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Donnerstag, 17. Mai 2012

Vatertags-Musik



Chilly Gonzales: Dot

Mittwoch, 16. Mai 2012

Andreas Blühm sucht die Weite

Wie schon seit Jahren zu erwarten, gibt Andreas Blühm seinen Direktorenposten im Wallraf-Richartz-Museum/ Köln auf, um demnächst in die Niederlande zurückzukehren und dort ein anderes Museum zu leiten: Das Groninger Museum.

Ein Interview dazu ist im Kölner Stadt-Anzeiger nachzulesen.

Source: ksta.de via Joern on Pinterest



Darin gibt er private Gründe als wesentliche Motivation für den Ortswechsel an. Doch wir alle wissen, dass es immer zwei Gründe gibt. Einen, der gut aussieht und einen, der wahr ist. Der schöne Grund: Seine Frau kommt aus Groningen. Der wahre Grund wird etwas damit zu tun haben, dass er es satt ist, mit den Kölner Schwierigkeiten zu kämpfen.

Nun erwartet ihn ein Museum mit einem Sammlungsbestand, der neben Kunst auch Artefakte der Archäologie, des Kunsthandwerks und vieles mehr beinhaltet. Ich bin gespannt, was er aus so einer heterogenen Sammlung macht. Ich bin mir aber ziemlich, dass es wieder großartig wird und das Groninger Museum erneut in die Champions-League der europäischen Museen aufsteigt.

Viel Luft, viel Raum, viel Sonne! Einen weiten Himmel wird Andreas Blühm in Friesland allemal finden. Mit großer Freude (und etwas Neid) gratuliere ich ihm also zu diesem Schritt.

Uns Museumsbesuchern wünsche ich nun zahlreiche Anreize, demnächst wieder einmal nach Groningen fahren zu MÜSSEN.

Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik 2012

Von solchen Preisen können wir gar nicht genug haben:

"Die Fakultät Medien der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig lobt zum siebten Mal eine Auszeichnung für praxisrelevante, innovative Forschungsergebnisse zur Bildungsarbeit in Museen und Gedenkstätten aus, den

Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik 2012.

Noch nicht anderweitig veröffentlichte Diplom-, Staatsexamens-, Magister-, Doktorarbeiten, Bachelor- und Master-Thesen aller Absolventinnen und Absolventen von Universitäten, Fachhochschulen und gleich­rangigen Hochschulen im deutschen Sprachraum sind gleichberechtigt zugelassen, soweit sie einen Bezug zur personalen Bildungs­arbeit in Museen oder Gedenkstätten (für unterschiedlichste Zielgruppen) auf­wei­sen.

Der Preis ist mit 1.000 € dotiert und kann auch hälftig an zwei Personen vergeben werden. Über Vergabe und Nichtvergabe des Arnold-Vogt-Preises entscheidet eine dreiköpfige, unabhängige Jury. Der Rechts­weg ist ausgeschlossen.

Eigenbewerbungen sind ausdrücklich erwünscht. Bewerbungen sind 2012 möglich mit allen einschlägigen Arbeiten, die zwischen dem 01.01.2010 und dem 30.06.2012 fertig­gestellt wurden. Einzusenden ist die wissenschaftliche Arbeit in einem gebundenen Exemplar, außerdem ein tabellarischer Lebenslauf der Bewerberin, des Bewerbers, eine Kopie des betreffenden Hochschulzeugnisses sowie eine maximal zwei DIN-A-4-Seiten umfassende Darstel­lung der Zielsetzung, angewendeten Methodik und zentralen Ergebnisse der Arbeit, an:

HTWK Leipzig, Fakultät Medien
– Arnold-Vogt-Preis für Museumspädagogik –
Karl-Liebknecht-Straße 132

04277 Leipzig

Einsendeschluss ist der 30. Juni 2012. Von der Preisträgerin, dem Preisträger wird ein Kurzvortrag zur ausgezeichneten Arbeit mit Diskussion für Studierende des Studiengangs Museologie in der HTWK Leipzig erwartet; bei diesem Anlass wird der Preis im November 2012 verliehen.

