Freitag, 27. Januar 2012

Zitat: Museen stören Proteste

"Der politische Wille der Bürger auf der Straße gehört noch nicht ins Museum. Das Museum ist ein zähmender Ort, es macht aus politischer Provokation voreilig stumme Geschichte. Protest braucht Bewegung und nicht Museen, die ihn in Vitrinen pressen und kunsthistorisch archivieren."

Das schrieb am 25.01.12 Swantje Karich in der FAZ zur Musealisierung von S21 und Occupy.

Die StraßenKunstGalerie

Mal ehrlich: Die Kunstwerke unserer Museen sind schön und wertvoll, langweilen aber immer dann, wenn man sie oder ähnliche schon einmal gesehen hat. Wie viel Freude macht es da, wenn man etwas sieht, was irritiert, überrascht oder neue Sichtweisen erlaubt.

Kölner Kollegen machten mich heute bei Facebook auf Meisterwerke der Straßenkunst aufmerksam.

gemalt von Pavel Puhov
[work by Pavel Puhov]

Zahlreiche Werke dieser Form der Kunst, die immer für Überraschungen im urbanen Raum gut ist, sind in der ständig aktualisierten virtuellen Galerie "Street Art Utopia" zu sehen.

Wer die nicht gesehen hat, hat was verpasst.

P.S.: Rheinländer werden sich über die Werke freuen, die im Rahmen des Cityleaks-Festival entstanden sind.

Wer sich schnell freuen will, der wird HIER gut bedient.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Nachts bei den Kaisern, Königen und anderen Potentaten

Dieser kleine Kurbelautomat von Paul Spooner scheint mir gerade gut in die Zeit zu passen:



"Uneasy lies the head that wears a crown" (Shakespeare: Henry IV, Teil 2)

[Fundort? Kugelbahn! Wo denn sonst?]

P.S.: Für £575 gibt's den Automaten HIER zu kaufen. Und viele andere schöne Dinge!

Samstag, 7. Januar 2012

Die Fondation Cartier/Paris: Da rechnet sich die Kunst

Wer in Paris war, ohne die Fondation Cartier besucht zu haben, hat was verpasst. Nicht nur das von Jean Nouvel entworfene Gebäude, sondern vor allem das bunte Ausstellungsprogramm macht seit 1994 Freude.

Immer wird Kunst präsentiert. Meist grenzüberschreitend. Kunst als Kunst gibt es da auch. Doch gerne werden dort auch Ausstellungen gezeigt, die Themen aufgreifen, die jenseits der Kunst liegen. Immer spannend, häufig mit Witz.

Bis zum 18. März etwa die Ausstellung: "Mathematics: A Beautiful Elsewhere". Eine Ausstellung über die Schönheit der Mathematik und die wundervollen Erfahrungen, die sie möglich macht, wenn Mathematiker und Künstler miteinander kooperieren.

Pictures of an exhibition
<br />

Nebenbei: Die
Fondation Cartier hat jüngst ihre Webseite neu gestaltet. Der Besuch dort macht nun fast so viel Freude, wie der Besuch der echten Ausstellungsräume. Nicht zuletzt, weil man auch auf der Website Fotos der realen Ausstellungsräume zu sehen bekommt. Welches Ausstellungshaus sonst gewährt schon solche Einblicke?

Ich muss mal wieder nach Paris....

P.S.: Die Meinung von Diane Dubray/Buzzeum dazu. Eine andere.

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Der freundliche Feind

Unter diesem Titel veröffentlichte Ebba Drolshagen, das Kind einer norwegisch-deutschen Liebe im Zweiten Weltkrieg, schon 2009 ein Buch, das man wahrscheinlich lesen sollte, wenn man mehr wissen will. Mehr über die andere Seite des Zweiten Weltkriegs und seine bis heute in mehrfacher Hinsicht politisch unkorrekten Seiten. Die Seiten kultureller und auch emotionaler Annäherungen.

Ich hab mir das Buch heute bestellt. Hier.

Ich bin gespannt. Mehr zu diesem Thema.

Dienstag, 20. Dezember 2011

Eisige Freuden in Frankfurt a.M.

Als ich dieser Tage den Blog des Historischen Museums Frankfurt besuchte, fand ich dort den Hinweis darauf, dass der zugefrorene Main und die daraus resultierenden Vergnügungsmöglichkeiten eines der Themen sein soll, die uns ab Frühjahr 2012 im Rententurm vom HistMus nahe gebracht werden sollen. Allerdings scheinen da nur die Winterfreuden im Fokus zu stehen, die fotografisch dokumentiert sind.

