp Museum, die Staatssekretär Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig am 2. Oktober hielt, nun - nebst einigen Anlagen! - online zugänglich ist. Insbesondere enthalten die Anlagen aus meiner Sicht durchaus bedenkenswerte Passagen. Am meisten mag ich
Anlage 8, I + II.1, wo wir etwa erfahren, dass Maja Stadler-Euler bis heute nicht Mitglied der Stiftung Arp. e.V. ist, deren Generalsekretärin sie ist. Was will uns das sagen? Außerdem erfahren wir, dass vom rechtmäßigen Inhaber hergestellte "Vervielfältigungsstücke" eines Kunstwerkes laut Landgericht Köln keine Fälschungen und auch nicht unecht sind.
Wenn ich so einen Mumpitz lese, bekomme ich fast Lust, Jura zu studieren. Das darf und kann ja wohl nicht wahr sein! Warum protestiert der Deutsche Museumsbund nicht gegen solche Unsinns-Urteile? Warum klagen Sammler, die am Erhalt des Wertes ihrer hoffentlich wirklich echten Sammlungsstücke interessiert sein müssten, nicht dagegen?
Das erkläre mir, wer kann. Wie kann ich mich dann noch davor schützen, dass es bald einige tausend Mona Lisas gibt, die als "nicht unecht" zu bezeichnen sind, weil der Inhaber das Recht hat, sie zu vervielfältigen? Ich versteh die Welt nicht mehr. Damit mir das gelingt, bleibt als letzter Ausweg wohl tatsächlich nur das Jura-Studium , um weiterhin echt von unecht unterscheiden zu können.
Hier gibt es die Rede und den Link zu den Anlagen.