Den vollständigen Auslobungstext finden Sie im Internet unter: http://www.fbm.htwk-leipzig.de/fileadmin/fbmedien/professoren_mitarbeiter/downloads"

Freitag, 11. Mai 2012

Whats my line? Salvador Dali

Ein Beitrag zur Entzauberung eines großen Künstlers.



Oder doch nicht?

Wie auch immer: In mein Bild von Dali passt das nicht. In Ihres?

[Dank an Peter Türk bei Facebook]

Donnerstag, 10. Mai 2012

Kommentar unmöglich?

Aus aktuellem Anlass (Hallo Christian!) fragte ich dieser Tage bei twoday nach, weshalb manche Kommentare als Spam klassifiziert werden und daher nicht bis in diesen Blog gelangen.

Die Antwort:

"Anonyme (unangemeldete) Kommentare werden auf twoday durch Akismet geprüft. Gründe, warum ein Kommentar als Spam klassifiziert wird, können folgende sein:

- Mehrere Links im Kommentar
- Viele Kommentare innerhalb einer kurzen Zeitspanne
- die IP des Kommentators befindet sich auf einer Blacklist.

Direkten Einfluss auf deren Routinen haben wir nicht, und es gibt leider auch keine Möglichkeit, "abgelehnte" Kommentare zurückzuholen."

Hilft das weiter? Keine Ahnung.

Freitag, 4. Mai 2012

Neu in der Blogrolle: Colossal

Immer finde ich im Netz höchst inspirierende Blogs, bei denen ich mich immer frage, wie sie an ihre Fotos und Informationen kommen.

Zum Beispiel dieses hier von einem Badezimmer, das über einem Fahrstuhlschacht eingerichtet wurde.

Mir geben solche Blogs viel Freude und Ideen. Vor allem, wenn darin etwas zu Kunst, Architektur, (Raum-)design und vielem mehr zu finden ist. Ein guter Grund COLOSSAL in die Blogrolle aufzunehmen. Eine digitale Wundertüte.

Mittwoch, 2. Mai 2012

Auch das Landesmuseum Zürich bietet nun eine App an

smartphone App

Im Newsletter des Landesmuseums Zürich lesen wir dazu:

"Die App des Landesmuseums für Iphone, Ipad und IPod touch ist seit Ende März im App Store gratis verfügbar. Sie informiert über aktuelle Veranstaltungen und Wechselausstellungen im Landesmuseum. Der integrierte Kalender zeigt Details zu Veranstaltungen und hebt die jeweils nächste Veranstaltung speziell hervor. In den anderen Menüpunkten finden sich wichtige Informationen zum Museumsbesuch und die Möglichkeit, die Audioguides zu den Wechsel- und Dauerausstellungen herunterzuladen. Somit muss beim Museumsbesuch kein extra Audioguide mehr ausgeliehen werden. Zudem können beispielsweise die Tondokumente der aktuellen Wechselausstellung «C’est la vie. Pressebilder seit 1940» auch nach dem Museumsbesuch nochmal angehört werden. Weiter können Bilder und Texte zu den Objekten des Schweizerischen Nationalmuseums innerhalb der App betrachtet werden, wie es bisher nur in der Onlinesammlung möglich war."

Die App gibt es via iTunes HIER.

Samstag, 28. April 2012

Mindener Museum: Relaunch ohne Ausstellung?

Am 26.9.2012 soll das Mindener Museum wieder eröffnet werden, lesen wir im Mindener Tageblatt.

Ebenso lesen wir dort auch, dass es bislang kein Geld für die "inhaltliche Ausgestaltung" des Museums gibt. Damit ist wohl gemeint, dass es weder ein Gestaltungs- noch ein Vermittlungskonzept, noch Geld dafür gibt.

Wie bitte? Fünf Monate vor der Wiedereröffnung eines der ehemals bedeutendsten Stadtmuseen Westfalens ist nicht klar, was gezeigt werden soll, wer die Gestaltung übernimmt und wie das finanziert werden soll.