Klar, dass die Mitarbeiter des Historischen Museums wissen, dass es schon lange vor der Erfindung der Fotografie auch saukalte Winter gab. Wie etwa den 1739/40, der in der zeitgenössischen Literatur kaum zu übersehen ist.

Am Rande meiner Magisterarbeit stieß ich auf einen kurzen Bericht zu einer Party der Böttcher, die sie 1740 auf dem Main veranstalteten:

"Besonders merkwürdig waren (...) die Festlichkeiten in Frankfurt, wo, nach Herstellung der bewundernswürdigen 2 Fässer, 16 Reiftänzer mit Kränzen auf dem Haupte (...) erschienen, während die Gesellen in Gala um ihr Faß herum paradirten. (...) Bei drei Chören Musik, bei Wein und Bratwürsten wurde das Faß umtanzt. Unter einem großen Zelte wurde Mittags gespeist. Die nach dem Main gehenden Fenster waren bis an die Dächer mit Zuschauern besetzt, und auf dem Main selbst fehlte es nicht an angesehenem Besuche." (H. 1830*: 31-32)

Bestimmt gibt es sehr viel mehr Berichte zu diesen Fêten auf dem Eis. Ich finde, auch diese Berichte gehören in die Ausstellung. Ebenso wie die Berichte über die Schrecken, die arme Stadt- und Landbewohner in diesem fürchterlichen Winter zu erleiden hatten.

*"H. 1830" ist übrigens Hüttner, C.G.v.: Denkwürdigkeiten der berühmten Winter 1740 und 1709. Nebst meteorologischen Bemerkungen und Regeln, nach welchen besonders aus der Witterung des Winters auf die wahrscheinliche Witterung der folgenden Jahreszeiten zu schließen ist. Leipzig 1830.

Sonntag, 18. Dezember 2011

Der Blaue Burgunder

Wein mag ich sehr. In flüssiger Form, fast mehr aber noch als Gewächs. Warum das so ist, kann ich schwer in Worte fassen. Ich mag sein Laub, die Reben sowieso, vor allem aber die knorrigen Rebstöcke, denen man ansieht, wie viel Arbeit in sie investiert wurde. Über Jahre und Jahrzehnte.

Da ich meist mit dem Spätburgunder an der Ahr zu tun habe, ist der mir am meisten ans Herz gewachsen. Was und wie viel er mit diesem hier abgebildeten Blauen Burgunder zu tun hat, vermag ich nicht zu sagen. Er ähnelt ihm aber sehr.

Zu dieser Sorte habe ich eine besondere Affinität.

[Gefunden im "Atlas der für den Weinbau Deutschlands und Oesterreichs werthvollsten Traubensorten. Hrsg. von Herrmann Goethe ; Rudolph Goethe. Wien 1876." - Digitalisiert von der Badischen Landesbibliothek]

Via Bibliodyssey.

Dienstag, 13. Dezember 2011

Deutsche Spuren in New York

Ein Projekt des Goethe Instituts

"German Traces NYC is mobile, augmented reality experience designed to let learners explore German cultural heritage in New York City. The application makes use of archival documents, photographs, and multimedia narratives to bring to life to this significant thread of New York City and United States history."



Zur Homepage von German Traces NYC/Goethe Institut

Mittwoch, 7. Dezember 2011

Eingang zur Ausstellung "Luminous - The Art of Asia"

Zur Zeit wird im Seattle Art Museum die Ausstellung "Luminous - The Art of Asia" präsentiert.

Auch wenn ich keine Meinung zu dieser Ausstellung haben kann, ihr Eingang gefällt mir sehr:

Futterkiste

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Kommentare

@Aneta Kováčová
Schicken Sie mir bitte diese Anfrage noch einmal an...
Joern Borchert - 2012-01-12 22:00
Frau
Guten Tag, ich wollte mal fragen, ob wir Ihres Bild...
Aneta Kováčová (Gast) - 2012-01-12 10:28
Sehr geehrter Anonymus,
Vielen Dank für ihren Kommentar. Ich habe mir...
Joern Borchert - 2011-12-18 19:09
Sehr geehrter Herr Borchert,...
Sehr geehrter Herr Borchert, ich lese Ihren Blog eigentlich...
LJH (Gast) - 2011-12-13 15:14

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