Ist das ein Scherz? Ich fürchte nicht.
Man zerschlägt ein Museum, das sich durch seine Inhalte ebenso wie durch seine Atmosphäre auszeichnete, ohne ein besseres, ja überhaupt ein Konzept zu haben.



Meynert, Koch und alle anderen dafür Verantwortlichen gehören für die rowdyhafte Zerstörung dieses kulturellen Erbes, ich meine das alte Mindener Museum, an den Schandpfahl auf dem Marktplatz. Und Volker Rodekamp darf man getrost daneben stellen. Er kennt seine Leichen im Keller des MiMu... Doch statt schamvoll zu schweigen, hat er die Zerstörung des Mindener Museums sogar als Präsident des Deutschen Museumsbundes noch unterstützt. Lasen wir im Mindener Tageblatt und wunderten uns.

Armes Minden!

Schon Heinrich Heine erschrak, als er Minden besuchte:

"Minden ist eine feste Burg,
Hat gute Wehr und Waffen!
Mit preußischen Festungen hab ich jedoch
Nicht gerne was zu schaffen.

Wir kamen dort an zur Abendzeit.
Die Planken der Zugbrück' stöhnten
So schaurig, als wir hinübergerollt;
Die dunklen Gräben gähnten. [...]
Das ganze Gedicht: Hier.

Heute muss das Gedicht wohl eher mit diesen Zeilen beginnen:

"Minden ist eine arme Stadt,
voll Doofen und von Affen."

Ich befürchte Schlimmstes für die Zukunft des MiMu: eine politisch korrekte Ausstellung, ohne Fehl und Tadel, aber auch ohne Trachten, Spinnräder oder Mammutschädel und andere nicht mehr zeitgemäße Exponate, das Kaiserreich und den Nationalsozialismus korrekterweise verdammend, gestaltet von dem Architekten, der den Umbau realisiert hat. Ein Museum der geraden Linien. Ein billiges Museum. Kein Museum, dass so begeisternd wirken könnte, wie das alte. Clean, abwaschbar, behindertengerecht: ein dreidimensionales Lehrbuch ohne Esprit wie vielerorts. Vor allem aber ohne die Atmosphäre, die vor Jahren auch weitere Anreisen nach Minden lohnend erschienen ließ.

Wenn dann die Besucher ausbleiben, dann wird aus den Häusern an der Ritterstrasse halt ein Hotel mit Wellnessbereich oder das Businesscenter "Old Minden" für junge Start-ups. Is ja auch schön, gelle.

Wo sind denn eigentlich die Mindener Kulturmenschen? Haben Sie keine Meinung zu diesem Trauerspiel? Oder gibt es in Minden niemanden mehr, der noch ein Gefühl für Kultur hat?

Der Artikel im MT


P.S.: Die Kulturferne der Kulturverantwortlichen gruselt mich zunehmend mehr. Geht's denn wirklich nur noch um Geld und Karriere?

P.P.S.: Sorry, Joachim. Bau Kultur auf, statt sie sie niederzumachen! Wie ihr mit dem MiMu umgegangen seid, ist so dumm, dass man vermuten muss, dass es nicht nur Sparzwänge waren, die Euch zu seiner Zerstörung bewogen. Schliesslich gibt es auch Leute, die von dieser Zerstörung finanziell profitieren oder politisch etwas davon haben. Es gibt viele Männerbünde, die Unheil anrichten und vieles zu ihren Gunsten wenden. Sogar "Sparzwänge".

Mittwoch, 25. April 2012

Das Historische Museum Basel: ein Lichtblick

Ab 1. August ist die Luxemburgerin Marie-Paule Jungblut Direktorin des aus mehreren Häusern bestehenden Historischen Museums Basel.



Herzlichen Glückwunsch!

Ich freue mich auf Ausstellungen zu unbequemen Themen und innovative Vermittlungskonzepte. Nun von Basel aus. Von einer charismatischen Frau, die es versteht, die Interessen der Generationen miteinander zu verbinden, indem sie Alten wie Jungen Gedankenanstösse gibt, die beide zu irritieren vermögen. Ihr Horizont ist weit genug, um immer wieder für Überraschungen zu sorgen.

Basler freut Euch darauf! Heute ist morgen schon gestern... Die Jungblut ist schnell. Sehr schnell und immer am Puls der Zeit. Das tut manchmal weh, erzeugt aber neben Verstörung immer auch Freude an Erlebnissen, die meinungsverändernde Erkenntnisse möglich machen.
Bin gespannt!

Mehr über M.-P. Jungblut:

Tageswoche

Basler Zeitung

Pressemitteilung

Lug und Trug im Kunstbetrieb

Dieser Tage veröffentlichte die Süddeutsche Zeitung die unschöne Geschichte eines angeblich von Josef Albers stammenden Gemäldes, das 1995 von der Düsseldorfer Galeristin Karin Fesel für 147.000 DM (!) an den Sammler Wolfgang Händel verkauft worden war.

Der damalige Direktor des Bonner Kunstmuseums, Dieter Ronte, sorgte dafür, dass es 1997 als Leihgabe in das von im geleitete Haus gelangte. So weit, so gut.

1999 erfuhr er von der "Josef and Anni Albers Foundation", dass das betreffende Werk eine Fälschung sein müsse. Sofort liess er es abhängen und übergab es seiner damaligen Freundin Karin Fesel zu weiteren Überprüfung. Die läßt das Bild vom Doerner-Institut in München checken und erhält ebenfalls die Auskunft, dass es sich zweifelsfrei um eine Fälschung handelt.

Von alledem erfährt der Leihgeber nichts, als man es ihm Jahre später angeblich kommentarlos wieder aushändigt.

Geadelt durch die Präsentation im Bonner Kunstmuseum wird es 2010 anlässlich der Art Cologne auf einen Wert von ca. 950.000 Euro taxiert. Auf etwa das zwölffache der ursprünglichen Kaufsumme!

Heinz Liesbrock, Direktor des Museums Quadrat Bottrop, machte die Polizei auf das dort ausgestellte Werk aufmerksam, die es sofort beschlagnahmte.
Weder der Händler noch der Besitzer des Werkes wussten von den Rechercheergebnissen Rontes und Fesels, sagen sie.
Auch ich frage mich, warum Ronte es nicht schon 1999 dem Kunstbetrieb entzog.

Ich erinnere mich an Werner Spies und seine Rolle im Kunstfälscherskandal. An Kasper König und die Ausstellung von Werken aus seiner eigenen Sammlung im Museum Ludwig. Nun tritt der ehemalige Direktor des Bonner Kunstmuseums unrühmlich an die Seite der ehemaligen Geschäftsführung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland.

Darf man denn gar kein Vertrauen mehr in die haben, die einen guten Ruf geniessen? Ja, ist der "gute Ruf" womöglich gar ein Indiz für Mauscheleien, Schiebereien und andere Machenschaften, die uns allen Schaden zufügen? Wir Besucher sind lediglich die Masse, die dafür sorgt, dass der Kunsthandel blüht. Es geht nicht um unser Vergnügen, sondern um Gewinnaussichten von Sammlern, Galeristen und - hoffentlich viel seltener, als ich vermute - auch um die Nebeneinkünfte von Museumsdirektoren.

[Wieso denke ich gerade an die Elite-Gymnasien und die Missbrauchsfälle dort? ]

Augen auf! Und - Museumsmitarbeiter - petzen, was das Zeug hält! Um Schlimmeres zu verhindern.

Die ganze Geschichte, wohlformuliert bei der SZ.

Futterkiste

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Kommentare

;-)
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Joern Borchert - 2012-05-02 22:40
Es ist heute der erste...
Da kann man Heinrich Heine zum Glück auch viel...
Wilhelm Eschershausen (Gast) - 2012-05-01 11:06
Pardon, Herr Eschershausen
es hat etwas gebraucht, bis ich begriffen habe, dass...
Joern Borchert - 2012-03-15 03:43
Zitronenfalter
Und da man mit Schutzhandschuhen schlecht schreiben...
Wilhelm Eschershausen (Gast) - 2012-03-13 14:27

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